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Lexikon der Textlinguistik mit Fokus auf den romanischen Sprachen

by Angela Ferrari (Volume editor) Zuzana Toth (Volume editor)
©2026 Others 142 Pages

Summary

Das Lexikon der Textlinguistik mit Fokus auf den romanischen Sprachen versammelt die zentralen Konzepte der Textlinguistik – der Disziplin, die erforscht, was eine Reihenfolge von Sätzen zu Texten macht. Es definiert die Begriffe, die die Textualität charakterisieren: von grundlegenden Konzepten wie Kohärenz und Kohäsion bis zu spezifischeren wie zum Beispiel Anapher und Konnektoren. Dank ihrer heuristischen, deskriptiven und explanatorischen Kraft haben sich die textlinguistischen Konzepte als unverzichtbare Analyseinstrumente in den Geistes- und Sozialwissenschaften etabliert. Sie eröffnen analytische Weite, indem sie die Sprache über die Satzgrenze hinaus betrachten, sowie analytische Tiefe, indem sie ihre funktionale Dimension einbeziehen. Dieser Band ist die überarbeitete und wesentlich erweiterte deutsche Fassung des 2024 in Rom erschienenen Dizionario di linguistica del testo a uso delle scienze umane. Das Werk öffnet den Blick über das Italienische hinaus und bezieht weitere romanische Sprachen ein, insbesondere Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

Table Of Contents

  • Abdeckung
  • Titelblatt
  • Copyright-Seite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Einleitung (zur italienischen Ausgabe)
  • Haupteinträge
  • Text
  • Kontext
  • Explizite und implizite Inhalte
  • Architektur des Textes
  • Kohärenz, Kohäsion, Textualität
  • Morphologie und Text
  • Syntax und Text
  • Lexik und Text
  • Interpunktion und Text
  • Prosodie und Text
  • Pragmatik und Textlinguistik
  • Rhetorik und Textlinguistik
  • Texttypen und Textsorten
  • Text und soziolinguistische Varietäten
  • Textualität aus kontrastiver Perspektive
  • Textualität aus diachroner Perspektive
  • Textualität aus didaktischer Perspektive
  • Weiterführende Einträge
  • Aktionsart
  • Aktiviert (kognitiv)
  • Anapher
  • Anaphorische Inkapsulation
  • Anaphorische Kette
  • Anaphorischer Ausdruck
  • Argumentativer Text
  • Äußerung
  • Deixis
  • Deskriptiver Text
  • Direkte Rede
  • Diskurs
  • Diskursmarker
  • Diskurstradition
  • Ellipse
  • Enunziativ-polyphone Ebene
  • Expositorischer Text
  • Fokus
  • Fokalisierende Strukturen
  • Freie direkte Rede
  • Freie indirekte Rede
  • Generierter Text
  • Hypertext
  • Hypotaktischer Stil und parataktischer Stil
  • Implikaturen
  • Indirekte Rede
  • Informationelle Einheit
  • Juxtaposition
  • Katapher
  • Konnektor
  • Koordination
  • Kotext
  • Logisch-argumentative Beziehungen
  • Logisch-argumentative Ebene
  • Meso-Einheit
  • Modalisierung der Illokution
  • Modalisierung des propositionalen Inhalts
  • Narrativer Text
  • Nominale Äußerung
  • Paratext
  • Parenthese
  • Präskriptiver Text
  • Präsupposition
  • Schriftliche und gesprochene Textualität
  • Sprechakt
  • Subordination
  • Tempusformen
  • Textqualität
  • Textreferent
  • Textuelle Hierarchien
  • Textuelle Kompetenz
  • Thematisch-referenzielle Ebene
  • Topik (Thema)
  • Topikalisierende Strukturen
  • Topikprogression
  • Verbalaspekt
  • Verbindliche und nicht-verbindliche Texte
  • Wiedergegebene Rede
  • Bibliographie

Vorwort

Der Band Lexikon der Textlinguistik mit Fokus auf den romanischen Sprachen ist eine wesentlich erweiterte Neuausgabe in deutscher Sprache des Dizionario di linguistica del testo a uso delle scienze umane, das 2024 in Rom erschienen ist. Die im Lexikon eingeführten Themen und Konzepte sind sprachübergreifend gültig, das heißt, sie eignen sich, die Charakteristika von Texten unabhängig von der Sprache, in der sie verfasst sind, zu erfassen. In der Neuausgabe wurde die Exemplifikation erweitert, so dass nun zusätzlich zum Italienischen auch Beispiele aus anderen romanischen Sprachen (hauptsächlich Französisch, Spanisch und Portugiesisch) verwendet werden, wobei dies nicht bedeutet, dass jedes Beispiel in vier Sprachversionen vorliegt, sondern dass sich die Sprachen, allein von der Logik der Variation geleitet, abwechseln. Das kommentierte Literaturverzeichnis am Ende des Bandes bevorzugt jedoch – ohne sich darauf zu beschränken – wissenschaftliche Arbeiten in italienischer Sprache, die das theoretische Modell von Textualität, das sowohl dem Dizionario als auch dem Lexikon zugrunde liegt, geprägt haben.

