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Medizin im Konzentrationslager Flossenbürg 1938 bis 1945

Biografische Annäherungen an Täter, Opfer und Tatbestände

von Jessica Tannenbaum (Autor:in)
Dissertation 233 Seiten

Zusammenfassung

Die Quellenstudie liefert einen Beitrag zur Medizingeschichte des KZ Flossenbürg. Durch die über 1945 hinausgehende Perspektive kann die Autorin in Übereinstimmung mit der aktuellen Täterforschung deutlich machen, wie Justiz und Standesvertretungen in der Nachkriegszeit mit den ärztlichen Tätern umgingen. Da das KZ Flossenbürg im Nürnberger Ärzteprozess keine Rolle spielte, hat dies die Einschätzung der medizinischen NS-Verbrechen an diesem Ort grundsätzlich verzerrt. Die Autorin zeigt, wie die Lagerärzte durch ein Netzwerk miteinander verknüpft waren und sich gegenseitig hilfreiche Dokumente sowohl während des 2. Weltkrieges als auch danach ausstellten. Am Sonderfall des Chirurgen H. Schmitz stellt sie dar, wie viele SS-Ärzte sich den juristischen Konsequenzen in Bezug auf das Lager Flossenbürg entziehen konnten.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorengaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. Einleitung
  • Abriss der Geschichte des Lagers Flossenbürg
  • Ärzte im Nationalsozialismus
  • Forschungsstand
  • Quellenlage
  • Vorgehen
  • Terminologie
  • 2. Das Personal
  • 2.1 Die Ärzte der SS
  • Dr. med. Otto Adam
  • Adams Biografie nach Kriegsende
  • Fazit zu Otto Adam:
  • Dr. med. Fritz Baader
  • Baaders Werdegang nach 1948
  • Fazit zu Fritz Baader:
  • Dr. med. Karl Gustav Böhmichen
  • Fazit zu Karl Gustav Böhmichen
  • Dr. med. Oskar Dienstbach
  • Fazit zu Oskar Dienstbach
  • Dr. med. Hermann Fischer
  • Fazit zu Hermann Fischer
  • Dr. med. Hans-Joachim Georg Geiger
  • Fazit zu Hans-Joachim Geiger
  • Dr. med. Herbert Gräff
  • Fazit zu Herbert Gräff
  • Josef Hattler
  • Fazit zu Josef Hattler
  • Dr. med. Hofmann, Vorname ungeklärt
  • Fazit zu Hofmann
  • Dr. med. Gustav Litschel
  • Fazit zu Gustav Litschel
  • Herbert Louis
  • Fazit zu Herbert Louis
  • Heinz Neumann
  • Fazit zu Heinz Neumann
  • Dr. med. Max Popiersch
  • Fazit zu Max Popiersch
  • Dr. med. Gerhard Schiedlausky
  • Fazit zu Gerhard Schiedlausky
  • Dr. med. Alfred Schnabel
  • Fazit zu Alfred Schnabel
  • Dr. med. Robert Seitschek
  • Fazit zu Robert Seitschek
  • Dr. med. Hans Trischkat
  • Fazit zu Hans Trischkat
  • Dr. med. Richard Trommer
  • Fazit zu Richard Trommer
  • Dr. med. Walter Weyand
  • Fazit zu Walter Weyand
  • Dr. med. Waldemar Wolter
  • Fazit zu Waldemar Wolter
  • 2.2 Zahnärzte und Dentisten der SS
  • Dr. med. dent. Walter Bremmer
  • Fazit zu Walter Bremmer
  • Dr. med. dent. Hermann Einfeldt
  • Fazit zu Hermann Einfeldt
  • Dr. med. dent. Martin Hellinger
  • Fazit zu Martin Hellinger
  • Dr. med. dent. Heinrich Jäger
  • Dr. med. dent. Karl Osenbrügge
  • Fazit zu Karl Osenbrügge
  • Dr. med. dent. Heinrich Josef Pütz
  • Franz Christian Weck
  • Fazit zu Franz Christian Weck
  • 2.3 Der zivile Vertragsarzt Dr. med. Heinrich Schmitz
  • Schmitz’ Kindheit und Jugend
  • Medizinerausbildung und Niederlassung, 1919 bis 1938
  • Das Verfahren vor dem Erbgesundheitsgericht
  • Die Stationierung im Konzentrationslager Flossenbürg
  • Darstellung bei ehemaligen Gefangenen außerhalb des Prozesses
  • Schmitz’ Verfahren vor dem amerikanischen Militärgericht
  • Fazit zu Heinrich Schmitz
  • 3. Die Häftlingsärzte – Exemplarische Rekonstruktion der Vita von MuDr. Frantisek Polák / Franz Wenzel Pollak
  • Fazit zu Frantisek Polák
  • 4. Tatbestände: Fehlende medizinische Versorgung und medizinische Verbrechen
  • 4.1 Selektion
  • 4.2 Fehlende arbeitsmedizinische Schutzmaßnahmen
  • 4.3 Gezielte Vernachlässigung und Misshandlung
  • Misshand.lung
  • 4.4 Zwangssterilisierungen
  • 4.5 Medizinische Dienstleistungen oder Fälschung der Dokumentation: fingierte Todesursachen und Legitimation der Vernichtung
  • 4.6 Mord und die „Sonderbehandlung 14f13“
  • „14f13“
  • 4.7 Operationen
  • 4.8 Obduktionen
  • 4.9 Humanexperimente
  • 5. Exemplarische Rekonstruktion dreier Krankheitsgeschichten: Fritz Jänsch, Stefan Hajdu und Jacques Terrasse
  • 5.1 Fritz Jänsch und Stefan Hajdu
  • Stefan Hajdu
  • 5.2 Jaques Terrasse
  • 6. Schlussbetrachtung und Ausblick
  • 7. Bibliographie
  • 7.1 Unveröffentlichte Quellen
  • Genutzte Archive:
  • 7.2 Veröffentlichte Quellen: Dokumentensammlungen, Quelleneditionen, zeitgenössische Schriften und Memoiren
  • Dokumentensammlung:
  • Interneteditionen bzw. Podcasts:
  • Erinnerungsliteratur:
  • 7.3 Sekundärliteratur
  • 8. Glossar der medizinischen Fachbegriffe
  • 9. Verzeichnisse
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Personenregister
  • Ortsregister
  • 10. Danksagung

