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Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Das Problem des religiösen Pluralismus

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Thomas Park

Seitdem John Hick durch seine pluralistische Position den Weg für eine Annäherung der Religionen geschaffen hat, haben seine Werke viel Aufmerksamkeit von Anhängern und Kritikern erfahren. Dieses Werk setzt sich kritisch mit dem Lebenswerk Hicks auseinander, und vergleicht die Argumente für seine Ansicht mit denen von Perry Schmidt-Leukel, Alvin Plantinga und Karl Rahner. Der Autor legt die Prämissen der vier Positionen offen, und macht deutlich, warum trotz aller berechtigten Kritik die pluralistische Position die plausibelste Antwort auf die Frage liefert, wieso es mehrere Religionen gibt, wenn laut dem NT (nur) Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

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2. Argumente für die religionspluralistische Theorie

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Im Abschnitt 2 sollen Hicks Argumente für seine Theorie, Argumente gegen alternative Theorien und ihr Zusammenhang mit den Prämissen in Abschnitt 1 dargelegt werden. Wie in 1 wird auch hier auf Kritik eingegangen, insofern Hick diese erwidert. Der Dialog wurde bewusst in die Darstellung von Hicks Theorie integriert, weil er das Verständnis für Hicks Religionspluralismus und dessen Grundlagen vertiefen soll.

Warum postuliert Hick das WIRKLICHE? Nach Hick macht die Annahme der Existenz eines unbeschreiblichen Transzendenten nur dann Sinn, wenn man annimmt, dass religiöse Erfahrungen nicht naturalistisch zu erklären sind.180 Innerhalb dieser in 1.1 beschriebenen Prämisse sei die These, religiöse Erfahrung entspreche einer teilweise kulturell geprägten Antwort auf einen transzendenten Grund die beste Erklärung dafür, warum es viele verschiedene Formen von Religiosität gibt.181 Wenn das Transzendente aber sowohl als eines, als auch als vieles, als personal als auch als nicht-personal erfahren wird, müsse es mehrdeutig bzw. an sich unbeschreibbar sein.182 Kritiker wie der US-amerikanische Philosoph Mavrodes bezweifeln das. Wenn das WIRKLICHE weder gut noch böse, weder liebevoll noch hasserfüllt sei, wenn es nicht vergebe, die verschiedenen menschlichen Individuen nicht kenne, die Welt nicht erschaffen habe, sie nicht erhalte, dann sei unklar, was das WIRKLICHE überhaupt mit der Welt zu tun habe und wie es irgendwelche Fakten erklären könne.183 Die Unbeschreiblichkeit des WIRKLICHEN schließe aus, dass man irgendetwas über dessen Wirkungen sagen kann.184 Es könne somit auch nicht die Ursache religi...

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