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Der Einsatz von Aufstellungsarbeit in der Mediation

Eine qualitative Studie über Anwendungsbeispiele aus der Praxis

von Linda Brackwehr (Autor:in) Claude-Hélène Mayer (Autor:in)
Monographie XV, 120 Seiten

Zusammenfassung

Aufstellungsarbeit birgt großes Potenzial für die Konfliktklärung und nimmt eine immer bedeutender werdende Rolle in der Mediation ein. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wie Aufstellungsarbeit das Methodenwerkzeug der Mediation unterstützen und ergänzen kann. Für eine praktikable Umsetzung des Einsatzes fehlten bislang eine Bündelung von Ausübungsformen und ihre theoretischen Verankerungen. Anhand von Anwendungsbeispielen zeigt dieses Buch in vergleichender Perspektive die Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten und stellt eine Verbindung zu den theoretischen Grundlagen her. Dabei nimmt sich die Forschung den Gründen, Herausforderungen und Grenzen der Kombination von Aufstellungsarbeit und Mediation an.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • 1. Einleitung
  • 1.1 Gegenstand der Forschung
  • 1.2 Stand der Forschung
  • 1.3 Struktur des Buches
  • 2. Begriffsklärungen und Theorie: Mediation und Aufstellungsarbeit
  • 2.1 Theoretische Grundlagen
  • 2.1.1 Zum Begriff Konflikt
  • 2.1.2 Zum Begriff System
  • 2.2 Mediation
  • 2.2.1 Ansätze bzw. Richtungen
  • 2.2.2 Methoden
  • 2.2.3 Idealtypischer Phasenverlauf
  • 2.2.4 Rolle und Haltung des Mediators
  • 2.2.5 Klassische Anwendungsfelder
  • 2.2.6 Interkulturelle Mediation
  • 2.3 Aufstellungsarbeit
  • 2.3.1 Ursprung und Entstehung
  • 2.3.2 Ausgewählte Aufstellungsmethoden
  • 2.3.2.1 Systemische Strukturaufstellungen
  • 2.3.2.2 Organisationsaufstellungen
  • 2.3.3 Aufstellungsformen
  • 2.3.4 Rolle und Haltung des Aufstellungsleiters
  • 2.4 Schlussfolgerungen für die vorliegende Arbeit
  • 3. Forschungsmethodik
  • 3.1 Zweck und Ziele
  • 3.2 Forschungsfragen
  • 3.3 Qualitativer Forschungsansatz
  • 3.3.1 Datenerhebung
  • 3.3.1.1 Erhebungsinstrument
  • 3.3.1.2 Interviewleitfaden und biographischer Fragebogen
  • 3.3.2 Sample und Auswahl der Experten
  • 3.3.3 Datenerfassung und Interviewdurchführung
  • 3.3.4 Datenaufbereitung
  • 3.3.4.1 Transkriptionsregeln
  • 3.3.4.2 Forschungsethik und Gütekriterien
  • 3.3.4.3 Datenschutz und Anonymisierung
  • 3.3.5 Datenauswertung
  • 3.3.5.1 Die drei Schritte der Analyse
  • 3.3.5.2 Intention der Analyse
  • 3.3.5.3 Bestimmung der Analysetechnik
  • 3.3.5.4 Definition der Analyseeinheiten
  • 3.3.5.5 Ablauf zusammenfassender Inhaltsanalyse
  • 4. Ergebnisse
  • 4.1 Darstellung der Ergebnisse
  • 4.1.1 Ansätze bzw. Richtungen der Mediation
  • 4.1.2 Mediationsmethoden
  • 4.1.3 Mediationsfälle
  • 4.1.4 Gründe für den Einsatz von Aufstellungsarbeit in der Mediation
  • 4.1.5 Aufstellungsformen in der Mediation
  • 4.1.6 Einsatz und Begründung der Aufstellungsformen in den Mediationsphasen
  • 4.1.7 Faktoren für den Einsatz von Aufstellungsarbeit
  • 4.1.8 Rollenwechsel des Mediators
  • 4.1.9 Erfolgsfaktoren der Mediation
  • 4.1.10 Erfolgsfaktoren der Aufstellungsarbeit und Mehrwert für die Mediation
  • 4.1.11 Herausforderungen bei der Kombination
  • 4.1.12 Interkulturelle Verständigung/Konfliktlösung durch Aufstellungsarbeit in der Mediation
  • 4.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
  • 5. Fazit
  • 5.1 Limitationen der Arbeit
  • 5.2 Offengebliebene Fragen
  • 5.3 Implikationen für Forschung und Praxis
  • 5.4 Ausblick
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
  • Anhang 1: Interviewleitfaden
  • Anhang 2: Biographischer Fragebogen
  • Anhang 3: Ergebnisse des biographischen Fragebogens
  • Anhang 4: Vorbereitung und Durchführung der Interviews
  • Anhang 5: Modell der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring

