Lade Inhalt...

Kulturspezifischer Tempusgebrauch in der Fremdsprache Deutsch am Beispiel griechischer Lernender

Lernersprachenanalyse – Kulturkontrastive Analyse

von Eirini Monsela (Autor:in)
Dissertation 262 Seiten

Zusammenfassung

Das Buch erforscht den Präteritums- und Perfektgebrauch in der Fremdsprache Deutsch. Zu diesem Zweck wurden zwei neue Korpora erhoben, die aus schriftlichen Erzählungen deutscher und griechischer Lernender bestehen. Auf Grundlage einer Lernerspachenanalyse konnte festgestellt werden, dass die griechischen Lernenden, beeinflusst durch die L1, die deutschen Zeitformen ,Präteritum‘ und ,Perfekt‘, unter anderem auch aspektual verwenden. Zudem beleuchtet eine kulturkontrastive Analyse die kulturellen Hintergründe des Tempus- und/oder Aspektsystems im Deutschen und Neugriechischen und zeigt Parallelen zwischen Mythos- und Sprachebene für die jeweilige Kultur und Sprache auf.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autoren-/Herausgeberangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Glossierungsverzeichnis
  • 1. Einleitung
  • 2. Theoretische Grundlage
  • 2.1 Der Kratylos-Dialog von Platon
  • 2.2 Die Sprachlehre von Humboldt
  • 2.3 Das Organon-Modell der Sprache von Bühler
  • 2.4 Die Symbollehre von Cassirer
  • 2.5 Das linguistische Relativitätsprinzip
  • 2.6 Weiterentwicklungen in der kulturorientierten Sprachforschung
  • 2.7 Der kulturkontrastive Ansatz von Götze
  • 2.8 Zusammenfassung
  • 3. Stand der Forschung für das Sprachenpaar Deutsch – Neugriechisch
  • 3.1 Monographien über das Tempus- und Aspektphänomen
  • 3.2 Relevante theoretische Arbeiten
  • 3.3 Relevante empirische Arbeiten
  • 3.4 Zusammenfassung
  • 4. Die Tempusdarstellung in deutschen Grammatiken
  • 4.1 Grundzüge einer deutschen Grammatik von Heidolph
  • 4.2 Grundriss der deutschen Grammatik von Eisenberg
  • 4.3 Deutsche Grammatik von Engel
  • 4.4 Wahrig - Grammatik der deutschen Sprache von Götze/ Hess-Lüttich
  • 4.5 Textgrammatik der deutschen Sprache von Weinrich
  • i. Zum Tempusregister und zur Tempusperspektive
  • ii. Zu den einzelnen Tempora
  • iii. Fazit
  • 4.6 Zusammenfassung
  • 5. Das Tempussystem in der L1 Neugriechisch der Lernenden
  • 5.1 Zu den Begriffen ,Tempus‘ - ,Aspekt‘ - ,Aktionsart‘
  • 5.2 Orientierung im Tempus-, Modus- und Aspektsystem des Neugriechischen
  • i. Die Modi
  • ii. Die Zeitformenbezeichnung ,perfektiv‘ vs. ,imperfektiv‘
  • iii. Zur Dichotomisierung oder Trichotomisierung des Aspektsystems
  • 5.3 Beschreibung der Zeitformenfunktionen in der neugriechischen Sprache
  • 5.4 Erzähltempora der neugriechischen Sprache
  • 5.5 Zwischenfazit
  • 6. Korpora und Textgrundlage der Studie
  • 6.1 Zur Varietät ,Jugendsprache‘ und zum Sprachregister ,Schulsprache‘
  • 6.2 Hauptfragestellung und Entscheidung für ein neues Korpus
  • i. Textsorten- und Schulstufenauswahl
  • 6.3 Korpuserhebung und erste Orientierung im Korpus
  • i. Gütekriterien
  • 6.4 Zu den Fragebogen
  • i. Auswertung der Fragebogen
  • 6.5 Textgrundlage
  • i. Bildung einer strukturierten Textgrundlage
  • ii. Zur Struktur der Erzählungen
  • 6.6 Übersicht über die Korpora
  • 7. Analyse
  • 7.1 Quantitative Orientierung im DE- und DaF-Korpus
  • 7.2 Qualitativorientierte Hypothesen
  • 7.3 Qualitative Analyse
  • 7.3.1 Zum Einfluss des Paratatikós auf den Präteritumsgebrauch im DaF-Korpus
  • 7.3.2 Zum Einfluss des Aóristos auf den Perfektgebrauch im DaF-Korpus
  • 7.3.3 Zur Übernahme der textstrukturierenden Rolle von Paratatikós und Aóristos im DaF-Korpus
  • 7.4 Zusammenfassung
  • 8. Kulturkontrastiver Vergleich
  • 8.1 Die anthropomorphen Zeitfiguren in der griechischen Mythologie
  • 8.2 Die anthropomorphen Zeitfiguren in der germanischen Mythologie
  • 8.3 Interpretation aus der Sicht des kulturkontrastiven Ansatzes
  • 9. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
  • 10. Quellenverzeichnis
  • 10.1 Literatur
  • 10.2 Online-Quellen
  • Abbildungen
  • Tabellen
  • Anhang
  • A1 Aufgabenstellung für die Deutsche Schule Athen
  • A2 Aufgabenstellung für das Ludwigsgymnasium Saarbrücken
  • A3 Unterrichtsplan für die Deutsche Schule Athen
  • A4 Unterrichtsplan für das Ludwigsgymnasium Saarbrücken
  • A5 Fragebogen für die Deutsche Schule Athen
  • A6 Fragebogen für das Ludwigsgymnasium Saarbrücken

