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Hybride Identitäten und erzählte Geschichte. Taiwan in Stephan Thomes Pflaumenregen (2021)

by Julius I-Tsun Wan (Author)
17 Pages
Open Access
Journal: literatur für leser:innen Volume 47 Issue 3 Publication Year 2024 pp. 249 - 265

Summary

Taiwan wird in internationalen und nationalen Diskursen häufig durch fremde Zuschreibungen fixiert oder zum Schweigen gebracht. Stephan Thomes Roman Pflaumenregen setzt diesem Schweigen eine literarische Gegenbewegung entgegen: Er rekonstruiert die taiwanische Geschichte vom japanischen Kolonialregime über die Geschichte der chinesischen Kolonisation bis in die Gegenwart – jedoch nicht als bloße Chronik, sondern als Erzählraum, in dem Sprechfähigkeit, Erinnerung und Identität neu verhandelt werden. Im Zentrum steht die Lebensgeschichte Umeko/Ching-meis, deren Weg vom „Plapperkind“ zur Sprachlosigkeit exemplarisch zeigt, wie Sprachregime und fremde Narrative Identität politisch formen. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass Pflaumenregen die Überlagerung kolonialer und nationaler Deutungsmuster sichtbar macht und zugleich einen literarischen Spielraum eröffnet, in dem hybride Identitäten jenseits binärer Zuordnungen (China/Japan) erzählbar werden.

Details

Pages
17
DOI
10.3726/lfl.2024.03.05
Open Access
CC-BY
Publication date
2026 (August)
Keywords
Pflaumenregen Taiwan Erinnerungspolitik Narration hybride Identität
Product Safety
Peter Lang Group AG

Biographical notes

Julius I-Tsun Wan (Author)

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Title: Hybride Identitäten und erzählte Geschichte. Taiwan in Stephan Thomes Pflaumenregen (2021)