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Subjunktionen im Mittelhochdeutschen

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Oksana Fofulit

Gegenstand dieser Untersuchung ist die Ermittlung und Beschreibung des Bestandes der mittelhochdeutschen Subjunktionen auf der Grundlage eines handschriftentreuen Textkorpus. Die Autorin analysiert und beschreibt die Funktionen der Subjunktionen, ihre Verteilung in Sprachraum, Zeit und Textart sowie ihre Herkunft und Entwicklung. So kann sie aufzeigen, welche der Subjunktionen absterben und welche neu aufkommen, wo es zu funktionalen Verschiebungen kommt und welche regionalen Unterschiede bei den Subjunktionen im Korpus beobachtbar sind.

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6 Kurze Zusammenfassung der Untersuchung

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6 Kurze Zusammenfassung der Untersuchung

In dieser Arbeit wurden der Bestand der mhd. Subjunktionen und seine Entwicklung im Laufe der mhd. Zeit beschrieben. 132 Subjunktionen, die in 17.645 Belegen des Korpus auftreten, wurden ermittelt, dargestellt und analysiert.

Der subjunktionale Adverbialsatz ist im untersuchten Korpus überwiegend nachgestellt. Die Einbettung des vorangestellten Nebensatzes in den nachgestellten Hauptsatz findet sich sehr selten. In den meisten Fällen erscheint ein Korrelat am Anfang des nachgestellten Hauptsatzes. Das meistbelegte anaphorische Korrelat in den untersuchten Texten ist sô.

Fast in jeder semantischen Klasse mit mehreren Subjunktionen ist eine Subjunktion belegt, deren Anzahl deutlich höher als die der anderen in dieser Klasse nachgewiesenen Subjunktionen ist.

Den relativen Zahlen nach verteilen sich die Subjunktionen im obd. und md. Gesamtraum fast gleichmäßig. Bei den einzelnen Sprachräumen und Zeitabschnitten fällt 211/112/Obd. mit der höchsten relativen Anzahl der Subjunktionen auf. Die Ursache dafür ist noch zu klären. In Bezug auf die Verteilung in den Textarten kommen die Subjunktionen in den Urkunden einerseits wohl wegen der überlangen, sehr oft formelhaften Satzgefüge am seltensten vor. Andererseits treten in den Urkunden häufiger Objekt-, Subjekt-, Explikativ- (Attribut-), Relativsätze sowie nicht eingeleitete Konditionalsätze auf.

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