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Popularisierung und Popularität im 15. und 16. Jahrhundert: Transformationen der Wissenskultur zwischen Handschrift und Buchdruck, hrsg. von Christian Sebald und Hans Rudolf Velten. Beihefte zur Zeitschrift für Deutsche Philologie, 27. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2026, 374 S., 17 s/w Abb.

by Albrecht Classen (Author)
4 Pages
Open Access
Journal: Mediaevistik Volume 39 Issue 1 Publication Year 2026 pp. 489 - 492

Summary

In der Literaturgeschichte hat es schon immer das fundamentale Problem gegeben, dass man zwischen Qualität und Quantität nicht so recht unterscheiden vermochte. Im Mittelalter konnte man zwar davon ausgehen, dass nur die hochgeschätzen literarischen Werke auf Pergament aufgezeichnet wurden, aber nicht immer bedeutete dies auch, jedenfalls aus heutiger Sicht, dass diese dann demenentsprechend ein korrespondierendes Niveau erreicht hatten. Auf jeden Fall verschärfte sich die für uns heute ergebende Schwierigkeit, seitdem Johannes Gutenberg um 1450 den Buchdruck erfunden hatte. Der Buchmarkt entwickelte sich rasant, die Zahl von gedruckten Büchern stieg enorm an, und damit erschienen auch immer mehr Werke, deren Qualität nicht mehr unbedingt an diejenige früherer Epochen anschließen konnte. Allerdings sehen wir uns hierbei zugleich stark subjektiven Urteilen ausgesetzt, wie die lange Diskussion um die “Volksbücher”, die bereits im frühen 19. Jahrhundert eingesetzt hatte, gut illustriert, denn wir nennen diese Werke heute nur noch “Prosaromane” o.ä., aber damit haben wir jedenfalls terminologisch uns selbst etwas den Zugang zum Phänomen der massenhaften Verbreitung dieser Texte seit dem späten 15. Jahrhundert versperrt.

Details

Pages
4
DOI
10.3726/med.2026.01.142
Open Access
CC-BY
Publication date
2026 (August)
Product Safety
Peter Lang Group AG

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Title: Popularisierung und Popularität im 15. und 16. Jahrhundert: Transformationen der Wissenskultur zwischen Handschrift und Buchdruck, hrsg. von Christian Sebald und Hans Rudolf Velten. Beihefte zur Zeitschrift für Deutsche Philologie, 27. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2026, 374 S., 17 s/w Abb.