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Das Museum Anatomicum am Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg

Provenienzforschung zu einer Lehrsammlung des 19. Jahrhunderts

von Nina Ulrich (Autor:in)
Dissertation XXXVIII, 202 Seiten

Zusammenfassung

Unter dem Einfluss neuer Ansätze und Methoden der wissenschaftlichen Bearbeitung von dinglichen Objekten als Quellen für historische Forschung beschäftigt sich die Provenienzforschung innerhalb der Museologie intensiv mit der «Sprache der Objekte». Die Autorin betreibt Provenienzforschung an drei ausgewählten Objekten der anatomischen Sammlung der Universität Marburg, die im Museum Anatomicum – Medizinhistorisches Museum der Philipps-Universität Marburg ausgestellt sind, und bringt die Objekte so «zum Sprechen». Dabei bieten anatomische Präparate menschlichen Ursprungs («human remains») erweiterte Perspektiven. Denn neben ihrer Objektgeschichte selbst können auch die Lebens- und Leidensgeschichten der Personen, die hinter den Präparaten stecken, anhand von Patientenakten, Sektionsprotokollen und Katalogeinträgen rekonstruiert werden.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Die historische Entwicklung der anatomischen Sammlung – vom Kuriositätenkabinett zur systematisch geordneten Sammlung
  • 2.1 Die Anfänge der Medizin an der Philipps-Universität Marburg
  • 2.2 Die Entstehung und Entwicklung der Anatomischen Sammlung Marburg von 1812 bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
  • 3 Die verschiedenen Präparate-Typen des Museum Anatomicum und deren Herstellungstechniken und Präparationsmethoden
  • 3.1 Trockenpräparate
  • 3.1.1 Anatomie mit Spritze und Tubuli – die Injektionspräparation
  • 3.1.1.1 Injektionspräparate der Marburger Sammlung am Beispiel der Injektionspräparate von Christian Heinrich Bünger
  • 3.1.2 Tierische Helfer und ätzende Säuren – die Korrosionsanatomie
  • 3.1.2.1 Korrosionspräparate von Jakob Zumstein in der Marburger Sammlung
  • 3.1.3 Mazeration – die Herstellung von osteologischen Präparaten
  • 3.1.3.1 Die osteologische Abteilung der Marburger Sammlung anhand von Beispielen aus der pathologischen und der vergleichend-anatomischen Sammlung
  • 3.1.3.2 „der menschlichste Teil des Homo sapiens“205 – die Schädel- und „Rassenschädelsammlung“ des Museum Anatomicum
  • 3.1.4 Aufhellungspräparate – ein Spalteholz-Präparat in der Marburger Sammlung
  • 3.2 Feuchtpräparate
  • 3.2.1 Feuchtpräparate aus der Bünger-Zeit (1812–1842)
  • 3.2.2 Makroskopisch-topographische Schnittpräparate
  • 3.2.2.1 Marburger Lenchen
  • 3.2.3 Präparate zur normalen Embryonalentwicklung und teratologische Präparate in der Marburger Sammlung
  • 3.3 Histologische Präparate
  • 3.3.1 Die Gasser-Strahlsche Sammlung von tierischen und menschlichen Embryonen
  • 3.4 Makroskopische und mikroskopische anatomische Modelle aus Wachs und Gips sowie Totenmasken
  • 3.4.1 Zur Geschichte der plastischen Anatomie und die berühmten Wachsmodellsammlungen in Florenz und Wien
  • 3.4.1.1 Anfänge in Bologna
  • 3.4.1.2 La Specola, Florenz
  • 3.4.1.3 Josephinum, Wien
  • 3.4.2 Makroskopische Gipsmodelle in der Marburger Sammlung und die Marburger Venus
  • 3.4.2.1 Marburger Totenmasken und Schädelabgüsse
  • 3.4.2.2 Medizinische Moulagen pathologischer Zustände von Menschen und Tieren in der Marburger Sammlung
  • 3.4.3 Wachsmodelle in der mikroskopischen Anatomie am Beispiel der Ziegler’schen Wachsmodelle in der Marburger Sammlung
  • 3.5 Instrumente
  • 4 Die alten Kataloge
  • 4.1 Die Kataloge von Christian Heinrich Bünger
  • 4.1.1 Verzeichnis sämtlicher, der Anatomie zu Marburg gehörigen Präparate nebst einem Anhang betreffend die demselben gehörigen Gemälde, September 1811351
  • 4.1.2 Verzeichnis sämtlicher, der Anatomie zu Marburg gehörigen Präparate, nebst einem Anhang, betreffend die demselben gehörigen Gemälde, März 1819354
  • 4.1.3 Verzeichnis der Neuzugänge zwischen Mai 1819 und Januar 1825355
  • 4.1.4 Verzeichnis anatomisch-physiologischer Präparate von Menschen, Mai 1830356
  • 4.2 Katalog der Präparate der osteologischen Sammlung, 1912
  • 4.3 Katalog von vergleichend-anatomischen Präparaten, 1913
  • 4.4 Verzeichnis der Neuzugänge, 1922
  • 4.5 Katalog der Schädelsammlung des anatomischen Instituts Marburg, 1920/23
  • 4.6 Katalog der makroskopisch-anatomischen Präparate in der Sammlung des Anatomischen Instituts der Universität Marburg, 1936
  • 4.7 Katalog der „Rassenschädelsammlung“ des anatomischen Instituts Marburg, 1938
  • 4.8 Katalog der normalen und pathologischen Embryonalentwicklung, inklusive „Missbildungen“, 1946
  • 4.9 Katalog über die Neuaufstellung der Schädelsammlung, 1956
  • 4.10 Verzeichnis über Sammlungspräparate, Schrank Sinnesorgane, Augen und Ohren, März 1962
  • 4.11 Verzeichnis von Schnittserien aus dem anatomischen Institut der Universität Marburg und Verzeichnis der Gasser-Strahl´schen Sammlung menschlicher Embryonen aus dem anatomischen Institut der Universität Marburg
  • 4.12 Entschlüsselung der Signatursysteme – personenbezogene und zeitliche Einteilung der Katalognummern
  • 5 Provenienzen
  • 5.1 Der Lange Anton – das Helmstedter Erbe des Museum Anatomicum
  • 5.1.1 Auf den Spuren eines Riesen – die Lebensgeschichte des Langen Anton
  • 5.1.2 Diagnose Akromegalie – die Krankheitsgeschichte des Langen Anton anhand der Befundung seines Skeletts
  • 5.1.2.1 Akromegalie und Gigantismus – von der Erforschung der Krankheit im 19. Jahrhundert bis zu heutigen Therapiemaßnahmen
  • 5.1.2.2 Der Skelettbefund von Anton de Franckenpoint
  • 5.1.3 Der zweite Teil des Ensembles – Das Gemälde des Langen Anton
  • 5.1.3.1 Antons vorerst letzte Reise – Sonderausstellung des restaurierten Gemäldes im Kunstverein Marburg
  • 5.1.4 In guter Gesellschaft – Die Lebensweise des Langen Anton an Beispielen anderer „Riesen“
  • 5.2 Von „Affenmenschen“ und „Vogelgesichtern“ – Zwei microcephale Patienten aus Haina
  • 5.2.1 Der Fall Augustin Heil – Lebens- und Leidensgeschichte
  • 5.2.1.1 Präparate zum Fall Heil
  • 5.2.1.1.1 Schädel
  • 5.2.1.1.2 Schädelgipsausguss
  • 5.2.2 Der Fall Georg Völp
  • 5.2.2.1 Präparate zum Fall Völp – ein Schädelausguss und ein Gipsmodell des Gehirns
  • 5.2.3 Die Forschungsergebnisse des Marburger Pathologen Marchand zum Krankheitsbild der Microcephalie anhand der Präparate aus der Marburger Anatomischen Sammlung
  • 6 Die Neu-Katalogisierung
  • 6.1 Aufbau des neuen Kataloges
  • 6.2 Die Datenbank von Senckenberg
  • 7 Perspektiven der neu aufbereiteten Anatomischen Sammlung Marburg
  • 7.1 Lehre
  • 7.2 Forschung
  • 7.3 Öffentlichkeit
  • 8 Abschließendes Fazit
  • 9 Zusammenfassung
  • 9.1 Deutsche Fassung
  • 9.2 Englische Fassung (Abstract)
  • I. Literaturverzeichnis
  • II. Abbildungsverzeichnis
  • III. Tabellenverzeichnis
  • IV. Anhang
  • VI. Danksagung
  • Reihenübersicht

