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Jüdisches Kulturerbe MUSIK – Divergenzen und Zeitlichkeit

Überlegungen zu einer kulturellen Nachhaltigkeit aus Sicht der Jüdischen Musikstudien

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Edited By Sarah M. Ross

Seit den 1960er Jahren steigt in Europa die Zahl der jüdischen Kulturerbeprojekte. Im Gedenken an die Schoa suchen Nichtjuden die Relikte der Vergangenheit zu bewahren und lassen dabei nicht selten die gegenwärtigen jüdischen Gemeinden außer Acht. Die Autorinnen unterziehen diese Praxis des „authorized heritage" einer kritischen Betrachtung. Mit Blick auf das jüdische Kulturerbe Musik enthüllen sie vor dem Hintergrund aktueller Debatten um kulturelle Nachhaltigkeit die Gefahren von Konstruktion, kultureller Aneignung und Instrumentalisierung des Erbes. Mit der Diskussion innerjüdischer Nachhaltigkeitskonzepte, flankiert von philosophischen Thesen zum Erbe und zur Verantwortung für den Anderen, werden Denkanstöße für einen neuen, zukunftsorientierten Umgang mit jüdischem Kulturerbe gegeben.

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Glossar

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Aggada (hebr.; „Verkündung“, „Erzählung“, „Ansammlung“), Adj. aggadisch: Bezeichnung für die narrativen Teile der → rabbinischen Literatur wie Sprüche, Gleichnisse, Legenden, Anekdoten, Rätsel u. a. m.

Alenu (hebr.; „es ist unsere Pflicht“): jüdisches Gebet, das am Ende der drei jüdischen Tagesgebete gesprochen wird.

Alija (hebr.; „Aufstieg“), Pl. Alijot: Bezeichnung für die Rückkehr der Juden nach Eretz Israel. Es werden fünf Alijot unterschieden, wobei mit der Ersten Alija (1882–1903) die ersten modernen Siedlungen im vorstaatlichen Israel entstanden und mit der Fünften Alija (1932–1939), der größten Alija mit überwiegend Flüchtlingen aus Deutschland und Polen, die Demographie des Landes grundlegend verändert wurde. Die Einwanderungswellen nach dem Zweiten Weltkrieg werden nicht mehr als Alijot gezählt.

Amida (hebr.; „Stehen“): Hauptgebet im jüdischen Gottesdienst.

Aschkenas: jüdische Bezeichnung für die von den Juden besiedelte Region nördlich der Alpen, die sich seit dem Mittelalter vom Mittelrheingebiet insbesondere ins östliche Europa ausbreitete.

Bar/Bat Mizwa (hebr.; „Sohn/Tochter des Gebots“): Ritus, mit dem die religiöse Mündigkeit von Jugendlichen und ihre Aufnahme als vollgültige Mitglieder in die jüdische Gemeinschaft begangen wird.

Chabad: → chassidische Gruppierung innerhalb des orthodoxen Judentums.

Chassidismus, Adj. chassidisch: mystische, der lurianischen → Kabbala nahestehende religiöse Strömung des Judentums, die im 18. Jahrhundert im östlichen Europa entstand.

Haggada (hebr.; „Erzählung“): Referenzbuch mit Texten aus → Tora, → Mischna und → Talmud f...

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