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Interne Evaluation zwischen bildungspolitischen Vorgaben und individueller Entwicklung der Einzelschule

Eine empirische Studie an beruflichen Schulen

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Jana Rückmann

Im Rahmen einer empirischen Studie an Berliner beruflichen Schulen untersucht die Autorin Evaluations- und Entwicklungsprozesse und dabei insbesondere die subjektive Perspektive der pädagogischen Akteure. Die Studie umfasst Dokumentenanalysen, Gruppeninterviews sowie eine Lehrkräftebefragung. Die Befunde verweisen unter anderem auf eine abnehmende Distanz gegenüber internen Evaluationsmaßnahmen sowie auf einen Anstieg an Evaluationsaktivitäten. Direkte Wirksamkeiten für den Prozess der Evaluation selbst sowie Kontinuität und Nachhaltigkeit der Evaluationsaktivitäten lassen sich hingegen kaum beobachten. Die Analyse der Ergebnisse zeigt, dass die pädagogischen Akteure die bildungspolitischen Vorgaben überwiegend als extern induziert, als wenig kompatibel mit den einzelschulischen Bedürfnissen sowie als zusätzliche Belastung wahrnehmen.

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4 Schulrechtliche Qualitätsforderungen und schulinterne sowie schulexterne Voraussetzungen

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In der hier vorliegenden Arbeit wird mehrfach auf schulrechtliche Vorgaben hingewiesen, die im Rahmen der bildungspolitischen Entwicklungen verpflichtend für Einzelschulen sind. Im Abschnitt 4.1 wird überblickartig Bezug auf schulrechtliche Vorgaben in Deutschland genommen. Die darauf folgenden Abschnitte widmen sich vertiefend den Vorgaben für das Bundesland Berlin, denn dort wurden die empirischen Untersuchungen der vorliegenden Arbeit an beruflichen Schulen durchgeführt.

4.1 Ausgewählte schulrechtliche Qualitätsforderungen in Deutschland

Bildungspolitische Reformmaßnahmen für schulische Qualitätssicherung und -entwicklung werden häufig extern durch Schulgesetze induziert. Die Untersuchung von Rürup aus dem Jahr 2004 zu bildungspolitischen Reformmaßnahmen in Deutschland zeigt, dass bis zum Jahr 2004 bereits alle Bundesländer Schritte zur Umsetzung von Qualitätsforderungen an Einzelschulen umgesetzt hatten (Rürup 2007, 217). Wie bereits angesprochen (vgl. z. B. Kapitel 2) werden im Rahmen dieser Forderungen Schulen dazu verpflichtet, beispielsweise interne und externe Evaluationsmaßnahmen durchzuführen, Schulprogramme und Berichte zur internen Evaluation bzw. Rechenschaftsberichte zu verfassen sowie zentrale Lernstandserhebungen bzw. Parallelarbeiten durchzuführen. Im 1. Kapitel dieser Arbeit wurden überblickartig die bildungspolitischen Entwicklungen in Deutschland abgebildet. Eine ausführliche Darstellung der schulrechtlichen Vorgaben zeigt Wagner (2011, 141) für alle 16 deutschen Bundesländer.60 Insgesamt haben mehr als 12 Bundesländer Instrumente zur Qualitätsentwicklung wie Schulprogramm, interne und externe Evaluation, zentrale Lernstandserhebungen, Parallelarbeiten und Schulprofilierungen verbindlich festgelegt. 15 Bundesländer ← 163 | 164 → legten Standards schulischer Qualitätsarbeit in Orientierungs- bzw. Handlungsrahmen fest, und 13 Bundesländer haben die erweiterte...

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