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Sprachgeschichte und Sprachwandel im Slavischen

Festschrift für Jadranka Gvozdanović

von Alexander Bierich (Band-Herausgeber:in) Thomas Bruns (Band-Herausgeber:in)
Andere 532 Seiten

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Verzeichnis der Schriften von Jadranka Gvozdanovi
  • Ирина Абисогомян (Tartu): Из истории формирования лингвоцентрической идеологии чешско-го национального возрождения и становления чешского языка в этот период (К вопросу о достоверности источников)
  • Dorota Biadala (Heidelberg): Der polnische Terminus ‘manipulacja’ im Sprachwandel – sprachliche Manipulation im Polnischen
  • Alexander Bierich (Trier): Substandard in der russischen Gegenwartslyrik (Aspekte der Erfor-schung)
  • Thomas Bruns (Trier): Vom Staatszerfall zur Staatengründung - vom Sprachzerfall zur Spra-chengründung? Südslavien und seine Sprachen seit den 1990er Jahren
  • Михаил Хмелевский (Санкт-Петербург): Об истории развития наречий-интенсификаторов в славянских языках
  • Александр Дуличенко (Тарту): И. А. Бодуэн де Куртенэ и вопросы становления лингвистической Географии
  • Željka Fink (Zagreb): O apelativizaciji vlastitih imena u svjetlu pravopisnih pravila hrvatskoga jezika
  • Михаил Грачев (Нижний Новгород): Мифологемы в лингвистических жанрах криминальной субкуль-туры: диахронический аспект
  • Helmut Keipert (Bonn): Eine Hanka-übersetzung von 1833 zwischen russischem Original (1830)und kajkavischer Reprise (1835)
  • Мирослава Малоха (Кельце): Зерновые культуры: семиотический статус и фразеология славянских и немецкого языков
  • Petr Mareš (Prag): Zwischen Standard- und Umgangssprache. Der Sprachwandel in der mo-dernen (und postmodernen) tschechischen Literatur
  • Swetlana Mengel (Halle): Derivation als Spezifikum der Wortbildung im Slawischen. Versuch einer Erklärung aus sprachhistorischer Sicht
  • Валерий Мокиенко (Санкт-Петербург): О соотношении индивидуально-авторского и общеевропейского в русской фразеологии (переменить кожу)
  • Anna Morpurgо (Siena): Ещё раз о метафоре малиновый звон
  • Ирина Наумова (Харьков): О влиянии английского языка на развитие русской фразеологии19 века
  • Татьяна Никитина / Елена Рогалёва (Псков): История языка и языковые изменения в детском фразеологическом словаре
  • Сергей Николаев (Санкт-Петербург): «До чего мы дожили, о россияне?» (от Феофана Прокоповича до Ва-силия Шульгина)
  • Борис Норман (Минск): О тенденциях развития грамматики русского языка на современ-ном этапе
  • Ulrich Obst (Köln): „Leteti / odleteti u luft”: Deutsche Einflüsse in der Phraseologie des Kroatischen und Serbischen
  • Fred Otten (Berlin): Zur Etablierung des Verbalsuffixes - irova- im Russischen
  • Анатолий Поликарпов (Москва): Закономерности знакового метаболизма в языке: универсальные, типологические и локально-смысловые факторы направленной изменчивости и сменяемости знаков
  • Aleš Půda (Heidelberg): Reflexivität und Deagentivum in der tschechischen grammatischen Tra-dition (1533-1819)
  • Svetlana Ressel / Gerhard Ressel (Heidelberg / Trier): Koreni savremene srpske kulinarske terminologije – kulturološki i lingvistički aspekti
  • Katrin Schlund (Heidelberg): Zur Grammatikalisierung von imetʼ und der Entstehung von russischen unpersönlichen Konstruktionen des Typs vetrom sorvalo kryšu
  • Светлана Шулежкова (Магнитогорск): Формулы христианского речевого этикета в современных восточно-славянских языках
  • Ludmila Stěpanova (Olomouc): Biblické frazémy v lexikálně-gramatickém systému současné ruštiny
  • Ирина Третьякова (Кострома): За пределами прокрустова ложа (об интенсификации значения окказиональных вариантов фразеологизмов)
  • Татьяна Володина (Минск): К семантическому портрету немого в славянских языках
  • Helmut Weinberger (Innsbruck): Kroatische/Serbische Phraseme im Kontext
  • Monika Wingender (Gießen): Dichter-, Literatur- und Standardsprache. Weiteres zur Vielfalt der Begrifflichkeit und Terminologie in der slavischen Standardologie
  • Елена Зиновьева (Санкт-Петербург): Семантический портрет глагола жить в обиходном русском языке Московской Руси XVI-XVII вв.
  • Rumjana Zlatanova (Heidelberg): Zum slavischen hagiographischen Repertoire

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Vorwort

Mit dem vorliegenden Band möchten Freunde, Kollegen und Schüler Prof. Dr. Jadranka Gvozdanović, der langjährigen Inhaberin des Lehrstuhls für Slavische Philologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Heidelberg, ihre menschliche wie fachliche Wertschätzung ausdrücken und für die stets angenehme Zusammenarbeit und ihren unermüdlichen Einsatz in Forschung und Lehre herzlich danken.

