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Die Flucht vor der Vernunft und die Suche nach ihr

Beiträge chinesischer Germanisten zur internationalen Germanistik

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Edited By Maoping Wei

Die chinesische Germanistik erlebt gegenwärtig ihre Blütezeit – insbesondere dadurch, dass die Zahl der Universitäten, an denen man Germanistik als Bachelorstudiengang belegen kann, stark gestiegen ist. Die vorliegende Publikation besteht aus den Beiträgen chinesischer Germanisten, die eben dieser Universitätslandschaft entstammen.

Der Band ist viergeteilt. In einem ersten Abschnitt werden Beiträge zur deutschen Literatur mit Schwerpunkt auf der Textanalyse vorgestellt. Die Mehrzahl der Arbeiten des zweiten Teils «Zwischen China und Deutschland» betrachtet die chinesisch-deutschen Literaturbeziehungen, um auf diesem Spannungsfeld der Selbst- und Fremdbilder intellektuelle wie auch ästhetische Brücken zwischen China und Deutschland zu schlagen. Der dritte Teil widmet sich dem Thema «Märchen oder Magie». Die Referenten dieser Beiträge haben wohl geahnt, dass im Wunderbaren das Wesen der Literatur liegt und die Flucht vor der Vernunft durch ihre Forschungsthemen ebenfalls eine Suche nach ihr ist. Der vierte Teil, «Varia», beinhaltet verschiedene Beiträge über chinesisch-deutsche Fragestellungen wie Übersetzung oder Ausbildung.

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Was ist an Goethes Faust tragisch? Ein Versuch über den Begriff „Tragödie“ (Wu Yongli)

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WU YONGLI (SHANGHAI)

Was ist an Goethes Faust tragisch?

Ein Versuch über den Begriff „Tragödie“

Abstract: Der Begriff „Tragödie“, der auf die altgriechische Ästhetik zurückzuführen ist, ist sehr leicht mit „Trauerspiel“ zu verwechseln. Der Verfasser versucht in diesem Aufsatz, den ursprünglichen Sinn der Tragödie nach der Poetik des Aristoteles zu untersuchen und herauszufinden, welche neue Bedeutung Goethe ihm in seinem Lebenswerk Faust im Kontext der Neuzeit verliehen hat. In der Untersuchung des Verfassers erweist sich Goethes Faust als ein Mensch, der die heilige Ordnung im traditionellen Sinne verwirft und ausschließlich in seinem übereilten Streben und seinem unerschöpflichen Tatendrang Befriedigung sucht, was nie Erfolg bringen kann. Das Tragische an diesem Werk liegt darin, dass Faust als Vertreter des modernen Menschen die Tragödie im antiken Sinne verkennt.

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