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Die Flucht vor der Vernunft und die Suche nach ihr

Beiträge chinesischer Germanisten zur internationalen Germanistik

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Edited By Maoping Wei

Die chinesische Germanistik erlebt gegenwärtig ihre Blütezeit – insbesondere dadurch, dass die Zahl der Universitäten, an denen man Germanistik als Bachelorstudiengang belegen kann, stark gestiegen ist. Die vorliegende Publikation besteht aus den Beiträgen chinesischer Germanisten, die eben dieser Universitätslandschaft entstammen.

Der Band ist viergeteilt. In einem ersten Abschnitt werden Beiträge zur deutschen Literatur mit Schwerpunkt auf der Textanalyse vorgestellt. Die Mehrzahl der Arbeiten des zweiten Teils «Zwischen China und Deutschland» betrachtet die chinesisch-deutschen Literaturbeziehungen, um auf diesem Spannungsfeld der Selbst- und Fremdbilder intellektuelle wie auch ästhetische Brücken zwischen China und Deutschland zu schlagen. Der dritte Teil widmet sich dem Thema «Märchen oder Magie». Die Referenten dieser Beiträge haben wohl geahnt, dass im Wunderbaren das Wesen der Literatur liegt und die Flucht vor der Vernunft durch ihre Forschungsthemen ebenfalls eine Suche nach ihr ist. Der vierte Teil, «Varia», beinhaltet verschiedene Beiträge über chinesisch-deutsche Fragestellungen wie Übersetzung oder Ausbildung.

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Mitlesende, Mitschreibende und Mitleidende. Das Wertherfieber und die modernen chinesischen Schriftstellerinnen (Feng Xiaochun)

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FENG XIAOCHUN (SHANGHAI)

Mitlesende, Mitschreibende und Mitleidende

Das Wertherfieber und die modernen chinesischen Schriftstellerinnen

Abstract: In der Rezeptionsgeschichte der ausländischen Literatur in China gilt Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang von Goethe fast als ein Wunder. Das chinesische Wertherfieber, vor allem die Wirkung des Werkes auf die chinesische Literatur, beschäftigt seit langem die Forschung. Die Frage, wie eigentlich die modernen chinesischen Schriftstellerinnen den Werther-Stoff aufgegriffen haben, wird dennoch kaum besprochen. Das Hauptaugenmerk des Beitrags liegt gerade darin, die Wirkung des Werther auf die modernen chinesischen Schriftstellerinnen zu illustrieren. Indem sie das Werk lesen, ihre Leseerfahrung in die eigene schriftstellerische Praxis umsetzen und die Werther-Geschichte an ihr persönliches Erleben anknüpfen, haben sie Werther wie ihren Bruder herzlich akzeptiert. Ohne Werther sind der literarische Aufbruch und das Liebeserwachen für die Schriftstellerinnen kaum denkbar.

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