Jessica Tannenbaum

Medizin im Konzentrationslager Flossenbürg 1938 bis 1945

Biografische Annäherungen an Täter, Opfer und Tatbestände

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Autorengaben

Jessica Tannenbaum studierte Humanmedizin in Deutschland und Frankreich und war als freie Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg tätig. Ihre Promotion erfolgte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Über das Buch

Die Quellenstudie liefert einen Beitrag zur Medizingeschichte des KZ Flossenbürg. Durch die über 1945 hinausgehende Perspektive kann die Autorin in Übereinstimmung mit der aktuellen Täterforschung deutlich machen, wie Justiz und Standesvertretungen in der Nachkriegszeit mit den ärztlichen Tätern umgingen. Da das KZ Flossenbürg im Nürnberger Ärzteprozess keine Rolle spielte, hat dies die Einschätzung der medizinischen NS-Verbrechen an diesem Ort grundsätzlich verzerrt. Die Autorin zeigt, wie die Lagerärzte durch ein Netzwerk miteinander verknüpft waren und sich gegenseitig hilfreiche Dokumente sowohl während des 2. Weltkrieges als auch danach ausstellten. Am Sonderfall des Chirurgen H. Schmitz stellt sie dar, wie viele SS-Ärzte sich den juristischen Konsequenzen in Bezug auf das Lager Flossenbürg entziehen konnten.