Jadranka Gvozdanović studierte von 1965 bis 1966 an der Universität Zagreb Slavistik und Anglistik, von 1966 bis 1970 Slavistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Universität Amsterdam. 1979 erfolgte ihre Promotion in Slavistik und experimenteller Phonetik an derselben Universität (in den Niederlanden qualifizierend für die Venia Legendi) mit einer Dissertation zum Thema „Tone and Accent in Standard Serbo-Croatian”, die 1980 im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien erschien. Von 1970 bis 1997 war sie in unterschiedlichen Funktionen an der Universität Amsterdam wissenschaftlich tätig. Im Sommersemester 1973 absolvierte Jadranka Gvozdanović einen Aufenthalt als Visiting Assistent Professor for Slavic and General Linguistics am Department of Slavic and Oriental Languages and Literatures des Boston College (USA) und 1983-84 als Humboldt-Stipendiatin am Institut für Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft der Universität Kiel. 1997 wurde sie zur C3-Professorin für Slavische Philologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Mannheim ernannt. 2003 folgte sie dem Ruf auf den Lehrstuhl für Slavische Philologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Heidelberg, den sie bis zu ihrer Emeritierung 2018 innehatte. Zurzeit ist Jadranka Gvozdanović als Seniorprofessorin an der Universität Heidelberg tätig.

Das wissenschaftliche Schaffen von Jadranka Gvozdanović ist außerordentlich umfangreich: es umfasst drei Monographien, drei von ihr und zwei mit anderen Wissenschaftlern herausgegebene Sammelbände und zahlreiche Aufsätze. Sie publizierte in allen Kernbereichen der Linguistik: Phonetik/Phonologie/Akzentologie, Morphologie, Syntax und Semantik/Lexikologie. Dem erstgenannten Bereich entstammt ihre Monographie zum Tonakzent im Serbokroatischen (1980), in der sie eine grundlegende phonetisch-phonologische Analyse des Serbokroatischen vorlegt. Mit statistischen Arbeitsmethoden beweist sie eindrucksvoll, dass der Grundfrequenzwechsel ein determinierendes akustisches Korrelat des Akzentes ist und dass sich der Akzent im Serbokroatischen vom Ton her voraussagen lässt. Phonetik und Phonologie sowie Akzentologie bilden ein zentrales Arbeitsgebiet von Jadranka Gvozdanović. So widmet sich eine beachtliche Anzahl von einschlägigen Arbeiten den phonetisch-phonologischen Problemen der älteren Sprachstufen des Serbokroatischen, des Slovenischen sowie einer kontrastiven Gegenüberstellung der phonologischen Systeme im slavischen Sprachraum.

Die zweite Monographie „Language System and Its Change. On Theory and ←11 | 12→Testability” (1985) eröffnet ein weiteres wesentliches Arbeitsgebiet von Jadranka Gvozdanović. Unter Fokussierung auf den Begriff und Sachverhalt der ʻVariationʼ geht die Arbeit zunächst auf die phonologische Variation ein und dehnt diese danach über die Phonologie hinaus auf die Bereiche der Grammatik und Lexikologie aus. Davon ausgehend greift die Untersuchung auf den grammatikalischen und lexikalischen Wandel über und berücksichtigt dabei nicht nur die slavischen, sondern auch andere indogermanische und nicht-indogermanische Sprachen (wie z.B. die Kitani-Gruppe der tibeto-burmanischen Sprachen).

Die von Jadranka Gvozdanović herausgegebenen Sammelbände „Indo-European Numerals” (1992) und „Numeral Types and Changes Worldwide” (1999) kündigen ihr nächstes Arbeitsgebiet an, nämlich: innerslavisch vergleichende und zugleich typologische Morphosyntax der Numeralia im Slavischen. Ihre grundlegenden Aufsätze in beiden Sammelbänden zeichnen ein überzeugendes System der slavischen Numeralia unter Berücksichtigung typologischer Gesichtspunkte.

In mehreren weiteren Publikationen beschäftigt sich Jadranka Gvozdanović mit dem russischen Tempus (1991), mit der Sprachkultur in Kroatien (2002), mit der Graduierung im Slavischen (2002), mit dem Synthetismus und Analytismus im Slavischen (2010), mit dem slavischen Aspekt (2013) u.a. Alle ihre Arbeiten zeichnen sich durch Gründlichkeit, Kreativität und Innovativität aus, dementsprechend sind die Schwerpunkte ihrer sprachwissenschaftlichen Forschung sowohl methodisch als auch sprachlich breit gestreut. Zu den in verschiedenen Publikationen untersuchungsmäßig berücksichtigten slavischen Sprachen gehören Russisch, Serbisch, Kroatisch, Bosnisch, Montenegrinisch, Slovenisch, Bulgarisch, aber auch Polnisch, Tschechisch, Slovakisch und Sorbisch. Bemerkenswert ist auch die Anzahl der Sprachen, in denen sie publizierte: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Russisch, Kroatisch und Slovenisch.

