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Pädagogik zwischen Idealisierung und Ignoranz

Eine Kritik der Theorie, Praxis und Rezeption Paulo Freires

von Martin Stauffer (Autor:in)
Dissertation XIV, 265 Seiten
Reihe: Explorationen, Band 44

Zusammenfassung

Durch seine «Pädagogik der Unterdrückten» wurde Paulo Freire (1921-1997) weltweit zum pädagogischen Klassiker und erzielte eine Millionenauflage. Freire steht für Gesellschaftsreform, Bildung und Politisierung. Eine Legende wurde seine Methode zur Alphabetisierung und politischen Bewusstseinsbildung von Erwachsenen in rund 40 Unterrichtsstunden.
In dieser Arbeit wird Freires «Theorie» untersucht, seine Praxis entzaubert und die Applausrezeption zurückgewiesen. Gefragt wird namentlich danach, wie Freire in seinem Gesamtwerk Pädagogik mit Politik verband, welche «neuen» Lerninhalte und Lernmethoden er vorsah und womit er das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden bestimmte. Weiter wird Freires «Erfolgsgeschichte» durch eine Auswertung von wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten, Web-Sites, Zeitschriftenbeiträgen und Sekundärliteratur hinterfragt. Dabei wird analysiert, inwiefern sich sowohl Freire als auch dessen Rezeption zwischen Idealisierung und Ignoranz bewegen, und ob nicht die brasilianische Reformpädagogik eine Alternative zu Freire bietet.

Details

Seiten
XIV, 265
ISBN (Paperback)
9783039103737
Sprache
Deutsch
Erschienen
Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt am Main, New York, Oxford, Wien, 2007. XIV, 265 S.

Biographische Angaben

Martin Stauffer (Autor:in)

Der Autor: Martin Stauffer (1963), Dr. phil., Studium der Pädagogik, Germanistik und Arbeitspsychologie an der Universität Bern, Doktorat in Pädagogik an der Universität Zürich. Tätigkeiten als Berufsschullehrer, in der Weiterbildung von LehrerInnen und als Fachreferent bei der EDK. Planung, Durchführung und Evaluation von Bildungsprojekten. Leitung eines Nationalfondsprojekts zu internationaler Reformpädagogik.

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Titel: Pädagogik zwischen Idealisierung und Ignoranz