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Kindschafts- und Kindesunterhaltsrecht aus einem Guss

Ein Reformvorschlag für ein auf das Kindschaftsrecht abgestimmtes Kindesunterhaltsrecht für alle Betreuungsformen

von Kristin Grondinger (Autor:in)
©2026 Dissertation LXVIII, 174 Seiten

Zusammenfassung

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Familienstrukturen und -konstellationen in unserer Gesellschaft verändert. Traditionelle Vorstellungen von der Familie als Ehepaar mit leiblichen Kindern, bei der die Mutter schwerpunktmäßig die Kinderbetreuung und Hausarbeit übernimmt und der Vater überwiegend für den Barunterhalt aufkommt (sog. „Hausfrauenehen“), sind längst nicht mehr die alleinige Realität. Die aktuelle Gesetzeslage kennt allerdings nach wie vor nur das sogenannte Residenzmodell, sodass es erhebliche Unsicherheiten im Umgang mit anderen Betreuungsformen gibt, wie diese u.a. voneinander abzugrenzen sind und sich dies ferner auf die Unterhaltsberechnung auswirkt.
Das Werk setzt sich mit der Problematik auseinander und entwickelt einen eigenständigen Lösungsansatz für sämtliche Betreuungskonstellationen.

Inhaltsverzeichnis

  • Titelseite
  • Titel
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Danksagung
  • Abkürzungsverzeichnis
  • I. Einführung: Reformbedarf im Familienrecht
  • A. Politische Entwicklung
  • B. Aktuelle Streitthemen
  • C. Forschungsgegenstand
  • II. De lege lata: Die aktuelle Gesetzeslage zum Kindschafts- und Kindesunterhaltsrecht
  • A. Das Kindschaftsrecht
  • 1. Kindeswohl
  • 2. Elterliche Sorge (eS)
  • a. Exkurs: Historische Entwicklung
  • b. Sorgerechtsinhaber
  • aa. Verheiratete Eltern
  • bb. Unverheiratete Eltern
  • cc. Getrenntlebende Eltern
  • c. Inhalt
  • aa. Personensorge
  • bb. Vermögenssorge
  • cc. Gesetzliche Vertretung
  • d. Grenzen
  • aa. Grenzen der eS
  • bb. Ruhen
  • cc. Sorgerechtsentzug
  • e. Ende der eS
  • 3. Umgangsrecht
  • a. Umgangsberechtigte
  • aa. Eltern
  • bb. Andere Bezugspersonen
  • cc. Leiblicher, nicht rechtlicher Vater
  • b. Umsetzung
  • aa. Entscheidungsbefugnis
  • bb. Wohlverhaltensgebot
  • cc. Auskunftsanspruch
  • dd. „Kleines Sorgerecht“
  • c. Umgangsregelung
  • d. Umgangsbeschränkung
  • e. Umgangsausschluss
  • f. Sanktionen
  • B. Kindesunterhalt
  • 1. Unterhaltsverpflichtete
  • 2. Bedürftigkeit
  • a. Erwerbseinkommen
  • b. Kindergeld
  • c. Sonstige kinderbezogene Leistungen
  • d. Auskunftsanspruch
  • 3. Bedarf
  • a. Unterhaltsformen
  • b. Zahlbetrag
  • aa. Tabellenunterhalt
  • bb. Sonder- und Mehrbedarf
  • cc. Richterliche Überprüfung der Tabellenwerte
  • 4. Leistungsfähigkeit
  • a. Einkommen
  • b. Sozialleistungen
  • c. Erwerbsobliegenheit
  • d. Selbstbehalt
  • e. Mangelfallberechnung
  • f. Ersatzhaftung und Forderungsübergang
  • 5. Grenzen
  • a. Ende der Unterhaltspflicht
  • b. Wegfall der Verpflichtung
  • C. Zusammenfassung Kapitel 2
  • III. Das Wechselmodell: Die Betreuungsalternative für moderne Familien?
  • A. Entwicklung
  • B. Die Betreuungsmodelle
  • 1. Alleinbetreuung
  • 2. Geteilte Betreuung
  • a. Asymmetrisches Wechselmodell
  • b. Paritätisches Wechselmodell
  • c. Abgrenzungskriterien
  • C. Zusammenfassung Kapitel 3
  • IV. Status quo: Die inkonsistente Rechtspraxis im Zusammenhang mit der geteilten Betreuung
  • A. Grenzen zulässiger Gesetzesauslegung
  • B. Gemeinsames Sorgerecht des unverheirateten Vaters
  • C. Gerichtliche Anordnung des paritätischen Wechselmodells
  • 1. Verfassungsrechtliche Vereinbarkeit
  • 2. Dogmatische Einordnung
  • a. Sorgerechtliche Lösung
  • aa. Beurteilung
  • b. Umgangsrechtliche Lösung
  • aa. Beurteilung
  • 3. Zwischenfazit
