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Diversität im Fokus fachdidaktischer und sonderpädagogischer Perspektiven

Inklusiven Englischunterricht planen (lernen)

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Edited By Gabriele Blell and Jana Oldendörp

Inklusion stellt seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 ein vieldiskutiertes Thema in fachdidaktischen und sonderpädagogischen Diskursen dar. Auch auf hochschuldidaktischer Ebene gewinnt der Gegenstand für zukünftige (Fremdsprachen-) Lehrkräfte zunehmend an Bedeutung. Der vorliegende Band geht auf einen interdisziplinär ausgerichteten Workshop an der Leibniz Universität Hannover zurück: Vertreter*innen der Fremdsprachendidaktik und Sonderpädagogik sowie Referendar*innen und Fremdsprachenlehrkräfte unternehmen einen ersten gemeinsamen Versuch, Masterstudierende durch einen kooperativen Ansatz für verschiedene Differenzkategorien zu sensibilisieren. Darauf aufbauend werden an konkreten Fallbeispielen Ideen für einen inklusiven Englischunterricht planerisch generiert.

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Inklusiver Englischunterricht aus fachdidaktischer und sonderpädagogischer Perspektive – hochschuldidaktische Überlegungen: Gabriele Blell und Jana Oldendörp

Gabriele Blell und Jana Oldendörp

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Abstract: Recently, inclusion represents one of the most important and most discussed concepts in (EFL) education. Since it welcomes diversity and negates homogeneity of learner groups in every respect, inclusion shall reduce (educational) discrimination and make equal participation possible. However, implementing an inclusive understanding in teaching scenarios is still inviting as future teachers lack concrete methods and didactic concepts. During the workshop, students got acquainted with the so-called inner differentiation – a method inclusive language teaching falls back upon to cope with the outlined challenge.

Keywords: Inklusion, Diversität, Differenzierung, Universal Design for Learning, Lehrer*innenbildung

„Als Ziel von Inklusion kann eine zu erreichende Gleichwertigkeit der Individuen, Vielfalt in der Differenz sowie Partizipation, Anerkennung und Gerechtigkeit angesehen werden“ (Steudle 2015: 185). Diese Zielvorstellung unterstreicht bereits die inklusionsinhärente, differenzbejahende Perspektive auf heterogene Schüler*innengruppen, welche sich in den letzten Jahren erst diskursiv entwickelt hat. Dabei konnten verschiedene Theorien die Homogenitätshypothese bereits relativ früh widerlegen (Carroll 1963; Cronbach & Snow 1977 und Snow 1989)1 und bestätigen, dass Heterogenität ein Grundprinzip von Lernendengruppen darstellt. Im Gegensatz zur tradierten und widerstandsfähigen Sichtweise (auch des deutschen Schulsystems), dass vor allem (Leistungs-) Homogenität die besten Lernmöglichkeiten für alle Schüler*innen eröffnet und Heterogenität ein Hindernis darstellt, weist Inklusion ein vollständig anderes Verständnis auf und heißt eben diese willkommen (Krause & Kuhl 2018: 175). ←19 | 20→Anders als die Exklusion, welche bestimmte Kinder von schulischer Bildung und...

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