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Interne Evaluation zwischen bildungspolitischen Vorgaben und individueller Entwicklung der Einzelschule

Eine empirische Studie an beruflichen Schulen

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Jana Rückmann

Im Rahmen einer empirischen Studie an Berliner beruflichen Schulen untersucht die Autorin Evaluations- und Entwicklungsprozesse und dabei insbesondere die subjektive Perspektive der pädagogischen Akteure. Die Studie umfasst Dokumentenanalysen, Gruppeninterviews sowie eine Lehrkräftebefragung. Die Befunde verweisen unter anderem auf eine abnehmende Distanz gegenüber internen Evaluationsmaßnahmen sowie auf einen Anstieg an Evaluationsaktivitäten. Direkte Wirksamkeiten für den Prozess der Evaluation selbst sowie Kontinuität und Nachhaltigkeit der Evaluationsaktivitäten lassen sich hingegen kaum beobachten. Die Analyse der Ergebnisse zeigt, dass die pädagogischen Akteure die bildungspolitischen Vorgaben überwiegend als extern induziert, als wenig kompatibel mit den einzelschulischen Bedürfnissen sowie als zusätzliche Belastung wahrnehmen.

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8 Fazit und Ausblick

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Im Rahmen der hier vorgelegten Arbeit wurden drei empirische Teilstudien an Berliner beruflichen Schulen durchgeführt, die die einzelschulischen Akteure (Lehrkräfte, Leitungspersonal) und deren institutionelles Handeln im Rahmen von schulinterner Evaluation und Schulentwicklung in den Mittelpunkt stellen. So richten sich die Fragestellungen auf die Einbindung und Umsetzung schulinterner Evaluation in Schulentwicklungsprozesse an beruflichen Schulen. Die Schulentwicklung wird dabei als übergeordnetes Konzept und als Zielgegenstand schulinterner Evaluation betrachtet, denn sie trägt zentral zur Identifikation von Entwicklungsräumen sowie zur Forstschreibung und Revision von Entwicklungsprojekten und -prozessen bei. Im Rahmen der Teilstudien wurde zum einen untersucht, wie die einzelschulischen Akteure mit den rechtlich extern vorgegebenen Instrumenten der internen Evaluation und Evaluationsberichterstellung umgehen, wie die einzelschulischen Prozesse zu deren Umsetzung ablaufen und inwiefern die rechtlichen Vorgaben zur Berichterstellung als erfüllt gelten können. Zum anderen wurde untersucht, inwiefern Maßnahmen der schulinternen Evaluation in einzelschulische systematische Konzepte der Schulentwicklung eingebunden sind und welche erwünschten bzw. unerwünschten Nebeneffekte dabei auftreten. Ein weiterer Forschungsaspekt war der Professionalisierungsgrad der einzelschulischen Akteure bezüglich ihrer schulinternen Evaluation und Berichterstellung.

In den folgenden Abschnitten werden die für diese Arbeit zentralen Argumentationslinien und Ergebnisse verdichtet dargestellt.

Bildungspolitische Entwicklungen

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