| 11 →

Glossierungsverzeichnis

| 13 →

1. Einleitung

Der sprachliche Ausdruck von Zeit als Forschungsgegenstand beschäftigt seit jeher den Menschen. Seit langem befassen sich damit Sprachtheoretiker und (Sprach-)Philosophen, (Kultur-)Anthropologen und Theologen, Kognitionspsychologen und Sozialarchäologen, Experten der Interkulturellen Kommunikation und Wirtschaftswissenschaftler. Das aus so zahlreichen Disziplinen stammende Interesse an der Verbalisierung der Zeit bestätigt, was schon Cassirer in seiner Kulturtheorie erklärt, dass nämlich der sprachliche Ausdruck der Zeit eine symbolische Form ist, die mit den weiteren symbolischen Formen ständig interagiert, sowohl mit dem Mythos, der Religion, der Geschichte und der Wissenschaft als auch mit der Kunst und der Technik (vgl. Kap. 2.4). Gerade deswegen muss der verbale Zeitausdruck, also die Temporalität und/oder Aspektualität, nicht nur monodisziplinär, sondern auch interdisziplinär erforscht werden, d.h., aus der Sicht der Sprache wie auch aus der Sicht der oben erwähnten symbolischen Formen, anders gesagt: im Rahmen der Kultur (vgl. Götze 2004: 29ff.) – und es sei angemerkt, dass Kultur hier nicht nur auf die Hochkultur, sondern auch auf die Alltagskultur bezogen ist (vgl. Götze 2005: 131).

Angesichts dessen empfiehlt es sich, wie bei jeder Forschung auf dem Feld der Grammatik, auch bei der Untersuchung von Lernersprachen bzw. zum Zwecke des Fremdsprachenunterrichts das jeweilige grammatische Phänomen nicht kulturisoliert, sondern kulturintegriert zu untersuchen. Dies korreliert mit der Herangehensweise Humboldts, der fremde Sprachen nicht mit dem einzigen Ziel, die Unterschiedlichkeit der Sprachsysteme festzustellen, erforschte, sondern hauptsächlich, um die Andersartigkeit der dahinter verborgenen Weltansichten zu begreifen. Humboldts Auffassung, dass erst die Sprache die ,Wirklichkeit‘ schafft, in der wir leben, und dass aus unterschiedlichen Sprachen unterschiedliche ,Wirklichkeiten‘ resultieren, sollte nicht nur im Zentrum der (sprach-) philosophischen, sondern auch der grammatischen Forschung stehen. Denn die grammatischen Phänomene sind meistens Teile dieser anders erschaffenen ,Wirklichkeiten‘ und somit gehört die Entdeckung letzterer zum reflektierten Grammatiklernen im Fremdsprachenunterricht (vgl. Kap. 2.2, Kap. 2.7). Aufgrund dessen besteht das wichtigste Ziel des Sprachstudiums darin herauszufinden, welche Faktoren zur Gestaltung der inneren Form jeder einzelnen Sprache – also ihrer Tiefenstruktur, ihrer Semantik – beitrugen bzw. weiter beitragen, denn bei jeder Sprache handelt es sich um einen lebendigen, energetischen und sich ständig weiter entwickelnden Organismus (vgl. Coseriu 1979: 179). ← 13 | 14 →

