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Einflussfaktoren der Weiterbildungsbereitschaft von Projektkernteams in der Schienenfahrzeugindustrie

Melanie Jendretzki

Die Schienenfahrzeugindustrie steht vor der Herausforderung, die künftige Entwicklung ihres Personals zu gestalten. Eine Maßnahme, um Mitarbeiter zu qualifizieren, ist eine betriebliche Weiterbildung. Die Autorin untersucht Einflussfaktoren auf die betriebliche Weiterbildungsbereitschaft des Projektkernteams. Als Grundlage für die empirische Studie eines Schienenfahrzeugherstellers dienen verschiedene theoretische Ansätze. Die Studie zeigt auf, dass externe Kontextfaktoren und institutionelle Rahmenbedingungen im Umfeld der Schienenfahrzeugindustrie permanenten Veränderungen unterliegen. Diese werden beispielsweise durch die steigende technische Komplexität der Fahrzeuge hervorgerufen. Die betriebliche Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeiter steht in Abhängigkeit zu dem Verhalten des Vorgesetzten, beispielsweise im Umgang mit auftretenden Schwierigkeiten.

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Kapitel 3 Faktoren der betrieblichen Weiterbildung

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Kapitel 3Faktoren der betrieblichen Weiterbildung

Im folgenden Unterkapitel werden Kontextfaktoren und Rahmenbedingungen untersucht, die die Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeiter beeinflussen können. Die Autorin zählt zu einer kontextorientierten Forschung auch die individuellen Merkmale dazu.

3.1 Definition Kontextfaktoren und Rahmenbedingungen

Kontextfaktoren zeigen Zusammenhänge des Weiterbildungsverhaltens auf, die i. d. R. nicht durch individuell persönliche Merkmale beeinflusst werden (Wittpoth, 2010, S. 776 f.). Unter Rahmenbedingungen werden die Einflussgrößen verstanden, die für die Gestaltung der Personalentwicklung bedeutend sein können (Wegerich, 2007, S. 35). Kuwan (1996, S. 71) erklärt: „Kontextfaktoren und Rahmenbedingungen können sich unmittelbar fördernd oder hemmend auf die Teilnahme an Weiterbildung auswirken […].“ Die Einbeziehung und Untersuchung von Einflussgrößen ist für die Gestaltung personalpolitischer Maßnahmen unerlässlich (Mentzel, 2012, S. 27). Andernfalls ist eine sinnvolle Gestaltung und Organisation von Weiterentwicklungsmaßnahmen nicht durchführbar (ebd.).

Groening (2009, S. 924) versteht unter dem Begriff der Personalpolitik „[…] langfristig wirksame Grundsatzentscheidungen, die das Handeln in allen personalwirtschaftlichen Aufgabenfeldern prägen.“ Unterschiedliche Effekte der Rahmenbedingungen und Kontextfaktoren mit Wirkung auf die Personalentwicklung wurden in verschiedenen Studien und konzeptionellen Erörterungen untersucht und bestätigt (vgl. Scholz, 2014, S. 8 ff.; Stock-Homburg, 2013, S. 20 ff.; Mentzel 2012, S. 27 ff.; Holtbrügge 2010, S. 69 ff.; Oechsler 2011, S. 35 ff.; Schaper, 2011a, S. 11 ff.)43.

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