Isabell Väth, Gott im Minnesang. Studien zur historischen Poetik, 34. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter, 2025, 275 S.
4 Seiten
Open Access
Journal:
Mediaevistik
Band 39
Ausgabe 1
Erscheinungsjahr 2026
pp. 404 - 407
Zusammenfassung
Seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten schon hat sich die philologische Forschung darum bemüht, der Frage nachzugehen, inwieweit religiöse Elemente in der weltlichen oder höfischen Literatur und Dichtung zum Ausdruck kamen, mithin inwieweit insbesondere das Streben nach der Liebe auch die Suche nach Gott inkludierte; anders gesagt, wo Gott höchstpersönlich in höfischen Romanen oder Liebesgedichten zu erkennen sein mag. Wenn man jedoch bedenkt, wie stark natürlich im Mittelalter die gesamte Gesellschaft im Christentum verankert war, und dies sowohl theologisch als auch politisch, sozial als sogar ökonomisch, dann überrascht es keineswegs, dass sich das Theologische stets eng im Säkularen eingebunden wiederfindet. Natürlich ist dies oftmals nicht so offenkundig, aber religiöse Perspektiven lassen sich allenthalben entdecken, wenn man nur genauer hinschaut. In ihrer Tübinger Doktorarbeit von 2023, nun im Druck vorliegend, bemüht sich Isabell Väth beeindruckend darum, sich mit der bisherigen einschlägigen Forschung zu verbinden und darauf aufbauend besonders das Auftreten Gottes im Minnesang zu identifizieren.
Details
- Seiten
- 4
- DOI
- 10.3726/med.2026.01.97
- Erscheinungsdatum
- 2026 (August)
- Schlagworte
- isabell väth gott minnesang studien poetik heidelberg universitätsverlag winter
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