Trotz der Bedeutung einer nicht nur auf die Sprachoberfläche bezogenen Systematik, sondern auch einer hermeneutischen Betrachtung der Tiefenstruktur der jeweiligen Sprache – sowohl ihrer Grammatik als auch ihrer Lexik – stehen bis heute meistens das Sprachsystem, der Sprachgebrauch oder der Spracherwerb einer jeden (Fremd-)Sprache im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Dies sollte sich ändern. So werden in der vorliegenden Arbeit aufgrund von bestehenden Unterschieden beim Zeitformengebrauch zwischen den zwei Sprachen ,Deutsch‘ und ,Neugriechisch‘ Hypothesen bezüglich möglicher Abweichungen (negative Transfers von L1 auf L2) in Deutsch als Fremdsprache formuliert, um so die tieferen Gründe zu entdecken, warum die Temporalität (und die Aspektualität) in der deutschen und neugriechischen Sprache anders systematisiert ist (sind). Hierbei fokussiert sich die vorliegende Studie auf die Verwendung der Zeitformen ,Präteritum‘ und ,Perfekt‘ in Deutsch als Fremdsprache seitens griechischer Lernender, wobei auch der erweiterte Gegenstand ,Tempus und/oder Aspekt‘ hermeneutisch und mit Bezug auf den „Mutterboden der Kultur“ (Recki 2004: 84), den Mythos, untersucht werden soll.

Diese Herangehensweise geht auf den hauptsächlich von Humboldt inspirierten kulturkontrastiven Ansatz Götzes (2009, 2011a) zurück, der betont, dass eine vollständige und der Interaktionalität der symbolischen Form ,Sprache‘ gerecht werdende Analyse der ,Fehler‘ in der Fremdsprache nur interdisziplinär sein kann (vgl. Götze 2009a: XV). Aufgrund dieses methodologischen Ansatzes wird hier – wie schon erwähnt – nicht nur nach Abweichungen beim Zeitformengebrauch, sondern auch nach Unterschieden im versprachlichten Zeitsinn der griechischen und germanischen Kultur gesucht. Konkreter ergeben sich dadurch im Weiteren drei Betrachtungsebenen:

Die Normebene bietet eine Vergleichsmöglichkeit für den Zeitformengebrauch mittels Theorie, z.B. auf der Basis von Grammatiken. Von einer vergleichenden Betrachtung einerseits der Präsentation der Tempora in Grammatiken der deutschen Sprache (vgl. Kap. 4) und andererseits einer ausführlichen Darstellung des Tempussystems der neugriechischen Sprache (vgl. Kap. 5) ausgehend, soll der Fokus der darauf durchgeführten Analysen (Analyse der Lernersprache vgl. Kap. 7 und kulturkontrastive Analyse vgl. Kap. 8) auf den m.E. bestehenden Hauptunterschied zwischen dem Tempussystem des Deutschen und Neugriechischen gerichtet werden, nämlich den Aspekt. Die Untersuchung dieses Phänomens soll allerdings – wie oben gesagt – nicht nur in der Sprachpraxis anhand ← 14 | 15 → von Korpora (vgl. Kap. 7), sondern auch, die engen Grenzen der Sprache verlassend, auf der Kulturebene erfolgen. Dadurch kann – über die Abweichungen bei der Zeitformenverwendung in Deutsch als Fremdsprache hinaus – nach seiner Erklärung auf einer tieferen, semantischen Ebene, der des Zeitmythos, geforscht werden (vgl. Kap. 8).

