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Mehrsprachigkeit in der Lehrerbildung

Modelle, Konzepte und empirische Befunde für die Fremd- und Zweitsprachendidaktik

Edited By Isabelle Mordellet-Roggenbuck, Markus Raith and Katja Zaki

Der Sammelband umfasst theoretisch-konzeptionelle und empirische Beiträge aus der Romanistik, Germanistik / DaF-DaZ, Anglistik und den Bildungswissenschaften. Die Beiträge beleuchten unterschiedliche Dimensionen von Mehrsprachigkeit und diskutieren ihre Relevanz für die universitäre Fremdsprachenlehrerbildung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie angehende Lehrkräfte auf die Herausforderungen individueller, gesellschaftlicher und schulischer Mehrsprachigkeit vorbereitet werden können und welche Strategien zur Förderung von Mehrsprachigkeit zu entwickeln sind. Der Band vertieft die Vorträge und Diskussionen des 2017 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg abgehaltenen Symposiums zur Mehrsprachigkeit im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Fachdidaktik

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Einleitung

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Wenn in diesem Band von Mehrsprachigkeit und ihrer Didaktik die Rede ist, so ist zunächst festzuhalten, dass der Themenkomplex Mehrsprachigkeit europaweit von hoher Relevanz ist. Die Förderung einer funktionalen Mehrsprachigkeitskompetenz zählt seit Jahrzehnten zu den tragenden Säulen der europäischen Sprachen- und Bildungspolitik. Dabei hat die Europäische Kommission bereits wiederholt die Verantwortung der Hochschulen für die Förderung des Sprachenlernens und der Sprachenvielfalt betont. Insbesondere der universitären Lehrerbildung1 kommt hier eine Schlüsselrolle zu, indem sie Studierende zugleich als Lernende und als künftige Fremdsprachenlehrende wahrnimmt. Nur so können diese für die unterschiedlichen Dimensionen, Herausforderungen und Potentiale individueller, gesellschaftlicher sowie schulischer Mehrsprachigkeit sensibilisiert und handlungsfähig gemacht werden. Hier stellt sich allerdings die Frage, wie gerade Fremdsprachenlehrkräfte im Rahmen ihres Studiums Strategien zur Förderung von (romanischer) Mehrsprachigkeit vermittelt bekommen, um ihre eigene „Mehrsprachigkeitskompetenz“ zu entwickeln und eine solche später auch bei ihren Schülerinnen und Schülern anzubahnen.

Darauf möchte dieser Band zumindest vorläufige Antworten geben, um mit ausgewählten theoretisch-konzeptionellen und empirischen Beiträgen den fachdidaktischen Austausch über mehrsprachigkeitsdidaktische Ansätze in der Lehrerbildung anzuregen. In erster Linie geht es dabei um die Modellierung, Förderung und Messung von Mehrsprachigkeitskompetenz in der Lehrerbildung in ihren unterschiedlichen Facetten: Welche Transfereffekte – sprachstruktureller oder lernstrategischer Art – lassen sich beim Lehren und Lernen mehrerer (romanischer) Fremdsprachen nutzbar machen, wie werden angehende Fremdsprachenlehrkräfte dafür sensibilisiert und ausgebildet? Wie lässt sich aber gerade auch das Potential...

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