Nina Ulrich

Das Museum Anatomicum
am Fachbereich Medizin
der Philipps-Universität Marburg

Provenienzforschung zu einer Lehrsammlung des 19. Jahrhunderts

Autorenangaben

Nina Ulrich studierte Anthropologie, Zoologie und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Forensic Anthropology an der University of Edinburgh (UK). Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin, Philipps-Universität Marburg, wo sie auch promoviert wurde, und Kuratorin des Museum Anatomicum.

Über das Buch

Unter dem Einfluss neuer Ansätze und Methoden der wissenschaftlichen Bearbeitung von dinglichen Objekten als Quellen für historische Forschung beschäftigt sich die Provenienzforschung innerhalb der Museologie intensiv mit der Sprache der Objekte. Die Autorin betreibt Provenienzforschung an drei ausgewählten Objekten der anatomischen Sammlung der Universität Marburg, die im Museum Anatomicum – Medizinhistorisches Museum der Philipps-Universität Marburg ausgestellt sind, und bringt die Objekte so zum Sprechen. Dabei bieten anatomische Präparate menschlichen Ursprungs (human remains) erweiterte Perspektiven. Denn neben ihrer Objektgeschichte selbst können auch die Lebens- und Leidensgeschichten der Personen, die hinter den Präparaten stecken, anhand von Patientenakten, Sektionsprotokollen und Katalogeinträgen rekonstruiert werden.