Die Hauptfragestellung, die am Anfang dieser Untersuchung gestellt und bei den zwei davor genannten Analysen verfolgt wird, lautet:

Kann in den deutschsprachigen Erzählungen der griechischen Lernenden ein aspektbezogener Zeitformengebrauch konstatiert werden, und wenn ja, welche kulturellen Ursachen verbergen sich dahinter?

Diese Frage wird hier zum ersten Mal aus der Sicht des Faches Deutsch als Fremdsprache mit Bezug auf das Sprachenpaar Deutsch - Neugriechisch gestellt und die Resultate können und sollten bei der Entwicklung einer kulturkontrastiven Grammatik im Sinne von Götze mitberücksichtigt werden. Eine solche Grammatik stellt einerseits bekannte Grammatikkategorien, wie z.B. solche des Nomens (Genus, Numerus, Kasus) und des Verbs (Person, Numerus, Modus, Tempus, Genus Verbi, Aspekt, Aktionsart) wie nötigenfalls neue Grammatikkategorien aus der Fremdsprachenperspektive dar, um die innere Form der L1 der Deutschlernenden zu beleuchten, und sucht andererseits Wege, die die innere Form der deutschen Sprache für die Lernenden kulturtransparent machen (vgl. Götze 2009a, 2011a). Vor allem die Temporalität und/oder die Aspektualität spiegeln das Bewusstsein für die Orientierung in der Zeit und somit den wichtigsten Teil der Kultur einer jeden Gesellschaft mit gemeinsamer Sprache, z.B. eines Volks, wider. Götze schreibt diesbezüglich:

Gerade aufgrund der Prägnanz des Zeitverständnisses für eine jede Kultur haben sich im Rahmen des kulturkontrastiven Ansatzes mehrere Forscher damit beschäftigt (Götze 2001c, 2004a, 2009, 2011b, Müller-Liu 2009a, 2009b, Ioveva 2014).

Struktur der Arbeit

Am Anfang der Dissertation soll der theoretische Rahmen der vorliegenden Arbeit präsentiert werden. Beginnend mit dem klassischen Werk der westlichen ← 15 | 16 → Sprachphilosophie Kratylos von Platon, in dem die Sprachrelativität zum ersten Mal systematisch thematisiert wurde, weiter mit der Sprachlehre von Wilhelm von Humboldt, der in erster Linie an der inneren Form der Sprachen und an den allgemeinen Prinzipien des Denkens interessiert war, über Karl Bühler, der das Organon-Model der Sprache entwickelte, bis zu Ernst Cassirer, der die allgemeinen Prinzipien für die Gestaltung der symbolischen Formen erforschte, um herauszufinden, wie Kultur entsteht, schließt sich hier ein erster Kreis der (kultur-)philosophischen sowie theoretischen Beschäftigung mit der Sprache als menschlichem Artefakt. Mit kritischem Blick auf das linguistische Relativitätsprinzip, das die Sprachrelativitätsdiskussion wieder aktivierte, aber bedauerlicherweise zum sprachlichen Determinismus führte, und unter Mitberücksichtigung neuerer Strömungen der kulturorientierten Sprachforschung mündet das erste Kapitel der Dissertation in den kulturkontrastiven Ansatz von Götze, der die Orientierung und Herangehensweise dieser Arbeit prägt (vgl. Kap. 2).

Aufgrund der weiter oben genannten Hauptfragestellung, die die Eingrenzung des Forschungsgegenstandes auf die deutschen Zeitformen erlaubt, erfolgt im nächsten Kapitel (vgl. Kap. 3) eine detaillierte Darstellung der aufgefundenen wissenschaftlichen Abhandlungen über den Tempusgebrauch in Deutsch als Fremdsprache mit Bezug auf griechische Lernende. Hier soll sich das Interesse besonders auf solche theoretischen sowie empirischen Arbeiten richten, deren Ergebnisse als relevant für die hier behandelte Thematik betrachtet werden. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob in der bisherigen Tempusforschung mit Bezug auf den Zeitformengebrauch griechischer Lernender in Deutsch als Fremdsprache der kulturelle Aspekt mitberücksichtigt wurde (vgl. Kap. 3).

