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Teilhabe braucht Rehabilitation

Blicke zurück in die Zukunft

Edited By Helga Seel

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) ist der Zusammenschluss der Rehabilitationsträger. Seit 1969 fördert sie im gegliederten Sozialleistungssystem die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Die BAR koordiniert und unterstützt das Zusammenwirken der Reha-Träger, vermittelt Wissen und arbeitet mit an der Weiterentwicklung von Rehabilitation und Teilhabe. Ihre Mitglieder sind die Träger der Gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesländer, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Sozialpartner.

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Aufsuchende Rehabilitation – Erfahrungen und Perspektiven aus trägerübergreifender Sicht

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von Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorstandsvorsitzender Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation e. V. (MoRe)

Aufsuchende Rehabilitation wird im Rahmen des deutschen Systems der Rehabilitation als Mobile Rehabilitation bezeichnet und hat seit 2015 eine eindeutige gesetzliche Grundlage in § 40 Abs.1 SGB V. Sie ist Teil der medizinischen Rehabilitation, wird leistungsrechtlich als Sonderform der ambulanten Rehabilitation geführt und derzeit nur von der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung sowie den privaten Krankenversicherungen gewährt und vergütet. Sie ist eine Regelleistung und hat wie andere Formen der ambulanten Rehabilitation Vorrang vor einer stationären Versorgung. Dies spiegelt sich allerdings in den Rahmenempfehlungen zur mobilen geriatrischen und indikationsspezifischen Rehabilitation nicht wider, da sie dort lediglich für den Personenkreis vorgesehen wird, der mittels anderer Rehabilitationsformen keine Rehabilitationschance hat. Diese Begrenzung erweist sich zunehmend als unangemessen einschränkend, da inzwischen gezeigt werden konnte, dass mobile Rehabilitation für eine deutlich größere Klientel zu Hause oder im Pflegeheim oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe wirksam und erfolgreich ist.1

Die mobile Rehabilitation wurde konzeptionell seit 1991 in mehreren Modellprojekten entwickelt. Ab 1994 folgten Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen mit den Krankenkassen. 2007 wurde durch eine bundesweite Rahmenempfehlung zur mobilen geriatrischen Rehabilitation die Grundlage für die bundesweite Errichtung von Einrichtungen der mobilen geriatrischen Rehabilitation geschaffen. Im Juni 2019 bestehen jedoch nur 18 Einrichtungen der geriatrischen, zwei der neurologischen Rehabilitation und eine der fach- und altersübergreifender mobilen Rehabilitation.

Mobile Rehabilitationsdienste erbringen aufsuchende Rehabilitationsleistungen auf der Basis einer individuellen umfassenden Rehabilitationsplanung durch ein...

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