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Perspektivenvielfalt im Literaturunterricht

Theoretische und qualitativ-empirische Untersuchungen zu einem didaktischen Prinzip

Katja Siepmann

Die Vielfalt der Welt muss im zeitgemäßen Unterricht widergespiegelt und reflektiert werden. Derjenige, der sich auf die Komplexität postmoderner Gesellschaften einlässt, macht Erfahrungen, die produktiv auszuhalten sind. Hier setzt die qualitativ-empirische Studie zu dem allgemeindidaktischen Prinzip der Perspektivenvielfalt an und untersucht sowohl dessen theoretische als auch empirische Relevanz. Die Untersuchung der Bedeutung für die Lehrkräfte und die Umsetzung in der Unterrichtsgestaltung stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Der exemplarisch gewählte Literaturunterricht im Fach Deutsch bietet eine geeignete Gelegenheit für den Umgang mit Ambivalenz, Kontingenz und Vielfalt im Kontext eines Bildungsverständnisses, das Perspektivenwechsel, Diskursivität und Identitätsbildung betont.

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IV. Ergebnisse

IV. Ergebnisse

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In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der qualitativ-empirischen Untersuchung zur Bedeutung des didaktischen Prinzips der Perspektivenvielfalt im Literaturunterricht der neunten Jahrgangsstufe im Fach Deutsch vorgestellt. Die Beobachtungsprotokolle des Unterrichts, die Unterrichtsmaterialien und die Transkriptionen der Leitfadeninterviews stellen das erhobene Material dar. Den Schwerpunkt bilden im Folgenden die Beschreibung der Codes sowie die Einordnung und Interpretation der beobachteten Unterrichtsstunden. Sowohl bei den Interviews als auch bei den Unterrichtsbeobachtungen erfolgen sowohl ein thematischer Querschnitt als auch eine fallbezogene Darstellung, sodass die Breite sowie die Tiefe der Daten gezeigt werden. Möglichst unterschiedliche Fälle geben Erklärungskraft in der Breite; die Falldetails geben Erklärungskraft in der Tiefe. Die Zitate illustrieren die Details.

Viele interessante Aspekte aus dem empirischen Material konnten bei der Analyse und Darstellung nicht berücksichtigt werden, da die Forschungsfragen die Fokussierungen setzen und alles andere den Rahmen sprengen würde. In der Diskussion und im Ausblick werden dahingehend einige Aspekte skizziert.

Als erster Schritt erfolgt nun die Darstellung der Auswertung der qualitativen Inhaltsanalyse der Leitfadeninterviews: zuerst in Form der Ergebnisse aus den Kodierungen der Leitfadeninterviews (siehe Kapitel 4.1.1), daran anschließend in Form der Fallzusammenfassungen der 15 befragten Lehrpersonen (siehe Kapitel 4.1.2).

Im Folgenden werden die Ergebnisse aus den Kodierungen der Leitfadeninterviews vorgestellt. Dazu werden die Codes vorgestellt, die die Muster unterrichtlichen Handelns spezifizieren und zur Hypothesenbildung beitragen. In der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse wurde ein Codesystem mit 25 Hauptcodes mit den jeweiligen Subcodes erstellt, welches die inhaltlichen Ergebnisse strukturiert. Aus dem gesamten...

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