Ihre letzte Monographie „Celtic and Slavic and the Great Migrations. Reconstructing Linguistic Prehistory” (2009) widmete sie den Beziehungen zwischen dem slavischen und dem keltischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. Für diese Veröffentlichung wurde Jadranka Gvozdanovic als erste Autorin aus Deutschland von der American Association of Teachers of Slavic and East European Languages (AATSEEL) mit einem Preis ausgezeichnet. In ihrer Laudatio würdigte die Amerikanische Vereinigung der Lehrer für Slavische und Osteuropäische Sprachen das Buch von Jadranka Gvozdanović als „wertvollen und anregenden Beitrag zur Vorgeschichte der slavischen Sprachen”. Im Mai 2018 wurde sie für ihre wissenschaftlichen Verdienste im Bereich der südslavischen Sprachen zum korrespondierenden Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Hrvatska Akademija Znanosti i Umjetnosti, abgekürzt HAZU) gewählt.

Neben ihrer regen und produktiven Tätigkeit als Wissenschaftlerin und akademischen Lehrerin engagierte sich Jadranka Gvozdanović wiederholt in der akademischen ←12 | 13→Selbstverwaltung. In den Jahren 2000-03 war sie Dekanin der Philoso-phischen Fakultät der Universität Mannheim, 2008-10 Prodekanin der Neuphilo-logischen Fakultät der Universität Heidelberg, 2005-18 Gleichstellungsbeauf- tragte der Universität Heidelberg.

Mit der vorliegenden Festschrift wird Prof. Dr. Jadranka Gvozdanović für ihren unermüdlichen Einsatz in Forschung und Lehre der Slavistik geehrt. Die Beiträge der Festschrift wollen die Autoren und Herausgeber nicht nur als Zeichen menschlicher wie fachlicher Wertschätzung der Jubilarin verstehen, sondern auch des Dankes für die langjährige freundschaftliche und kollegiale Zusammenarbeit auf den mannigfaltigsten Gebieten der slavistischen Wissenschaft.

Den Herausgebern ist es schließlich ein Anliegen, allen Autoren für ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an dieser Festschrift herzlich zu danken. Unser herzlicher Dank gilt außerdem Frau Katharina Kraus für die tatkräftige Unterstützung bei der Fertigstellung des Manuskripts, sowie dem Peter Lang Verlag in Person von Herrn Dr. Benjamin Kloss für die wie immer reibungslos verlaufende Veröffentlichung des Bandes in der Reihe „Trierer Studien zur Slavistik”.

Trier, im August 2019

Alexander Bierich, Thomas Bruns←13 | 14→

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Schriftenverzeichnis von Jadranka Gvozdanović

Bücher

1980

Tone and Accent in Standard Serbo-Croatian (with a Synopsis of Serbo-Croatian Phonology). Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften (164 S.).

1985

Language System and its Change (on Theory and Testability). Berlin/New York/Amsterdam: Mouton de Gruyter, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 30 (221S.).

1991

Gvozdanović, J. – Th. Janssen (eds.), The Function of Tense in Texts. Amsterdam/Oxford/New York/Tokyo: North Holland (291 S.).

1992

Gvozdanović, J. (ed.), Indo-European Numerals. Berlin/New York: Mouton de Gruyter, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 57 (943 S.).

1997

Language Change and Functional Explanations (ed.). Berlin/New York: Mouton deGruyter, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 98 (307 S.).

1999

Gvozdanović, J. (ed.), Numeral Types and Changes Worldwide. Berlin/New York:Mouton de Gruyter, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 118 (281 S.).

2009

Celtic and Slavic and the Great Migrations; Reconstructing linguistic history. Heidelberg: Universitätsverlag Winter (244 S.).

2014

Árokay, Judit – Jadranka Gvozdanović – Darja Miyajima (eds.) Divided languages?Diglossia, Translation and the Rise of Modernity in Japan, China and the Slavic World. Berlin: Springer. (Gvozdanović, Jadranka 2014 “Understanding the essence of diglossiaˮ, 3-20).

2015

Gvozdanović, Jadranka – Pavao Knezović – Marinko Šišak (red.) Jezik Hrvata u Bosni od Divkovića do danas. Zagreb: Hrvatski studiji.

Aufsätze

1973

“Akcenatski znakovi u prvom Bržzinskom spomeniku”, Zbornik za filologiju i lingvistiku (Novi Sad) 16/2, 23-30.

1973

“Development of the prosodic system of Serbo-Croatian”, in: Holk, A. van (ed.),Dutch Contributions to the 7th International Congress of Slavists, 95-106. The Hague/Paris: Mouton.

