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Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

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Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

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4 Entwicklung und Begründung des Forschungsansatzes

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4 Entwicklung und Begründung des Forschungsansatzes

Nachdem die vorangegangenen drei Kapitel den bestehenden Forschungsstand zum Phänomen sowie ein grundlegendes Verständnis der Problemstellung gezeigt haben, wird nun als Fundament des Forschungsvorhabens der forschungsmethodologische Ansatz der Empirie beschrieben. Die Basis bildet ein primär qualitatives Forschungsmodell, das sich dem Phänomen zunächst offen nähert, um auf Basis von Differenzierung und Präzisierung zu einer Theoriebildung zu gelangen, die Schlussfolgerungen für die geplante Didaktisierung zulässt. In diesem Kapitel erfolgen die Grundlegung des Forschungsansatzes, die Darstellung des Untersuchungsgegenstandes und erster Forschungsfragen sowie die Erläuterung der Forschungsprinzipien.

4.1 Explorative Forschung

Um den Umgang mit Bilderbüchern in all seinen Facetten erfassen und beschreiben zu können, bedarf es eines explorativen, mehrperspektivischen Forschungsansatzes, der sich durch eine notwendige flexible Handhabung sowie durch Offenheit und Flexibilität im Forschungsprozess selbst auszeichnet. Zudem erfordert die Komplexität und Flüchtigkeit der zu erfassenden Prozesse eine fortlaufende, reflektierte Differenzierung von Datenerhebungsmethoden.

Derzeit liegt zur Bedeutung von Bild- und Literaturvermittlern im Umgang mit Bilderbüchern keine empirisch fundierte Theoriebildung vor. Im Fokus der angelegten Untersuchung steht daher nicht die Überprüfung einer ausgehenden These zu Beginn des Forschungsprozesses, sondern vielmehr die Konkretisierung des zu erforschenden Phänomens während des Forschungsprozesses selbst. Der nach Bortz und Döring (20064, S. 356) in solchen Fällen empfohlene explorative Forschungsansatz sucht aus einem bisher wenig erforschten Thema zunächst Aspekte zu eruieren, die für das...

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