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Schreiben als (Körper-)Arbeit zwischen Algorithmus und Unberechenbarkeit in Josefine Soppas Klick Klack, der Bergfrau erwacht

von Anna Yeliz Schentke (Autor:in)
11 Seiten
Open Access
Journal: literatur für leser:innen Band 48 Ausgabe 2 Erscheinungsjahr 2025 pp. 117 - 127

Zusammenfassung

Josefine Soppas literarisches Essay Klick Klack, der Bergfrau erwacht entwirft eine literarische Situation, in der Sprache zunehmend unter algorithmischen Bedingungen entsteht, analysiert und prognostiziert wird. Der Beitrag untersucht, wie der Text diese Konstellation poetisch verarbeitet. KI wird dabei nicht als Autorin inszeniert, sondern als Figur, die mit der Erzählerin interagiert. Zugleich entwirft der Text Körperlichkeit als ein Bezugsfeld, in dem die Erzählerin, der kranke Vater und die KI miteinander verschränkt werden. Aus den Analogien zwischen Körper, Krankheit, Sprache und Arbeit entsteht eine Konstellation, durch die literarisches Schreiben als körperliche und soziale Praxis sichtbar wird. Zugleich verdecken diese Analogien teilweise die infrastrukturellen und politisch-ökonomischen Bedingungen algorithmischer Sprachsysteme, indem KI als dialogische Instanz oder Arbeiterin erscheint. Der Aufsatz argumentiert, dass Soppas Text diese Spannungen produktiv macht: Wenn Sprache selbst als prognostischer Prozess erscheint, formuliert der Text eine Poetik, in der literarisches Schreiben darin besteht, sprachliche Erwartungen zu irritieren – im unberechenbaren nächsten Satz.

Details

Seiten
11
DOI
10.3726/lfl.2025.02.04
Open Access
CC-BY
Erscheinungsdatum
2026 (August)
Schlagworte
Algorithmizität KI Körperlichkeit Diagnose Unberechenbarkeit
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Anna Yeliz Schentke (Autor:in)

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Titel: Schreiben als (Körper-)Arbeit zwischen Algorithmus und Unberechenbarkeit in Josefine Soppas Klick Klack, der Bergfrau erwacht