1976

“Accentuation of the First Freising Fragmentˮ, in: Schmalstieg, W.R., An Introduction to Old Church Slavic, P. 188. Columbus: Slavica Publishers.

1977

“Tonal accents in Scandinavian and Slavic languages”, in: Dressler, W.U. – O.E. Pfeiffer (eds.), Phonologica 1976, 195-199.

1978

“Analysis of tone in languages with distinctive tonal accents”, in: Dressler, W.U. – W.Meid (eds.), Proceedings of the 12th International Congress of Linguists. Innsbruck:←15 | 16→Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft, 770-774. Innsbruck: Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft.

1979

“On the relation between phonetics and phonology”, in: Cohen, A. et al. (eds.), Studia gratulatoria dedicated to Hendrik Mol, 160-169. Amsterdam: Instituut voor Fonetische Wetenschappen.

1979

“Descriptive and explanatory adequacy and coexisting language analyses”, Sciences of Language 7 (Tokyo), 181-192.

1980

Dik, Simon – Jadranka Gvozdanović, “Subject and Object in Serbo-Croatianˮ, in:Hoekstra, T. et al. (eds.), Perspectives on Functional Grammar, 21-39. Dordrecht: Foris.

1980

“Phenomena connected with [r] in Serbo-Croatian and how to explain them”, in: Amsenga, B. et al. (eds.), Voz’mi na radost’ (To Honour Jeanne van der Eng), 397-400. Amsterdam: Slavisch Seminarium.

1980

“Features, markedness and the role of empirical data in phonological annalysis”, Studies in Slavic and General Linguistics 1 (Amsterdam), 125-160.

1980

„Fonoloska analiza ijekavske izgovorne norme u standardnom srpskohrvatskom jeziku”, Naucni sastanak slavista u Vukove dane (Beograd) 10/1, 147-160.

1981

“On explaining sound change in terms of the system that gives rise to it”, in: Dressler,W.U. et al. (eds.), Phonologica 1980. Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft (Innsbruck), 179-185.

1981

“Word order and displacement in Serbo-Croatian”, in: Bolkestein, A.M. et al. (eds.),Predication and Expression in Functional Grammar, 125-141. London/New York: The Academic Press.

1982

“Development of tones in languages with distinctive tonal accents”, in: Maher, J.P. et al. (eds.), Papers from the 3rd International Conference on Historical Linguistics, Current Issues in Linguistic Theory 13, 39-49. Amsterdam: Benjamins Publ. Comp.

1982

“On establishing restrictions imposed on sound change”, in: Ahlqvist, A. (ed.), Papers from the 3th International Conference on Historical Linguistics, Current Issues in Linguistic Theory 21, 89-97. Amsterdam: Benjamins Publ. Comp.

1982

“In hoeverre kann de autosegmentele fonologie de segmentele vervangen?”, Glot (Dordrecht) 5/3, 311-320.

1983

“On the relation between segmental and prosodic annalysis”, Folia Linguistica (Berlin) 17/1-2, 25-49.

1983

“Typological characteristics of Slavic and non-Slavic languages with distinctive tonal accents”, in: Holk, A. van (ed.), Dutch Contributions to the 9th International Congress of Slavists, Studies in Slavic and general Linguistics 3 (Amsterdam), 53-108.

1983

“Distinctive feature constraints on speech arrors”, in: Broecke, M.P.R. van den et al. (eds.), Sound and System (Studies presented to Antonie Cohen), 129-140. Dordrecht: Foris.

←16 | 17→1983

“Patterning of distinctive features in relation to variability”, in: Hattori, Sh. – K. Inoue (eds.), Proceedings of the 13th International Congress of Linguists, 611-617. Tokyo: Gakushuin University.

1984

„Kada odstupamo od gramatičkog roda i broja?”, Naučni sastanak slavista u Vukove dane 13 (Beograd), 213-220.

1985

“Theories of sound change fail if they try to explain too much”, in: Fisiak, J. (ed.), Papers from the 6th International Conference on Historical Linguistics, Current Issues in Linguistic Theory 34, 183-197. Amsterdam: Benjamins Publ. Comp.

1985

„Standardni jezik i pitanje fonoloske strukture kodova u jezicnoj komunikaciji”, Zbornik Matice Srpske za filologiju i lingvistiku (Novi Sad) 27-28, 173-181.

1985

“Numerals in Rai languages of East Nepal: their variation and change”, Arbeitsberichte aus dem Seminar für Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft 8, Christian-Albrechts-Universität Kiel, 53-62.

1985

“Markedness and ordering on various levels”, in: Pieper, U. – G. Stickel (eds.), Studia Linguistica Diachronica et Synchronica, 285-302. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1985

“Phonological domains”, in: Andersen, H. (ed.), Sandhi Phenomena in the Languages of Europe, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 33, 27-54. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1986

“On the passive past participle: ist meaning and use in the Middle Russian First Chronicle of Novgorod”, Studies in Slavic and general Linguistics (Amsterdam) 8, 133-144.