Zitierfähigkeit des eBooks

Diese Ausgabe des eBooks ist zitierfähig. Dazu wurden der Beginn und das Ende einer Seite gekennzeichnet. Sollte eine neue Seite genau in einem Wort beginnen, erfolgt diese Kennzeichnung auch exakt an dieser Stelle, so dass ein Wort durch diese Darstellung getrennt sein kann.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Abriss der Geschichte des Lagers Flossenbürg

Ärzte im Nationalsozialismus

Forschungsstand

Quellenlage

Vorgehen

Terminologie

2. Das Personal

2.1 Die Ärzte der SS

Dr. med. Otto Adam

Dr. med. Fritz Baader

Dr. med. Karl Gustav Böhmichen

Dr. med. Oskar Dienstbach

Dr. med. Hermann Fischer

Dr. med. Hans-Joachim Georg Geiger

Dr. med. Herbert Gräff

Josef Hattler

Dr. med. Hofmann, Vorname ungeklärt

Dr. med. Gustav Litschel

Herbert Louis

Heinz Neumann

Dr. med. Max Popiersch

Dr. med. Gerhard Schiedlausky

Dr. med. Alfred Schnabel

Dr. med. Robert Seitschek

Dr. med. Hans Trischkat

Dr. med. Richard Trommer

Dr. med. Walter Weyand

Dr. med. Waldemar Wolter

2.2 Zahnärzte und Dentisten der SS

Dr. med. dent. Walter Bremmer

Dr. med. dent. Hermann Einfeldt

Dr. med. dent. Martin Hellinger←7 | 8→

Dr. med. dent. Heinrich Jäger

Dr. med. dent. Karl Osenbrügge

Dr. med. dent. Heinrich Josef Pütz

Franz Christian Weck

2.3 Der zivile Vertragsarzt Dr. med. Heinrich Schmitz

Schmitz’ Kindheit und Jugend

Medizinerausbildung und Niederlassung, 1919 bis 1938

Das Verfahren vor dem Erbgesundheitsgericht

Die Stationierung im Konzentrationslager Flossenbürg

Darstellung bei ehemaligen Gefangenen außerhalb des Prozesses

Schmitz’ Verfahren vor dem amerikanischen Militärgericht

3. Die Häftlingsärzte – Exemplarische Rekonstruktion der Vita von MuDr. Frantisek Polák / Franz Wenzel Pollak

4. Tatbestände: Fehlende medizinische Versorgung und medizinische Verbrechen

4.1 Selektion

4.2 Fehlende arbeitsmedizinische Schutzmaßnahmen

4.3 Gezielte Vernachlässigung und Misshandlung

4.4 Zwangssterilisierungen

4.5 Medizinische Dienstleistungen oder Fälschung der Dokumentation: fingierte Todesursachen und Legitimation der Vernichtung

4.6 Mord und die „Sonderbehandlung 14f13“

4.7 Operationen

4.8 Obduktionen

4.9 Humanexperimente

5. Exemplarische Rekonstruktion dreier Krankheitsgeschichten: Fritz Jänsch, Stefan Hajdu und Jacques Terrasse

5.1 Fritz Jänsch und Stefan Hajdu

5.2 Jaques Terrasse←8 | 9→

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

7. Bibliographie

7.1 Unveröffentlichte Quellen

Details

Seiten
233
ISBN (ePUB)
9783631701201
ISBN (PDF)
9783653070910
ISBN (MOBI)
9783631701218
ISBN (Hardcover)
9783631675632
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2016 (Dezember)
Schlagworte
Medizin Konzentrationslager Medizingeschichte Kriegsverbrecher Nachkriegsprozesse
Erschienen
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017. 233 S., 17 s/w Abb., 5 s/w Tab.

Biographische Angaben

Jessica Tannenbaum (Autor:in)

Jessica Tannenbaum studierte Humanmedizin in Deutschland und Frankreich und war als freie Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg tätig. Ihre Promotion erfolgte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

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Titel: Medizin im Konzentrationslager Flossenbürg 1938 bis 1945