Das Lexikon versammelt die zentralen Konzepte der Textlinguistik, die darauf abzielt, jene Begriffe zu definieren und systematisch einzuordnen, mit deren Hilfe sich die allgemeine Eigenschaft der Textualität beschreiben lässt – insbesondere ihre grundlegenden Bestandteile, wie etwa Kohärenz und Kohäsion. Alle diese Konzepte ermöglichen es, die Spezifika von Texten zu erfassen, die sich entlang der Parameter Textsorte, Texttyp sowie soziolinguistischer und stilistischer Varietät manifestieren. Darüber hinaus bieten sie einen begrifflichen Zugang zu den lexikalischen, morphologischen, syntaktischen sowie interpunktorischen bzw. prosodischen Merkmalen konkreter Textproduktionen, wobei sie über eine rein formale, satzbezogene Sprachbetrachtung hinausgehen. Aufgrund ihrer heuristischen, deskriptiven und explanatorischen Kraft haben sich die in der Textlinguistik entwickelten Begriffe als Analyseinstrumente etabliert, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften fruchtbar – wenn nicht gar unverzichtbar – sind. Für die sprachbezogenen Fragestellungen dieser Disziplinen schaffen die Konzepte der Textlinguistik sowohl „Weite“ – durch die Analyse über die Satzgrenze hinaus – als auch „Tiefe“ – durch Analysen, die nicht auf formale Aspekte sprachlicher Kommunikation beschränkt bleiben, sondern deren funktionale Dimension einbeziehen.

Für eine genauere Erläuterung der theoretischen Perspektive, der Auswahl der Konzepte und ihrer Anordnung im Lexikon verweisen wir auf die ausführliche Einleitung zur italienischen Ausgabe, die im Folgenden in deutscher Übersetzung unter dem Titel Einleitung (zur italienischen Ausgabe) wiedergegeben wird. In diesem Vorwort möchten wir hingegen auf einige Aspekte aufmerksam machen, die speziell die deutsche Ausgabe des Dizionario betreffen. Zwar liegt der deutschen Fassung eine Übersetzung der italienischen Einträge zugrunde, doch wurden an verschiedenen Stellen inhaltliche und stilistische Anpassungen vorgenommen, die über eine einfache Übertragung hinausgehen. Selbstverständlich haben wir offensichtliche Fehler berichtigt, wo wir ihrer gewahr wurden; darüber hinaus haben wir uns erlaubt, einzelne Passagen neu zu formulieren – sei es, weil sie aus unserer Sicht eine vertiefte Ausarbeitung erforderten, sei es, weil wir sie stilistisch entschlacken wollten. Eigens hinzugefügt wurde der Eintrag Hypotaktischer Stil und parataktischer Stil: Auch wenn die Versuchung groß war, noch weitere Einträge aufzunehmen, haben wir davon Abstand genommen – im Bewusstsein der strengen Auswahlkriterien, die der Konzeption und Realisierung der italienischen Ausgabe des Lexikon zugrunde lagen.

Was die Übersetzungsarbeit im engeren Sinne betrifft, sind mindestens die folgenden Punkte zu beachten:

Details

Pages
142
Publication Year
2026
ISBN (PDF)
9783034364027
ISBN (ePUB)
9783034364034
ISBN (Hardcover)
9783034364010
DOI
10.3726/b23655
Language
German
Publication date
2026 (October)
Keywords
Romanistik Textlinguistik Kohärenz Kohäsion Anapher Katapher Konnektor Texttypen funktionelle Perspektive Textualität Varietätenlinguistik Pragmatik und Textlinguistik Syntax und Text Morphologie und Text Lexik und Text Interpunktion und Text
Published
Lausanne, Berlin, Bruxelles, Chennai, New York, Oxford, 2026. 142 S.
Product Safety
Peter Lang Group AG

Biographical notes

Angela Ferrari (Volume editor) Zuzana Toth (Volume editor)

Angela Ferrari ist Professorin für italienische Sprachwissenschaft an der Universität Basel und korrespondierendes Mitglied der Accademia della Crusca. Zuzana Toth hat eine Tenure-Track-Stelle für angewandte Linguistik an der Universität Bologna.

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