  • D. Unterhaltsberechnung bei geteilter Betreuung
  • 1. Barunterhaltsermittlung beim paritätischen Wechselmodell
  • a. Bausch/Seiler/Gutdeutsch
  • b. BGH
  • c. Spangenberg
  • d. Bewertung
  • 2. Betreuungsbonus bei geteilter Betreuung
  • E. Vertretung des Kindes
  • F. Zusammenfassung Kapitel 4
  • V. Transformation: Ein kinderfreundliches Familienrecht am Puls der Zeit und mit Perspektive
  • A. Systematisierung des Familienrechts
  • 1. Kindschaftsrecht
  • a. Ausübung der elterlichen Sorge (Ausübungsrecht)
  • b. Wechselwirkung von Sorge- und Umgangsrecht
  • c. Gerichtliche Eingriffsbefugnisse
  • 2. Kindesunterhalt
  • 3. Kindeswohl
  • 4. Ergebnis
  • B. „Kindeswohl“ als Leitmodell
  • 1. Einblick in die Kindes- und Entwicklungspsychologie
  • 2. Die Berücksichtigung des Kindeswillens
  • 3. Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
  • 4. Kindergrundrecht
  • 5. Ergebnis
  • C. Gemeinsame Sorge qua Geburt (Statusrecht)
  • 1. Eingeschränkte Lösung (eheähnliche Verhältnisse)
  • a. Beurteilung:
  • 2. Große Lösung (ex lege)
  • 3. Ergebnis
  • D. Elternvereinbarung
  • 1. Regelungsinhalt
  • a. Exkurs: Die Sorgerechtsvereinbarung nach dem Eckpunktepapier
  • b. Empirische Erhebungen
  • aa. FAMOD
  • bb. Rechtsvergleichende Umschau
  • cc. Zwischenfazit
  • c. Entscheidungsparameter
  • aa.  Kindeswille
  • bb. Qualität der Eltern-Kind-Beziehung
  • cc.  Kindesalter
  • dd. Wohnortnähe
  • ee.  Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft
  • ff.  Kontinuität
  • gg.  Zwischenfazit
  • 2. Formale Anforderungen
  • a. Schriftform
  • b. Monatsfrist
  • 3. Gerichtliche Anordnung
  • a. Ausgangsentscheidung
  • b. Änderungsentscheidung
  • 4. Ergebnis
  • E. Umgangsrecht Dritter
  • F. Reform des Kindesunterhalts
  • 1. Das Eckpunktepapier des BMJ zur Reform des Kindesunterhalts
  • a. Anwendungsbereich
  • b. Rechenbeispiel
  • 2. Anmerkungen aus der Literatur
  • a. Seiler
  • b. Maaß
  • c. Obermann
  • d. Witt
  • 3. Bewertung und Stellungnahme
  • a. Streichung des § 1606 Abs. 3 S. 2 BGB
  • b. Unterhaltsvereinbarung
  • c. Richterliches Ermessen
  • aa. Kindesbedarf
  • bb. Kindergeld
  • cc.  Haftungsquote
  • dd. Ausgleichsanspruch
  • 4. Ergebnis
  • G. Zusammenfassung Kapitel 5
  • VI. Zusammenfassung der Kernthesen
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
  • • Eckpunkte zur Modernisierung des Unterhaltsrechts vom 24. August 2023
  • • Eckpunkte für eine Reform des Abstammungsrechts vom 16. Januar 2024
  • • Eckpunkte für eine Reform des Kindschaftsrechts vom 25. Januar 2024

Details

Seiten
LXVIII, 174
Erscheinungsjahr
2026
ISBN (PDF)
9783631948828
ISBN (ePUB)
9783631948835
ISBN (Paperback)
9783631948750
DOI
10.3726/b23547
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2026 (Juni)
Schlagworte
Kindeswohlforschung Rechtsvergleich Reform des Kindschaftsrecht und Kindesunterhaltsrecht Wechselmodell und moderne Betreuungsformen inkonsistente Rechtsprechung Kindesunterhalt Eckpunktepapier BMJ
Erschienen
Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. lxviii, 174 S., 40 s/w Abb., 1 Tab.
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Kristin Grondinger (Autor:in)

Kristin Grondinger absolvierte von 2016 bis 2022 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Mannheim sowie im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der University of Alicante (Spanien). Im Jahr 2019 wurde ihr der akademische Grad Bachelor of Laws (LL.B.) verliehen, 2022 legte sie die Erste Juristische Staatsprüfung ab. Anschließend promovierte sie im Familienrecht und schloss das Promotionsstudium im Sommer 2025 erfolgreich ab.

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