Zitierfähigkeit des eBooks

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die historische Entwicklung der anatomischen Sammlung – vom Kuriositätenkabinett zur systematisch geordneten Sammlung

2.1 Die Anfänge der Medizin an der Philipps-Universität Marburg

2.2 Die Entstehung und Entwicklung der Anatomischen Sammlung Marburg von 1812 bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

3 Die verschiedenen Präparate-Typen des Museum Anatomicum und deren Herstellungstechniken und Präparationsmethoden

3.1 Trockenpräparate

3.1.1 Anatomie mit Spritze und Tubuli – die Injektionspräparation

3.1.1.1 Injektionspräparate der Marburger Sammlung am Beispiel der Injektionspräparate von Christian Heinrich Bünger

3.1.2 Tierische Helfer und ätzende Säuren – die Korrosionsanatomie

3.1.2.1 Korrosionspräparate von Jakob Zumstein in der Marburger Sammlung

3.1.3 Mazeration – die Herstellung von osteologischen Präparaten

3.1.3.1 Die osteologische Abteilung der Marburger Sammlung anhand von Beispielen aus der pathologischen und der vergleichend-anatomischen Sammlung

3.1.3.2 „der menschlichste Teil des Homo sapiens“ – die Schädel- und „Rassenschädelsammlung“ des Museum Anatomicum

3.1.4 Aufhellungspräparate – ein Spalteholz-Präparat in der Marburger Sammlung

3.2 Feuchtpräparate

3.2.1 Feuchtpräparate aus der Bünger-Zeit (1812–1842)

3.2.2 Makroskopisch-topographische Schnittpräparate

3.2.2.1 Marburger Lenchen

3.2.3 Präparate zur normalen Embryonalentwicklung und teratologische Präparate in der Marburger Sammlung ←7 | 8→

3.3 Histologische Präparate

3.3.1 Die Gasser-Strahlsche Sammlung von tierischen und menschlichen Embryonen

3.4 Makroskopische und mikroskopische anatomische Modelle aus Wachs und Gips sowie Totenmasken

3.4.1 Zur Geschichte der plastischen Anatomie und die berühmten Wachsmodellsammlungen in Florenz und Wien

3.4.1.1 Anfänge in Bologna

3.4.1.2 La Specola, Florenz

3.4.1.3 Josephinum, Wien

3.4.2 Makroskopische Gipsmodelle in der Marburger Sammlung und die Marburger Venus

3.4.2.1 Marburger Totenmasken und Schädelabgüsse

3.4.2.2 Medizinische Moulagen pathologischer Zustände von Menschen und Tieren in der Marburger Sammlung

3.4.3 Wachsmodelle in der mikroskopischen Anatomie am Beispiel der Ziegler’schen Wachsmodelle in der Marburger Sammlung

3.5 Instrumente

4 Die alten Kataloge

4.1 Die Kataloge von Christian Heinrich Bünger

4.1.1 Verzeichnis sämtlicher, der Anatomie zu Marburg gehörigen Präparate nebst einem Anhang betreffend die demselben gehörigen Gemälde, September 1811

4.1.2 Verzeichnis sämtlicher, der Anatomie zu Marburg gehörigen Präparate, nebst einem Anhang, betreffend die demselben gehörigen Gemälde, März 1819

4.1.3 Verzeichnis der Neuzugänge zwischen Mai 1819 und Januar 1825

4.1.4 Verzeichnis anatomisch-physiologischer Präparate von Menschen, Mai 1830

4.2 Katalog der Präparate der osteologischen Sammlung, 1912

4.3 Katalog von vergleichend-anatomischen Präparaten, 1913

4.4 Verzeichnis der Neuzugänge, 1922

4.5 Katalog der Schädelsammlung des anatomischen Instituts Marburg, 1920/23 ←8 | 9→

4.6 Katalog der makroskopisch-anatomischen Präparate in der Sammlung des Anatomischen Instituts der Universität Marburg, 1936

Details

Seiten
XXXVIII, 202
ISBN (PDF)
9783631737156
ISBN (ePUB)
9783631737163
ISBN (MOBI)
9783631737170
ISBN (Hardcover)
9783631734780
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Dezember)
Schlagworte
Human remains Anatomische Sammlung Langer Anton Emil-von-Behring-Bibliothek Medizingeschichte
Erschienen
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017, 202 S., XXXVIII, 109 farb. Abb., 3 farb. Tab.

Biographische Angaben

Nina Ulrich (Autor:in)

Nina Ulrich studierte Anthropologie, Zoologie und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Forensic Anthropology an der University of Edinburgh (UK). Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Emil-von-Behring-Bibliothek / Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin, Philipps-Universität Marburg, wo sie auch promoviert wurde, und Kuratorin des Museum Anatomicum.

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