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Wort- und Formenvielfalt

Festschrift für Christoph Koch zum 80. Geburtstag. Unter Mitarbeit von Daniel Petit

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Edited By Anna Jouravel and Audrey Mathys

Die Festschrift ehrt Christoph Koch, Professor für Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu seinem 80. Geburtstag vereint der Band wissenschaftliche und persönliche Beiträge von Kollegen, Schülern und Freunden. Sie umfassen verschiedene Bereiche der historischen und modernen Sprachwissenschaften wie der Indogermanistik, der Byzantinistik, der Slavistik oder Baltistik, greifen kunsthistorische und editionsphilologische Fragestellungen auf und spiegeln somit das breite Spektrum der Interessens- und Forschungsgebiete des Jubilars wider.

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Christoph Koch als erfolgreicher Lernbegleiter

Helmut Keipert

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Im Sommer 1957 bin ich mit meiner Mutter aus der DDR in die Bundesrepublik gekommen und konnte eine Woche später in Moers in dem an das dortige Gymnasium Adolfinum angeschlossenen Aufbaugymnasium als Untersekundaner gleich wieder die Schule besuchen. Anders als vielen übersiedelten Schülern ist mir der schulische Wechsel von Ost nach West nicht sehr schwer gefallen, weil ich in der DDR schon durch Privatunterricht Englisch gelernt hatte und im Rheinland als zweite Sprache statt des in der neuen Klasse obligatorischen Lateins in einer Arbeitsgemeinschaft (unter Frau Dobbelmann) weiter Russisch lernen durfte. In dieser kleinen Russisch-Gruppe habe ich Christoph Koch als schon damals vielseitig interessierten Obersekundaner im altsprachlichen Zug des Adolfinums kennengelernt.

Da ich nach dem Abitur Russisch und Englisch studieren wollte, um später als Gymnasiallehrer arbeiten zu können, war von Anfang an klar, daß ich für dieses Studium auch noch Latein würde lernen müssen, und deshalb habe ich zunächst versucht, die anderthalb Jahre, die meine Klassenkameraden mir in Latein voraus hatten, selbständig nachzuholen. Dieser Versuch hat allerdings trotz mancher Bemühung nicht weit geführt, und deshalb habe ich gern Christophs freundliches Angebot angenommen, mir etwas Nachhilfe zu geben.

Die dann von ihm begonnene energische und zielgerichtete Unterweisung hatte es in sich. In meiner Lateingrammatik liegt bis heute als Memento ein kleiner Zettel, auf dem er mir in der ersten Stunde säuberlich aufgeschrieben hat, welche zahlreichen Paragraphen dieses Lehrbuchs ich bis zum nächsten Mal zu...

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