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Baukörper und Raum in tetrarchischer und konstantinischer Zeit

Der Aussenaspekt der weströmischen Architektur im 4. Jahrhundert

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Jürg Schweizer

Die Verbreitung hellenistischer Säulensysteme, die Entwicklung des Bogen- und Gewölbebaus, die Perfektionierung des Massenmauerwerks, die Bildung und Monumentalisierung neuer Raumformen sind wesentliche Impulse, die die römische Architektur der europäischen Architekturentwicklung weitergab. Kaum Beachtung fand bisher, dass der Aussenbau, allerdings erst in der Spätantike, entscheidende Umformungen erfuhr, so dass er für die romanische Baukunst, aber auch für Aspekte der Revolutionsarchitektur und der Architektur des früheren 19. Jahrhunderts von grundlegender Bedeutung wurde. Die Arbeit zeigt, dass im frühen 4. Jahrhundert die in der römischen Architektur getrennt entwickelten Komponenten architektonischen Schaffens, räumliches Gestalten und Formen des Aussenbaus, zur Übereinstimmung gebracht werden. Die Studie prüft die Stellung verschiedener Denkmalgruppen innerhalb der Gattungsentwicklung. Sie stellt Fragen zu den Motiven sowie den Gliederungssystemen des spätantiken Aussenbaus und untersucht dessen wesentliche Neuerungen und Gestaltungsprinzipien. Monographische Hinweise zu den wichtigsten Bauten liefern die entsprechenden Belege.
Aus dem Inhalt: Spätrömische Architektur – Thermen – Befestigungen – Zentralbauten – Blendarkaden – Fenstergliederungen – Wandcharakter – Aussenbau und Innenraum.