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Schulische Literaturvermittlungsprozesse im Fokus empirischer Forschung

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Edited By Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann, Angelika Ruth Stolle and Jennifer Witte

Die Literaturdidaktik versteht sich von Beginn an als handlungsleitende Wissenschaft. Dabei wurde lange Zeit vernachlässigt, gängige Methoden sowie unterrichtliche Praxis auch empirisch zu erforschen. So ist über Literaturvermittlungsprozesse wenig bekannt. Der Band versammelt verschiedene Forschungsprojekte und Studien, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen: Neben unterschiedlichen Forschungsansätzen und -methoden, die erörtert werden, nähern sich die Aufsätze sowohl der Erforschung der Unterrichtsprozesse als auch den zu Literaturvermittlungszwecken eingesetzten Medien und Hilfsmitteln aus unterschiedlichen Perspektiven an.
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Literatur für alle? Voraussetzungen und Perspektiven literarischen Lernens in inklusiven Lernsettings (Jan M. Boelmann)

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Jan M. Boelmann

Zusammenfassung: Die Diagnose und Förderung von Prozessen literarischen Lernens stellt Schulpraxis und Didaktik insbesondere vor dem Horizont des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne sonderpädagogische Förderbedarfe vor große Herausforderungen. Der Beitrag präsentiert mit dem BOLIVE- Model ein erprobtes didaktisches Diagnose- und Förderinstrument und entwirft hierauf aufbauend Leitlinien für die Gestaltung von literarischen Lehr-Lern-Einheiten.

Abstract: Diagnosing and development of literary learning processes poses a great challenge to school practice and didactics, especially in the case of joint education for children with and without special educational needs. This article presents the BOLIVE-Modell which is a tried-and-tested didactic diagnostic and support instrument and, based on this, develops guidelines for the design of literary teaching-learning units.

Keywords: Inklusion, literarisches Lernen, Diagnostik, Förderung, empirische Bildungsforschung

Die Ratifizierung der UN-Konvention zur Regelung der Rechte von „Menschen mit Behinderung“ (vgl. CRPD 2006) aus dem Jahr 2006 und die daraufhin folgenden Veränderungen im Bildungssystem unter dem Schlagwort ‚Inklusion‘ haben nicht nur die Arbeit der LehrerInnen an deutschen Schulen stark verändert, sie stellen auch Pädagogik und Fachdidaktik vor neue Fragestellungen.

Auch wenn die Überführung der Konvention in Schulgesetze der Länder bis in die 2010er-Jahre dauerte, erschien dieser Schritt nicht hinreichend vorbereitet, was sich am Mangel von didaktischen und methodischen ←73 | 74→Konzepten ebenso zeigt, wie an fehlenden Stellen von sonderpädagogischen Qualifizierten, die den gemeinsamen Unterricht an Regelschulen begleiten sollten (vgl. u....

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