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Die Flucht vor der Vernunft und die Suche nach ihr

Beiträge chinesischer Germanisten zur internationalen Germanistik

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Edited By Maoping Wei

Die chinesische Germanistik erlebt gegenwärtig ihre Blütezeit – insbesondere dadurch, dass die Zahl der Universitäten, an denen man Germanistik als Bachelorstudiengang belegen kann, stark gestiegen ist. Die vorliegende Publikation besteht aus den Beiträgen chinesischer Germanisten, die eben dieser Universitätslandschaft entstammen.

Der Band ist viergeteilt. In einem ersten Abschnitt werden Beiträge zur deutschen Literatur mit Schwerpunkt auf der Textanalyse vorgestellt. Die Mehrzahl der Arbeiten des zweiten Teils «Zwischen China und Deutschland» betrachtet die chinesisch-deutschen Literaturbeziehungen, um auf diesem Spannungsfeld der Selbst- und Fremdbilder intellektuelle wie auch ästhetische Brücken zwischen China und Deutschland zu schlagen. Der dritte Teil widmet sich dem Thema «Märchen oder Magie». Die Referenten dieser Beiträge haben wohl geahnt, dass im Wunderbaren das Wesen der Literatur liegt und die Flucht vor der Vernunft durch ihre Forschungsthemen ebenfalls eine Suche nach ihr ist. Der vierte Teil, «Varia», beinhaltet verschiedene Beiträge über chinesisch-deutsche Fragestellungen wie Übersetzung oder Ausbildung.

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Studie zur Kafka-Rezeption in China (1979–1998). Ein starker Aufschwung nach anfänglicher Verzögerung (Wang Wei)

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VON WANG WEI (SHANGHAI)

Studie zur Kafka-Rezeption in China (1979–1998)

Ein starker Aufschwung nach anfänglicher Verzögerung

Abstract: Unter den Rahmenbedingungen der Reform- und Öffnungspolitik Ende der 1970er Jahre wurden Kafka und seine Werke den Chinesen vorgestellt. Nachdem die Literaturzeitschrift Shijie Wenxue (Weltliteratur) den Aufsatz Kafuka he ta de zuopin (Kafka und seine Werke) 1979 veröffentlicht hatte, erlebte die Kafka-Rezeption in China einen rapiden Aufschwung. In den nachfolgenden 20 Jahren erschienen über hundert wissenschaftliche Forschungsarbeiten und Monographien. Die Kafka-Rezeption in China, die einen steten Wandel durchlief, lässt sich als „Etikettierter Kafka“, „Erste Übersetzung aus dem Englischen“ und „Fokus auf Paradox und Entfremdung“ charakterisieren. Kafkas Erzählstil wurde darüber hinaus von etlichen chinesischen Schriftstellern akzeptiert und nachgeahmt. Nach der neunbändigen Ausgabe mit Kafkas Werken 1998 wurde eine vielseitige Kafka-Deutung und -Interpretation angestrebt.

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