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Abkürzungsverzeichnis

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Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Merkmale der Mediation

Abb. 2: Ablaufmodell zusammenfassender Inhaltsanalyse

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Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Basismethoden der Mediation

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1. Einleitung

Verfahren, Techniken und Modelle zur Bearbeitung sozialer Konflikte gibt es viele. Eines der bekanntesten und erfolgreichsten Modelle zur konstruktiven Konfliktbewältigung ist die Mediation. Mediation ist ein außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren, das dabei helfen kann, in einer geschützten Atmosphäre durch die Präsenz einer unparteiischen, externen Vermittlerperson, dem Mediator1, Lösungswege für die Konfliktbeilegung zu finden und den Interessen sowie Bedürfnissen der Konfliktparteien entsprechende Übereinkünfte zu treffen. Die Konfliktparteien können in einem strukturierten und vom Mediator gelenkten Prozess kommunizieren, ohne sich mit jeglichen den Konflikt zuspitzenden Schuldzuweisungen zu konfrontieren.

Ein weiteres Verfahren ist die Aufstellungsarbeit. Das Grundprinzip von Aufstellungsarbeit ist die intuitive räumliche Anordnung von Personen oder Gegenständen. Aufstellungsarbeit hat sich in verschiedenen Bereichen, u.a. in der Familientherapie oder dem Organisationskontext, als effektive und lösungsorientierte Aktionsmethode erwiesen, die teils hoch komplexe Beziehungskonstellationen visuell vergegenwärtigt. Obgleich es keine wissenschaftlich überzeugende Überprüfung der Wirksamkeit von Aufstellungen gibt, kann davon ausgegangen werden, dass Aufstellungen eine Wirkung erzeugen. Sie tragen dazu bei, Probleme bewusst und der Reflexion zugänglich zu machen und sind bei Konflikten oder vergleichbaren Anliegen aufgrund ihres Facettenreichtums in vielerlei Hinsicht einsetzbar.

Die Wahl der vermeintlich richtigen Methode für beratende, therapierende und andere Personen fällt nicht immer eindeutig aus. Das „richtige“ Verfahren scheint es gar nicht zu geben. In einigen Beratungsfällen kann es daher sogar bereichernd und anregend sein, das eigene Methodenrepertoire mit weiteren Verfahren zu erweitern. Das oftmals breite Methodenspektrum gestattet es, sich gezielt mit dem Einsatz eines angemessenen Tools auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten von Klienten einzustellen. Auch für die Mediation können sich durch die Erweiterung des methodischen Repertoires neue Handlungsmöglichkeiten ergeben. So auch durch den Einsatz von Aufstellungsarbeit in den Kontext der mediativen Konfliktbewältigung. ← 1 | 2 →

Details

Seiten
XV, 120
ISBN (PDF)
9783653058734
ISBN (ePUB)
9783653965827
ISBN (MOBI)
9783653965810
ISBN (Paperback)
9783631663820
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2015 (Mai)
Schlagworte
Konfliktlösung Vermittlung Beratung Perspektivwechsel
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. XVI, 120 S., 2 s/w Abb., 1 Tab.

Biographische Angaben

Linda Brackwehr (Autor:in) Claude-Hélène Mayer (Autor:in)

Linda Brackwehr absolvierte einen Bachelor in Kulturwissenschaften mit den Disziplinen Sprach- und Sozialwissenschaften sowie den Master of Intercultural Communication Studies an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit dem Schwerpunkt Intercultural Management. Sie ist derzeit im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration tätig. Claude-Hélène Mayer ist Privatdozentin am Institut für Sprachgebrauch und Therapeutische Kommunikation an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und Gastprofessorin am Department for Industrial and Organisational Psychology an der University of South Africa in Pretoria, Südafrika. Sie ist des Weiteren als systemische Familientherapeutin, Beraterin, interkulturelle Mediatorin und Trainerin international tätig.

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