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Roman Tischer, Abwesende Hirten:Personengeschichtliche Studien zu kreuzfahrenden und pilgernden Geistlichen aus dem Reich (11.–12. Jahrhundert). Mittelalter-Forschungen, 72. Ostfildern: Jan Thorbecke, 2025, 431 S.

von Albrecht Classen (Autor:in)
2 Seiten
Open Access
Journal: Mediaevistik Band 39 Ausgabe 1 Erscheinungsjahr 2026 pp. 399 - 400

Zusammenfassung

Ein Kreuzzug im Mittelalter war ein sehr kostspieliges, oftmals auch sehr gefährliches Unterfangen, und dies nicht nur, weil die Teilnehmer leicht ihren Tod finden konnten (im Kampf, durch Krankheit, Schiffbruch, Hitzschlag etc.), sondern auch weil die Reise bzw. der Kampf gegen muslimische Heere eine lange Zeit in Anspruch nahm und enorme Geldsummen verschlang. Roman Tischler wendet nun in seiner für den Druck aufbereiteten Gießener Dissertation von 2023 den Blick hin zu den politischen Verhältnissen im deutschen Reich und untersucht in einer großangelegten prosopographischen Studie die Bedingungen und Gründe, die einzelne Bischöfe dazu motivierten, sich einem Kreuzzug anzuschließen. Ein abwesender Hirt, also Bischof, setzte sich dabei zu Hause vielen Gefahren aus, weswegen die Entscheidung, das Kreuz zu nehmen, sehr gut überlegt und klug kalkuliert werden musste, vor allem weil es darum ging, verlässliche Vertreter zu ernennen und sich gegenseitig politisch abzusichern. Während die frühen Kreuzzüge noch eine hohe Teilnahme von deutschen Bischöfen vergegenwärtigten, ließ das in der späteren Zeit dramatisch nach, und dann traten auch viel mehr italienische Bischöfe in den Kreuzheeren auf, was aber nicht mehr Tischers Untersuchungsobjekt ist.

Biographische Angaben

Albrecht Classen (Autor:in)

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Titel: Roman Tischer, Abwesende Hirten:Personengeschichtliche Studien zu kreuzfahrenden und pilgernden Geistlichen aus dem Reich (11.–12. Jahrhundert). Mittelalter-Forschungen, 72. Ostfildern: Jan Thorbecke, 2025, 431 S.