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Gedächtnisraum Literatur – Gedächtnisraum Sprache: Europäische Dimensionen slavischer Geschichte und Kultur

Festschrift für Svetlana und Gerhard Ressel

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Edited By Alexander Bierich, Thomas Bruns and Henrieke Stahl

Die Festschrift ist Herrn Professor Gerhard Ressel und seiner Ehefrau Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zusammen gewidmet. Ihre menschliche Verbundenheit führte im wissenschaftlichen Bereich von Forschung und Lehre zu einer Vielzahl gemeinsam verfasster und veröffentlichter Beiträge im In- und Ausland und ebenso gemeinsam abgehaltener Lehrveranstaltungen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre zeigten und zeigen sich dabei die Jubilare als Slavisten im besten Sinne des Wortes, haben sie in ihrer langjährigen Tätigkeit doch nicht nur verschiedene slavische Sprachen abgedeckt, sondern darüber hinaus in gleicher Weise die drei Säulen der Philologie, die Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.

An der Festschrift hat sich eine große Zahl von Freunden, ehemaligen SchülerInnen, MitarbeiterInnen und KollegInnen mit Beiträgen beteiligt, deren Bandbreite von einzelphilologischen, sprach- wie literaturwissenschaftlichen Aspekten der Slavistik bis hin zu übergreifenden, interdisziplinär ausgerichteten kultur- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen im gesamteuropäischen Kontext bestens geeignet ist, das vielschichtige Schaffen von Prof. em. Dr. Gerhard Ressel und Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zu reflektieren.

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Grammatische versus semantische Kongruenz von Numeralphrasen im Bosnischen, Kroatischen und Serbischen

Grammatische versus semantische Kongruenz von

Numeralphrasen im Bosnischen, Kroatischen und Serbischen

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Katrin Schlund (Köln)

Wer die serbische, kroatische oder bosnische Sprache erlernen will, wird früher oder später mit der Regel konfrontiert, dass nach Numeralphrasen (fortan: NumPhr) mit Kardinalzahlwörtern ≥ fünf und nach unspezifischen lexikalischen Quantifikatoren (wie nekoliko, mnogo) das finite verbale Prädikat im Neutrum Singular verwendet werden muss:1

(1) Na predavanje je došao jedan student.

(2) Na predavanje su došla dva (tri, četiri) studenta.2

(3) Na predavanje je došlo pet (devet, dvadeset, mnogo) studenata.

Eine Erklärung für diese Regel erschließt sich intuitiv nicht und wird auch in keiner der Autorin bekannten Grammatiken gegeben. Die mit keiner Nominalphrase kongruierende Verbalform in der dritten Person Singular Neutrum, die in NumPhr ≥ fünf regelkonform das verbale Prädikat markiert, soll als unpersönliche Morphologie (fortan: UM) bezeichnet werden, da sie auch in unpersönlichen Konstruktionen wie spava mi se, bilo joj je dosadno vorkommt.3

Im Zentrum dieses Beitrags stehen Abweichungen von dieser grammatikalischen Regel (fortan: UM-Regel), die im tatsächlichen Sprachgebrauch zu beobachten sind:

(4) Svih jedanaest igrača igrali su odlično.4

(5) Pet mladića su bili starosti oko 18 godina [...].5

(6) Četiri ili pet nepoznatih počinitelja su u četvrtak popodne opljačkali mladića [...].6

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