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Die substantivierten Infinitiv-Konstruktionen im Deutschen

Eine Untersuchung im Rahmen der Konstruktionsgrammatik

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Jiwon Kim

Das Buch befasst sich mit der Frage, wie sich die substantivierten Infinitiv-Konstruktionen («am-», «beim-», «im-», «zum-» und Absentiv-Konstruktionen) beschreiben lassen, die mit den herkömmlichen Beschreibungsmustern nicht zu erklären sind. Anhand einer korpuslinguistischen Methode stellt es dar, wie man solche Konstruktionen aus Sicht der Konstruktionsgrammatik als eigenständige sprachliche Einheiten betrachten kann. Die Untersuchung zeigt, inwiefern Konzepte der Konstruktionsgrammatik einen sinnvollen theoretischen Rahmen für die Beschreibung der substantivierten Infinitiv-Konstruktionen bieten können.

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1 Einleitung

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Die Substantivierung ist ein produktives syntaktisches Verfahren im Deutschen und auch jeder Infinitiv kann im Prinzip substantiviert werden. Man kann die folgenden Konstruktionen im gegenwärtigen Deutschen leicht finden, z.B. Ich bin am Arbeiten, Ich bin beim Spülen, Diese Schule ist im Aufblühen, Ich bin Baden, Es ist zum Verzweifeln etc. Solche Konstruktionen enthalten typischerweise durch Präpositionen angeschlossene substantivierte Infinitive. Es fällt auch auf, dass substantivierte Infinitive heutzutage oft auf verschiedene Weise verwendet werden.

Durch die steigende Produktivität der substantivierten Infinitiv-Konstruktionen befassen sich immer mehr Linguisten mit theoretischen Fragestellungen dazu. Aus diesem Grunde kann man annehmen, dass sich eine theoretische Beschreibungsbasis für die substantivierten Infinitiv-Konstruktionen erstellen lässt. Sie sind relativ junge Bildungen, die noch nicht vollständig in der Grammatik etabliert sind.

Bereits in den 1970er Jahren gab es auch einige Untersuchungen von substantivierten Infinitiven, die meistens nach den Chomsky’schen Ansätzen analysiert wurden. In dieser Richtung diskutiert man oft, wovon substantivierte Infinitive abgeleitet werden können, oder durch welches Verfahren sie im Lexikon entstanden oder entwickelt wurden. Die substantivierten Infinitive können also auf der jeweiligen Ebene, d.h. auf syntaktischer, morphologischer oder semantischer Ebene im Rahmen der traditionellen Grammatiken behandelt werden (vgl. Esau 1973, Ullmer-Ehrich 1977, Fleischer 1975, Fleischer/Barz 2012 und Sandberg 1976).

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