1986

“Subject and object in Serbo-Croatian and evidence for linguistic theories”, Filologija (Zagreb) 14, 97-108.

1987

„Variatie en norm in het Servokroatisch”, in: Rooij, J. de (ed.), Variatie en Norm in de Standaardtaal, 71-84. Amsterdam: P.J. Meertens-Instituut voor Dialektologie, Volkskunde en Naamkunde van de Koninklijke Nederlandse Academie van wetenschappen.

1987

“Remarks on the development of Resian vowels”, Slovene Studies (Alberta, Canada) 9/ 1-2, 111-114.

1988

“Review: Ilse Lehiste – Pavle Ivić: Word and Sentence Prosody in Serbocroatian. Cambridge, MA: MIT Press, 1986, xiii + 329 pp.ˮ, Lingua (Amsterdam) 75, 363-383.

1989

„O akcentu i vokalskom kvalitetu u Brižinskim spomenicima”, Slavisticna revija (Ljubljana) 37/ 1-3, 39-49.

1989

“Defining markednessˮ, in: Mišeska-Tomić, O. (ed.), Markedness in Synchrony and Diachrony, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 39, 47-66. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1989

“How synchrony of a language reveals ist diachrony”, Folia Linguistics Historica (Berlin) VIII/ 1-2, 421-445.

←17 | 18→1990

“Predicate formation in Bantawa”, in: Hannay, M. – E. Vester (eds.), Working with Functional Grammar: Descriptive and Computational Applications, 41-49. Dordrecht: Foris.

1991

“Syncretism and the paradigmatic patterning of grammatical meaning”, in: Plank, F. (ed.), Paradigms: The Economy of Inflection, Empirical Approaches to Language Typology 9, 133-160. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1991

“Meaning and interpretation of tense”, in: Gvozdanović, J. – Th. Janssen (eds.), The Function of Tense in Texts, 125-141. Amsterdam/Oxford/New York/Tokyo: North Holland.

1992

“Remarks on numeral systemsˮ, in: Gvozdanovic, J. (ed.), Indo-European Numerals, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 57, 1-10. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1992

Rezension: „Roland Marti, Probleme europäischer Kleinsprachen: Sorbisch und Bündnerromanisch. München: Otto Sagner, Vorträge und Abhandlungen zur Slavistik 18, 1990. 93 S.”, Language Problems and Language Planning (Amsterdam) 16/3, 284-288.

1992

“The verbal prefixes po- and pro- in Russian: their meanings and usesˮ, Studies in Slavic and General Linguistics (Amsterdam) 17, 111-123.

1992

„Miklošič v krogu jezikoslovcev svojega časa”, in: Toporišič, J. (ed.), Mikloščcev zbornik, 297-302. Ljubljana: Slovenska Akademija znanosti in umetnosti.

1993

“Serbo-Croatianˮ, in: Extra, G. – L. Verhoeven (eds), Ethnic Community Languages in the Netherlands (European Studies on Multilingualism 3), 175-192. Amsterdam: Swets & Zeitlinger.

1993

“Language change: complex in its sources and directions, yet simple in systematicityˮ, in: Marle, J. van (ed.), Historical Linguistics 1991, Papers from the 10th International Conference on Historical Linguistics, 135-152. Amsterdam: John Benjamins Publ. Comp.

1993

“The tense system of Russianˮ, in: Thieroff, R. – J. Ballweg (eds.), Tense Systems in European Languages, Linguistische Arbeiten 308, 191-200. Tübingen: Max Niemeyer Verlag.

1994

“Russian verbal prefixes and mere “resultative completionˮ of the verbal event”, in: Dutch Contributions to the 11th International Congress of Slavists (Linguistics), Studies in Slavic and General Linguistics (Amsterdam) 22, 141-154.

1994

„Germaanse en Slavische talen verschillen in hun orientatiepuntenˮ, in: Boogaart, R. – J. Noordegraaf (red.), Nauwe betrekkingen, voor Theo Janssen bij zijn vijftigste verjaardag, 89-97. Amsterdam: Stichting Neerlandistiek VU. Münster: Nodus Publikationen.

1994

„Ramovš in jezikoslovne vede dvajsetega stoletja”, Slavistična revija (Ljubljana) 42, 2-3, 139-146.

1995

“Parameters underlying the organization of medieval Russian texts”, in: Andersen, H. (ed.), Historical Linguistics 1993, 177-190. Amsterdam: John Benjamins Publ. Comp.

←18 | 19→1995

“Remarks on sign-oriented approaches to language analysis”, in: Contini-Morava E. – B. Sussman Goldberg (eds.), Meaning as Explanation, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 84, 169-174. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1995

“Tense systems in western South-Slavic”, in: Thieroff, R. (ed.), Tense Systems in European Languages II, Linguistische Arbeiten 308, 181-194. Tübingen: Max Niemeyer Verlag.

