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Wort- und Formenvielfalt

Festschrift für Christoph Koch zum 80. Geburtstag. Unter Mitarbeit von Daniel Petit

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Edited By Anna Jouravel and Audrey Mathys

Die Festschrift ehrt Christoph Koch, Professor für Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu seinem 80. Geburtstag vereint der Band wissenschaftliche und persönliche Beiträge von Kollegen, Schülern und Freunden. Sie umfassen verschiedene Bereiche der historischen und modernen Sprachwissenschaften wie der Indogermanistik, der Byzantinistik, der Slavistik oder Baltistik, greifen kunsthistorische und editionsphilologische Fragestellungen auf und spiegeln somit das breite Spektrum der Interessens- und Forschungsgebiete des Jubilars wider.

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Die syrischen Lehnwörter im Armenischen – eine Revision

Tomoki Kitazumi / Stefanie Rudolf

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Die Erforschung der lexikalischen Materialien im Armenischen nimmt eine Sonderstellung in der Indogermanistik ein, da Hübschmann anhand der Lexik die Eigenständigkeit des armenischen Sprachzweiges innerhalb der Indogermania nachweisen konnte. Auch wenn sie nach wie vor ein zentraler Forschungsbereich ist, hat der Anteil der syrischen Lehnwörter im Gegensatz zum iranischen und griechischen Einfluss kaum Beachtung gefunden. Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die syrischen Lehnwörter unter Berücksichtigung der bisher kaum in Betracht gezogenen syrologischen Literatur systematisch zu untersuchen.

Die Bekehrung des Königs Trdat und seiner Familie, die man um 317 n.Chr. (traditionell um 301) datiert, ist der Anstoß für die Einführung und Verbreitung der christlichen Religion in Armenien. Dies hatte vielschichtige Konsequenzen, die ihren Abdruck nicht nur im religiösen und kulturellen Bereich hinterließen, sondern sich auch auf die armenische Sprache auswirkten. Auch wenn die Verschriftlichung des Armenischen mit einem eigenen Alphabet durch den Heiligen Mesrop erst im darauf folgenden fünften Jahrhundert erfolgte,2 zeigt die altarmenische Überlieferung von Anfang an in hohem Maße ihre hervorragende Qualität, so dass die Bezeichnung oskedarean hayerēn „Goldzeit-Armenisch“ keinesfalls ein täuschendes Bild darstellt.

Bei der Identifizierung der armenischen Sprache als eines eigenständigen Sprachzweiges innerhalb der indogermanischen Sprachen durch Hübschmann spielte in bahnbrechender Weise die Einordnung des lexikalischen Materials eine entscheidende Rolle. Hübschmann hatte sein Ergebnis bereits 1875 als ←185 | 186→Aufsatz und später etwas systematisierter als Monographie (1897) vorgelegt.3 So nahm die Erforschung...

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