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Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

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Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

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Einleitung

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Aus einem Interview mit einem Buchhändler zu Kaufentscheidungen von Erzieherinnen:

Dieser Ausschnitt veranschaulicht das in dieser Arbeit aufgedeckte Praxisproblem – einen verengten Umgang mit Bilderbüchern in Kindertageseinrichtungen.

Problem und Zielstellung des Forschungsvorhabens

Bilderbücher gehören zum festen Bestandteil der alltäglichen Bildungsarbeit in Kindertageseinrichtungen. Als pädagogische Gegenstände bilden sie für pädagogische Fachkräfte eine zentrale Säule, insbesondere für kognitive, soziale, emotionale und sprachliche Förderprozesse oder für thematische Ein- und Fortführungen in der pädagogischen Arbeit. Trotz des großen Reichtums an Bildsprachen im zeitgenössischen Bilderbuch1 wird seitens der Erwachsenen an konventionellen und sehr engen Bestimmungen, was ein ‚richtiges‘ oder ‚gutes‘ Bilderbuch für Kinder ist, festgehalten (vgl. Thiele, 20032; Oetken, 2008). Gerade in Bildungseinrichtungen werden Bilderbücher als „motivierender und quantitativ nicht überfordernder Gegenstand zur Vermittlung von Lesekompetenz“ (Vorst, 2012, S. 98) und zum Aufbau von Lesemotivation oder Sozial- und Personalkompetenz eingesetzt, nicht jedoch zum Erwerb literarischer oder bildlicher Kompetenzen.

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