1996

„Ločila v Brižinskih spomenikih”, in: Kos, M. (ed.), Brižinski spomeniki, 203-212. Ljubljana: SAZU.

1996

“Reported speech in South Slavic”, in: Th. A. J. M. Janssen – W. van der Wurff (eds.), Reported Speech in Various Languages, 57-71. Amsterdam: John Benjamins Publ. Comp.

1997

“Typology and evaluation of linguistic reconstruction”, in: Fisiak, J. (ed.), Linguistic Reconstruction and Typology, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 96,103-122. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1997

“How languages living apart together may innovate their systems (as illustrated by to in Russian)ˮ, in: Hickey, R. – S. Puppel (eds.), Language Theory and Linguistic Modelling, 1069-1081. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1997

“Tracing the origin of a changeˮ, in: Gvozdanović, J. (ed.), Language Change and Functional Explanations, Trends in Linguistics 98, 71-87. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1998

„Vidovye parametry i vzaimootnošenija meždu tipologijami vida i vremeni v slavjanskich jazykach”, in: M. Ju. Čertkova (ed.), Tipologija vida (problemy, poiski, rešenija), 115-124. Moskva: Škola „Jazyki russkoj kulʼturyˮ.

1999

“Types of numeral systems”, in: Gvozdanović, J. (ed.), Numeral Types and ChangesWorldwide, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 118, 95-111. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1999

“Some remarks on numeral morphosyntax in Slavicˮ, in: Gvozdanovic, J. (ed.), Numeral Types and Changes Worldwide, Trends in Linguistics, Studies and Monographs 118, 187-196. Berlin/New York: Mouton de Gruyter.

1999

“South Slavic prosodyˮ, in: Hulst, H. van der (ed.), Word Prosodic Systems in the Languages of Europe. Empirical Approaches to Language Typology 20-4, 839-876. Berlin/ New York: Mouton de Gruyter.

2000

„Modalität zwischen Sprachstruktur und Pragmatik in einem kommunikativ ausgerichteten Sprachmodell”, in: Breu, W. (Hrsg.) Slavistische Linguistik 1999, 113-132. München: Otto Sagner Verlag.

2000

“Parameters underlying punctuation in older Russian textsˮ, in: Herring, Susan C. etc. (eds.) Textual Parameters in Older Languages, 331-352. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins Publ. Comp.

2001

„Sprachvarietäten kreiert, normiert und neu reflektiert im Alltag”, Lehmann, Chr. (Hrsg.) Slavistische Linguistik 2002, 49-74. München: Otto Sagner Verlag.

←19 | 20→2001

„Vergleichen und Einordnen: Graduierung im Slavischen”, in: Jachnow, H. (Hrsg.) Quantität und Graduierung in den slavischen Sprachen, 559-573. Wiesbaden: Harrassowitz.

2002

„Kroatisch”, in: Janich, N. – A. Greule (Hrsg.), Sprachkulturen in Europa, 134-138. Tübingen: Gunter Narr Verlag.

2003

“Slovene in a typological perspective (inherent and contact-induced phenomena, especially with Celtic)”, Sprachtypologie und Universalienforschung (Berlin) 56, 252-265.

2003

„Quantifizierung in einer slavischen Typologie”, in: Freidhoff, G. – H. Kuße (Hrsg.) Slavistische Linguistik 2001, 93-112. München: Otto Sagner Verlag.

2003

„Variation und Norm: Institutionalisierung neuer Normierungen im Slavischen”, in: Berger, T. – K. Gutschmidt (Hrsg.) Funktionale Beschreibung slavischer Sprachen (Beiträge zum XIII. Internationalen Slavistenkongress in Ljubljana), 83-96. München: Otto Sagner Verlag.

2004

“Morphosyntactic transparency in Bantawaˮ, in: Saxena, Anju (ed.) Himalayan Languages, 341-347. Berlin: Mouton de Gruyter.

2004

„Vid na različnych urovnjach jazyka”, Trudy aspektologičeskogo seminara Filologičeskogo fakul’teta MGU im. M.V. Lomonosova, tom 4 (red. M.Ju. Čertkova), 77-88.

2005

“Remarks on less clear etymologies of the names of the months in Czech”, in: Nejedl, P. – Vajdlova, M. (eds.) Verba et historia, 95-104. Praha: Aklademia ved.

2006

„Identitätskonstruktion durch die Sprache; die Dimensionen des Kroatischen”, in: Bruns, Thomas – Stahl, Henrieke (Hrsg.) Sprache – Literatur – Kultur: Studien zur slavischen Philologie und Geistesgeschichte, 273-283. Frankfurt: P. Lang.

2006

„Quantifizierende Adverbien und Typologie des Aspekts: Zur Mehrdimensionalität tempotaler kategorien”, in: Breindl, Eva – Gunkel, Lutz – Strecker, Bruno (Hrsg.) Grammatische Kategorien, 319-338. Tübingen: Gunter Narr Verlag.

