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Schreiben im Übergang von Bildungsinstitutionen

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Edited By Dagmar Knorr, Katrin Lehnen and Kirsten Schindler

Der Wechsel in neue institutionelle Kontexte wird häufig aufgrund von veränderten Kommunikationsabläufen, unvertrauten Textsorten und fehlenden Schreibroutinen als schwierig empfunden. Der Beginn eines Studiums, der Einstieg in den Beruf oder der Wechsel von einer beruflichen Position sind dafür Beispiele. Solche Übergänge sind nicht selten mit Reibungsverlusten und langwierigen Enkulturationsprozessen verbunden. Der Band versammelt Beiträge, die sich mit der Erforschung von Übergängen beschäftigen und didaktisch-methodische Konzepte zu deren Gestaltung unterbreiten. Neben schulischen, hochschulischen und beruflichen Übergängen thematisieren sie auch solche, die durch veränderte Schreibtechnologien und Schreibformate gestiftet sind beziehungsweise durch die Entwicklung neuer Sprachformen angeregt werden.

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Schreiben im Übergang – Übergänge im Schreiben. Überlegungen zu einem losen Konzept und Überblick über den Band (Katrin Lehnen / Kirsten Schindler)

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Katrin Lehnen und Kirsten Schindler (Gießen und Köln)

Schreiben im Übergang – Übergänge im Schreiben

Überlegungen zu einem losen Konzept und Überblick über den Band

Übergänge bringen es mit sich, dass man sie nur schwer beobachten und systematisch beforschen kann. Das, was einen Übergang markiert und was in ihm passiert, lässt sich meist nur im Rückblick erfassen oder allenfalls im Vorgriff antizipieren. Übergänge beschreiben Situationen und Phasen, die durch den Wechsel, die Adaption oder die Transformation bestehender Handlungsroutinen in neuen Kontexten, schlimmstenfalls durch das Aussetzen oder Versagen dieser Routinen gekennzeichnet sind. Wenn StudienanfängerInnen ihre erste Seminararbeit schreiben, sind sie in der Regel überfordert, weil das akademische Schreiben etwas anderes von ihnen verlangt als die schulische Schreib- und Textpraxis. BerufseinsteigerInnen tun sich schwer, neue Anforderungen zu meistern, die aus veränderten Schreibaufgaben, Textsorten und Kommunikationsabläufen resultieren und die nur bedingt mit den akademischen Schreibanlässen vergleichbar und den dort etablierten Schreibpraktiken bearbeitbar sind. Auch die weitreichende Digitalisierung ganzer Lebens- und Arbeitswelten erzeugt Übergänge und Überlappungen zwischen ‚alten‘ und ‚neuen‘ Schreibformen. Unvertrautheit und Ungewohnheit, so könnte man etwas lapidar sagen, sind konstitutive Momente, die Übergänge anstoßen und die Aneignung neuer Strategien und eines neuen Habitus veranlassen. Manchmal sind Übergänge reibungslos und bleiben fast unbemerkt, häufiger führen sie zu Irritationen, manchmal zum Nachdenken oder auch zu handfesten Krisen. Und je nach Aufmerksamkeit, die solchen Übergängen gewidmet wird und sie als Überg...

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