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Gedächtnisraum Literatur – Gedächtnisraum Sprache: Europäische Dimensionen slavischer Geschichte und Kultur

Festschrift für Svetlana und Gerhard Ressel

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Edited By Alexander Bierich, Thomas Bruns and Henrieke Stahl

Die Festschrift ist Herrn Professor Gerhard Ressel und seiner Ehefrau Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zusammen gewidmet. Ihre menschliche Verbundenheit führte im wissenschaftlichen Bereich von Forschung und Lehre zu einer Vielzahl gemeinsam verfasster und veröffentlichter Beiträge im In- und Ausland und ebenso gemeinsam abgehaltener Lehrveranstaltungen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre zeigten und zeigen sich dabei die Jubilare als Slavisten im besten Sinne des Wortes, haben sie in ihrer langjährigen Tätigkeit doch nicht nur verschiedene slavische Sprachen abgedeckt, sondern darüber hinaus in gleicher Weise die drei Säulen der Philologie, die Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.

An der Festschrift hat sich eine große Zahl von Freunden, ehemaligen SchülerInnen, MitarbeiterInnen und KollegInnen mit Beiträgen beteiligt, deren Bandbreite von einzelphilologischen, sprach- wie literaturwissenschaftlichen Aspekten der Slavistik bis hin zu übergreifenden, interdisziplinär ausgerichteten kultur- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen im gesamteuropäischen Kontext bestens geeignet ist, das vielschichtige Schaffen von Prof. em. Dr. Gerhard Ressel und Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zu reflektieren.

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Pasternaks Doktor Schiwago und Dantes Vita Nuova: ein poetologischer Vergleich

Pasternaks Doktor Schiwago und Dantes Vita Nuova:

ein poetologischer Vergleich

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Horst-Jürgen Gerigk (Heidelberg)

Vorbemerkung

Vorweg sei festgestellt: Zum eisernen Bestand der „Schiwago“-Forschung gehören vier Arbeiten, die hier in chronologischer Folge genannt seien:

Dagmar Burghart: „Doktor Živago“ ̶ neu gelesen. In: Slavische Literaturen im Dialog. Festschrift für Reinhard Lauer zum 65. Geburtstag. Herausgegeben von Ulrike Jekutsch und Walter Kroll. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2000, S. 307-331.

Andreas Guski: Doktor Živago. In: Der russische Roman. Herausgegeben von Bodo Zelinsky unter Mitarbeit von Jens Herlth. Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag 2007, S. 406-425 und S. 545-550.

Paolo Mancosu: Inside the „Zhivago“ Storm. The Editorial Adventures of Pasternak’s Masterpiece. Milano: Fondatione Giangiacomo Feltrinelli 2013 (= Annali / Fondatione Giangiacomo Feltrinelli; 47).

Ulrich Schmid: Nachwort zur Ausgabe Boris Pasternak: Doktor Shiwago. Deutsch von Thomas Reschke. Frankfurt am Main: S. Fischer 2014, S 687-699.

In Ergänzung der damit vorliegenden Forschungsergebnisse zu Entstehung, Werkprofil und Wirkungsgeschichte des Romans (zu der auch das Schicksal Olga Iwinskajas gehört) sei jetzt ein Hinweis auf das literarische Vorbild geliefert, das Pasternak gewiss vor Augen war, als er seinen einzigen Roman entworfen hat: Dantes Vita Nuova.

Es wird im Folgenden die These erläutert, dass Dantes Vita Nuova (um 1293) das poetologische Vorbild für Pasternaks Roman Doktor Schiwago gewesen ist. Um dies zu sehen, ist es nötig, „Jurij Schiwagos Gedichte“ als die Hauptsache in Pasternaks Roman aufzufassen.

Pasternak hat diese Gedichte kommentarlos im letzten Teil des Zweiten...

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