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Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

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Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

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6 Konzeption von Modulen zur Professionalisierung im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung

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6 Konzeption von Modulen zur Professionalisierung im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung

Nachstehend soll die Konzeption der Fortbildungsmodule in drei Kapiteln beschrieben werden. Zunächst werden Ziel, Prinzipien und Leitgedanken als Ansatz der Fortbildungsmaßnahme erfasst. Die Konzeption selbst beschreibt die auf Basis der Exploration und Literaturarbeit entwickelten Module und ihre Bausteine. Die Beschreibung der Durchführung schließt sich in einem weiteren Kapitel an.

6.1 Ziel, Prinzipien und Leitgedanken

Wie die Exploration aufzeigen konnte, bestimmen erwachsene Literaturvermittlerinnen nicht nur durch ihre Auswahl der Bilderbücher kindliche Rezeptionsprozesse, sondern nehmen auch durch die Art und Weise der Vermittlung Einfluss auf diese. In einem zweiten Schritt des Forschungsvorhabens wird nach Chancen für Professionalisierungsprozesse in der Weiterbildung gesucht. Im Sinne einer wissenschaftlichen Weiterbildung soll aktuelles Fachwissen bei Fachkräften differenziert und bereits vorhandenes didaktisches Planungs- und Handlungswissen präzisiert, modifiziert und mit situativ-handlungs- und fallbezogenem Praxiswissen in Beziehung gebracht werden. Dabei wird wissenschaftliche Weiterbildung als „die Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens […] verstanden, wobei das wahrgenommene Weiterbildungsangebot dem fachlichen und didaktischen Niveau der Hochschule entspricht“ (Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, 2001, S. 2).

Die Pädgoginnen sollen für ihre handlungswirksamen Überzeugungen und die entsprechenden subjektiven Theorien sensibilisiert werden, indem aktuelles Fachwissen zum Gegenstand vermittelt wird und positive, ästhetische Erfahrungen für Bildungschancen am ästhetisch komplexen Bilderbuch ermöglicht werden.

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