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Das Marionettenprinzip bei Hugo Ball: Zum Komischen in Des Teufels Erdfahrt

von Lidiia Astapenko (Autor:in)
16 Seiten
Open Access
Journal: literatur für leser:innen Band 48 Ausgabe 1 Erscheinungsjahr 2025 pp. 45 - 60

Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht Hugo Balls frühes Puppenspiel Des Teufels Erdfahrt (um 1907) als komische Versdichtung an der Schnittstelle von Kasperlbühne, Gesellschaftssatire und experimenteller Sprachkomik. Das Komische wird auf pragmatisch-kommunikativer, thematisch-struktureller und sprachlich-stilistischer Ebene analysiert, wobei die Marionette als Prinzip der Distanzierung im Zentrum steht. Im Vergleich mit Christian Dietrich Grabbes Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung und Franz von Poccis Kasperl-Komödien zeigt sich, dass Ball volkstümliche, satirische und grotesk deformierende Elemente in ein versifiziertes Formsystem überführt. Damit lässt sich Des Teufels Erdfahrt als frühe Ausprägung einer komischen Poetik der Distanz lesen, in der Sprache selbst zum Spielmaterial wird und die späteren dadaistischen Experimente vorbereitet.

Details

Seiten
16
DOI
10.3726/lfl.2025.01.04
Open Access
CC-BY
Erscheinungsdatum
2026 (August)
Schlagworte
Komik Hugo Ball Puppentheater Marionette Dada
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Lidiia Astapenko (Autor:in)

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Titel: Das Marionettenprinzip bei Hugo Ball: Zum Komischen in Des Teufels Erdfahrt