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Schöpfen aus dem „Zitatenteich“.

Die Aneignung des literarischen Väter-Erbes im frühen zwanzigsten Jahrhundert

von Peter Utz (Autor:in)
17 Seiten
Open Access
Journal: Zeitschrift für Germanistik Band 36 Ausgabe 3 Erscheinungsjahr 2026 pp. 566 - 582

Zusammenfassung

Goethes Faust fordert uns auf: „Was du ererbt von deinen Vätern hast / Erwirb es, um es zu besitzen“. Das Goethe-Wort steht exemplarisch für jenen ‚Zitatenschatz‘, der in Büchmanns Geflügelten Worten ab 1864 für das deutsche Bildungsbürgertum kanonisiert wird. Dabei entwerten sich die Zitate in der Multiplikation. Robert Musil stellt 1931 fest, die „ganze schöne Literatur“ habe sich in einen „Zitatenteich“ verwandelt. Musil, Kraus, Kafka oder Walser entwickeln daraus unterschiedlichen Strategien im Umgang mit dem Erbgut der literarischen ‚Väter‘– vom Ausschlagen des Erbes bis zu neuen Formen seiner literarischen Anverwandlung.

Details

Seiten
17
DOI
10.3726/92179_566
Open Access
CC-BY
Erscheinungsdatum
2026 (August)
Schlagworte
Bildungsbürgertum Büchmann Eigentum Musil Zitieren
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Peter Utz (Autor:in)

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Titel: Schöpfen aus dem „Zitatenteich“.