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Morgen-Glatz 22/2012

Zeitschrift der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft

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Edited By Philipp Theisohn and Georg Braungart

Der vorliegende Band der Zeitschrift Morgen-Glantz (22, 2012) enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die bei der 21. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft vom 15. - 17. Juli 2011 in Sulzbach-Rosenberg gehalten wurden. Thema der Tagung war Philosemitismus als literarischer Diskurs. Es werden außerdem Beiträge und Rezensionen im Band veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

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Akten der 21. Tagung 7

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Philosemitismus als literarischer Diskurs Akten der 21. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft herausgegeben von Philipp Theisohn und Georg Braungart Die Tagung wurde dankenswerterweise unterstützt von der PHILIPP THEISOHN und GEORG BRAUNGART Philosemitismus als literarischer Diskurs Ein komplizierter Gegenstand: das ist der Philosemitismus gewiss, denn wir wissen bis heute noch nicht wirklich, ob wir es mit einem Begriff zu tun haben, der wirklich historische Tragfähigkeit besitzt, oder ob es sich allein um einen politischen Kampfbegriff handelt, den man besser weiträumig umfahren sollte. Sobald wir den Versuch starten, den Philo- semitismus grundsätzlich zu definieren, sehen wir uns vor das Problem gestellt, eine Debatte über den ‚richtigen’ und ‚falschen’ Umgang mit dem Judentum führen zu müssen; wir wissen, dass der Begriff antisemi- tische Wurzeln hat und diffamierend gemeint war1; wir wissen auch, dass er im innerjüdischen Diskurs nicht wirklich positiv besetzt ist.2 Warum also darüber sprechen? Zunächst einmal, weil es durchaus Phänomene gibt, die in ihrer Zusammenschau die Veranschlagung einer Traditionslinie, die den Obertitel „Philosemitismus“ führt, durchaus rechtfertigen können. Konkrete historische, politische und theologische Kategorien, die den Begriff einzugrenzen und zu präzisieren versuchen, existieren bereits oder werden diskutiert.3 Immer noch bezeichnet der Begriff dabei eine 1 Allem Anschein nach erscheint der Begriff erstmals in Heinrich von Treitschkes Rede Zur inneren Lage am Jahresschlusse (1880), entstammt also dem antisemiti- schen Vokabular und richtet sich im angegebenen Kontext gegen die Fortschritts- partei, die sich gegen die von Treitschkes Parteigängern angezettelte...

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