2006

“Numeralsˮ, Encyclopedia of Language and Linguistics 2nd edition, VIII, 736-739.

2006

„Quantifizierende Adverbien und Typologie des Aspekts: Zur Mehrdimensionalität temporaler Kategorien”, Breindl, Eva; Gunkel, Lutz; Strecker, Bruno (Hrsg.) Grammatische Untersuchungen, S. 319-335. Tübingen: Gunther Narr Verlag.

2007

„Hammov pojam sustava i varijanataˮ, Jembrih, Alojz (red.) Josip Hamm i njegovo djelo, S. 179-188. Zagreb 2007: Hrvatski studiji Sveucilista u Zagrebu.

2008

“Centum elements in Slavic revisitedˮ, K. Gutschmidt – S. Kempgen (Hrsg.),Deutsche Beiträge zum 14. Slavistenkongress (Ohrid 2008), 159-170. München: Sagner.

2010

„Melodischer Akzent” (Flexion), Kempgen, Sebastian, Peter Kosta, Tilman Berger, Karl Gutschmidt (Hrsg.) Die slavischen Sprachen/The Slavic Languages 1, 100-114, Berlin – New York: Walter de Gruyter.

←20 | 21→2010

„Synthetismus und Analytismus im Slavischen”, Kempgen, Sebastian, Peter Kosta, Tilman Berger, Karl Gutschmidt (Hrsg.) Die slavischen Sprachen/The Slavic Languages 1, 129-142, Berlin – New York: Walter de Gruyter.

2010

„Diskursi o rodnoj ravnopravnosti u jezikuˮ, Vera Vasic (ed.) Diskurs i diskursi, 225- 229. Novi Sad: Filozofski fakultet.

2010

„Jezik i kulturni identitet Hrvataˮ, Kroatologija 1, 39-57.

2012

“Perfective and Imperfective Aspect”, in: Binnick, R. (ed.) The Oxford Handbook of Tense and Aspect, 781-802. Oxford: Oxford University Press.

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2012

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“Number in Sorbian with special reference to the dualˮ, in STUF 65, 3, 280-295.

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Ирина Абисогомян (Тарту, Эстония)

Из истории формирования лингвоцентрической идеологии чешского национального возрождения и становления чешского языка в этот период (К вопросу о достоверности источников)

Известное высказывание А. Мицкевича о чехах как о «народе языковедов»1 весьма емко характеризует отправную точку всех преобразований эпохи чешского национального возрождения (далее НВ). Именно зарождающаяся в это время наука о языке, базировавшаяся на принципах аналогии и сравнительном методе при изучении языковых фактов, стала своеобразным форпостом для возникновения и проведения не только лингвистических, но и идеологических преобразований. А поскольку за языком закрепился статус основного атрибута нации, то вполне объяснимо, что «в дискуссиях о национальном языке принимали участие не только специалисты-филологи, а вся возрожденческая интеллигенция.

Что же способствовало возникновению в определенных слоях чешского общества идеи НВ, тесно связанной с процессом становления чешского литературного языка нового времени, и почему это произошло именно в последней трети XVIII в.?

Чтобы получить ответ на этот вопрос необходимо, в первую очередь, выяснить, каким образом воспринимали и трактовали те события (а зачастую и специально их создавали!) непосредственные их участники – чешские будители, поскольку именно они явились создателями идеи НВ, и именно они расставляли идеологические акценты в процессе формирования и строительства чешской культуры нового времени. В данной связи необходимо учитывать важную составляющую процесса чешского НВ – мифотворчество (а также параллельно возникаемое и, в определенной степени, типологически сопоставимое словотворчество в языке), сознательно вовлекаемое в реальные рамки исторической эволюции чешской нации. Достаточно вспомнить историю Краледворской и Зеленогорской рукописей2, в ←23 | 24→подлинности которых до сих пор убеждены некоторые исследователи3. Как остроумно заметил Я. Шимов: «Случилось так, что чехи во многом вынуждены были если не выдумывать, то по крайней мере додумывать собственную историю, а отчасти и собственную культуру <курсив Я. Шимова. – И. А.>» (Шимов 2005: 259).

Как уже было отмечено, общим местом многочисленных работ, посвященных эпохе НВ, является определение национального литературного языка как одного из важнейших атрибутов, символов нации, как фактора «национальной консолидации» (Журавлев 1998: 18). Это, несомненно, соответствует тому, как в общем трактовали идею возрождения сами будители. Хотя, как убедительно доказывают исследователи (на основе анализа различных текстов, написанных в эпоху НВ), было бы неправомерно утверждать, что данный подход изначально задумывался деятелями НВ как единственно возможный, верный и, что самое главное – реально выполнимый, а также, что в среде будителей не было разногласий на этой почве. Более того, поначалу, как отмечал А.С. Мыльников, «сколь-нибудь единой, разработанной концепции национально-просветительской мысли не существовало» (Мыльников 1982: 35). Так, например, чешский философ и математик Б. Больцано4 (немец по национальности) предлагал в период НВ совсем другую философскую основу патриотизма, базировавшуюся на общих моральных и государственных ценностях и не признававшую национального или территориально-этнического разделения (Гланц 2004: 234; см. также Бобраков-Тимошкин 2004: 210). Также в данной связи можно упомянуть о том, что Й. Добровский уже изначально весьма недоверчиво относился к будительским идеям о возможности обретения чешским языком статуса национального и полифункционального языка.