Angesichts der Zielsetzung dieser Arbeit, sich mit dem Zeitformengebrauch in der Fremdsprache zu befassen, erweist sich in einem ersten Schritt die Behandlung der Zeitformendarstellung in den Grammatiken der deutschen Sprache als unabdingbar. Der Blick auf die Theorie des Zeitformengebrauchs anhand der Grammatiken bietet einerseits die grammatische Norm, nach der man sich als Forscher, Lehrer und Lerner richten sollte, und erlaubt andererseits eine kritische Auseinandersetzung mit wichtigen linguistischen Grammatiken und ihrer Art und Weise, Zeitformen zu präsentieren, vor allem aus der Sicht des kulturkontrastiven Ansatzes, nämlich mit Bezug auf die Beachtung der Kulturebene (vgl. Kap. 4). Im nächsten Kapitel erfolgt eine ausführliche Präsentation des Tempussystems auch im Neugriechischen. Dieses Kapitel vermittelt einen Einblick in die ,Ausgangslage‘ der griechischen Lernenden, so dass man deren mögliche Schwierigkeiten oder Abweichungen beim Gebrauch der Zeitformen im Deutschen als Fremdsprache besser nachvollziehen kann (vgl. Kap. 5). ← 16 | 17 →

An dieser Stelle erfolgt der Übergang zum empirischen Teil der Dissertation, der sich das Ziel setzt, den Zeitformengebrauch in der Praxis zu untersuchen. Dafür wurden zwei Korpora herangezogen, ein Spezialkorpus ,Deutsch als Fremdsprache‘ (DaF-Korpus) und ein Kontrollkorpus ,Deutsch als Muttersprache‘ (DE-Korpus). Beide Korpora sind im Rahmen der Institution ,Schule‘ erhoben worden. Konkreter wurde für die hier durchgeführte Studie die letzte Jahrgangsstufe der Oberstufe II im Ludwigsgymnasium Saarbrücken und an der Deutschen Schule Athen mitberücksichtigt. Aufgrund der aus praktischen Gründen getroffenen Entscheidung, bei der Datenerhebung mit einer narrativen Textsorte, nämlich der schriftlichen autobiographischen Erzählung, zu arbeiten (vgl. Kap. 6.2.i), richtete sich der Fokus der Arbeit auf die Vergangenheitstempora ,Präteritum‘ und ,Perfekt‘ (vgl. Kap. 6.6). Weiterhin wurde die Homogenität der Sprachprofile für das DE- und das DaF-Korpus über die Auswertung eines Fragebogens erreicht, den die Lernenden während der Datenerhebung ausfüllten. Darüber hinaus wurden hier auch die Erzählungen in ihrer Textqualität überprüft. Dafür wurden hauptsächlich die thematischen Grundkategorien (Situierung, Repräsentation, Resümee) der Erzählungen nach Brinkers narrativer Themenentfaltung kontrolliert (vgl. Brinker/ Ausborn-Brinker 2010: 62), so dass nur ,gültige‘ Exemplare für die Analysen eingesetzt wurden. Das Ende des Kapitels 6 bietet einen Überblick über die Homogenität und die Gültigkeit der Korpora (vgl. Kap. 6.6).

Biographische Angaben

Eirini Monsela (Autor:in)

Eirini Monsela studierte Germanistik auf Lehramt an der Aristoteles Universität Thessaloniki und spezialisierte sich auf Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes. Sie arbeitet als Gymnasiallehrerin für Deutsch als Fremdsprache in Griechenland. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Tempusforschung und Fremdsprachendidaktik sowie kulturorientierte Sprachforschung.

Zurück

Titel: Kulturspezifischer Tempusgebrauch in der Fremdsprache Deutsch am Beispiel griechischer Lernender