В данной связи неоспоримую ценность имеет труд В. Мацуры „Znamení zrodu. České obrození jako kulturní typ” (Macura 1983), где в духе идей Ю.М. Лотмана рассматривается феномен чешского НВ как корпус текстов, изучение которых необходимо проводить комплексно и взаимосвязано. По определению В. Мацуры, чешское НВ следует рассматривать как некую игру, как «радикальный интеллектуальный проект» (см.: Гланц 2004: 232), на осуществление которого его создатели особо и не рассчитывали. Многие←24 | 25→из высказываемых в период НВ идей поначалу не предполагали реального воплощения в жизнь и поэтому были столь смелы и безапелляционны. С этим же связано и активное включение в идеологию «игровых» элементов (в частности, в виде мистификаций и фальсификаций), которые, однако, на национально-патриотической волне стали восприниматься как совокупность реальных и имеющих неопровержимые доказательства исторических фактов.

Также одним из главных пунктов идеологической программы чешского НВ, который активно пропагандировался и со временем превратился в незыблемую истину, стала, по определению Т. Гланца, «эмансипационная борьба с немецкой культурой и установка на язык как основу культуры и национальной идентичности» (Гланц 2004: 235). При этом, еще раз подчеркну, в текстах самих деятелей чешского НВ (особенно в письмах5) нередко проявлялся скепсис по отношению к возможности «сформировать чешскую культуру и нацию на основе чешского языка в качестве самостоятельных, самодостаточных и суверенных единиц» (Гланц 2004: 233).

Также необходимо выяснить, какова же была реальная языковая ситуация в канун НВ и на разных его этапах, и как ее представляли деятели чешского НВ. Несомненно, процесс германизации оказал негативное влияние на развитие чешского языка. Однако было бы слишком категорично утверждать, что чешский язык находился в состоянии тяжелейшего кризиса или, более того, на грани исчезновения. Тем не менее именно этот тезис в той или иной мере пропагандировался чешскими будителями. Этот кризис они совершенно обоснованно связывали с рядом прежде всего экстралингвистических факторов: первоочередным стала потеря независимости чешским государством в 1620 г., а самыми печальными последствиями этого события – онемечивание чешской нации и постепенное уничтожение чешского языка, которое было остановлено в эпоху НВ. Однако, как, например, отмечает Г. Гладкова, «объективные исследования последнего времени <прежде всего имеется в виду работа: (Starý 1995).– И. А.> доказывают, что функциональные изменения чешского НЯ <национального языка. – И. А.

Zusammenfassung

Mit dem Sammelband wird Professor Dr. Jadranka Gvozdanović, die langjährige Inhaberin des Lehrstuhls für Slavische Philologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Heidelberg, für ihren unermüdlichen Einsatz in Forschung und Lehre der Slavistik geehrt. Die Beiträge der Festschrift spiegeln das breite Spektrum des Lehr- und Forschungsgebietes von Jadranka Gvozdanović wider, knüpfen jedoch an das von der Jubilarin besonders bevorzugte Thema «Sprachgeschichte und Sprachwandel im Slavischen» an. Die Festschrift wollen die Autoren und Herausgeber nicht nur als Zeichen menschlicher wie fachlicher Wertschätzung der Jubilarin verstehen, sondern auch des Dankes für die langjährige freundschaftliche und kollegiale Zusammenarbeit auf den mannigfaltigsten Gebieten der slavistischen Wissenschaft.

Details

Seiten
532
ISBN (PDF)
9783631804711
ISBN (ePUB)
9783631804728
ISBN (MOBI)
9783631804735
ISBN (Buch)
9783631804414
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (Februar)
Schlagworte
Historische Sprachwissenschaft Standard- und Umgangssprache Wortbildung Phraseologie Semantik
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2019., 532 S., 1 s/w Abb., 6 Tab.

Biographische Angaben

Alexander Bierich (Band-Herausgeber:in) Thomas Bruns (Band-Herausgeber:in)

Alexander Bierich ist Professor für Slavische Philologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Trier. Seine Promotion erfolgte 1987 an der Universität St. Petersburg, seine Habilitation 2003 an der Universität Mannheim. Thomas Bruns lehrt als apl. Professor slavische Sprachwissenschaft an der Universität Trier, wo auch seine Promotion und Habilitation erfolgten.

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Titel: Sprachgeschichte und Sprachwandel im Slavischen