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Dreiseitige Vereinbarungen

Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber, Gewerkschaft und Betriebsrat

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Kristina Ruch

Beschäftigungssicherung ist eine zentrale Aufgabe der Gewerkschaften und Betriebsräte. Grundsätzlich wird sie von beiden Parteien getrennt im Rahmen ihrer jeweiligen Regelungskompetenz durchgeführt. Um die Sicherung der Arbeitsplätze effektiv zu gestalten und lebenspraktische Lösungen zu finden, gehen Arbeitgeber, Gewerkschaft und Betriebsrat nunmehr einen neuen Weg und schließen gemeinsam sogenannte «dreiseitige Vereinbarungen». Die dogmatische Einordnung dieser Chimären des kollektiven Arbeitsrechts und ihre Ausgestaltungsmöglichkeiten nimmt diese Arbeit in den Blick. Ausgangspunkt ist die Frage nach der Rechtsnatur dreiseitiger Vereinbarungen. Zentrale Bedeutung kommt dabei dem vom Bundesarbeitsgericht kreierten «Gebot der Rechtsquellenklarheit» sowie der Frage nach der Begrenzung von Tarifsozialplanforderungen zu. Im Anschluss daran werden die Rechtsfolgen dreiseitiger Vereinbarungen untersucht. Ausgehend von der unterschiedlichen rechtlichen Einordnung als Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder als Kombination aus beiden Regelungsinstrumenten geht die Autorin zunächst dem Aspekt der Teil-/Gesamtnichtigkeit nach. Ferner werden mögliche Beendigungstatbestände und Sanktionsmöglichkeiten von Gewerkschaft und Betriebsrat bei einem Verstoß des Arbeitgebers gegen eine dreiseitige Vereinbarung diskutiert. Abschließend wird die Rechtmäßigkeit von Arbeitskämpfen um dreiseitige Vereinbarungen erörtert.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Teil: Einleitung .............................................................................................. 17 A) Problemaufriss ............................................................................................ 17 B) Gang der Untersuchung .............................................................................. 19 2. Teil: Rechtsnatur der dreigliedrigen Vereinbarung ...................................... 21 A) Vereinbarung sui generis ............................................................................ 22 I. Allgemeines zu sonstigen Kollektivvereinbarungen .......................... 22 II. Dreiseitige Vereinbarungen als sonstige Kollektivvereinbarungen ... 24 1. Die Ansichten Zacherts und Karstens ........................................... 24 2. Stellungnahme ................................................................................ 25 a) Rechtssicherheit ........................................................................ 25 b) Keine Abgrenzungsschwierigkeiten ......................................... 26 c) Abschneiden des Wahlrechts zwischen Tarifvertrag und sonstigem Kollektivvertrag ....................................................... 26 aa) Bestehen des Wahlrechts .................................................... 27 bb) Abschneiden des Wahlrechts ............................................. 29 3. Ergebnis .......................................................................................... 29 B) Wirksamkeit als Tarifvertrag ..................................................................... 30 I. Formale Voraussetzungen eines Tarifvertrags ................................... 30 1. Vertragsschluss nach §§ 145 ff. BGB .............................................. 30 2. Tariffähige Parteien ....................................................................... 30 a) Generelle Unwirksamkeit dreigliedriger Vereinbarungen ....... 31 b) Stellungnahme .......................................................................... 31 aa) Das Fehlen einer gesetzlichen Regelung ............................ 31 bb) Grundsatz der vertrauensvollen Zusammenarbeit ............. 32 cc) Vorhandensein geeigneter Instrumentarien ....................... 33 dd) Arbeitsrecht als Schutzinstrument der Arbeitnehmer ....... 35 ee) Vorliegen sonstiger Voraussetzungen eines Tarifvertrags .. 37 c) Zwischenergebnis ...................................................................... 38 3. Tarifzuständigkeit .......................................................................... 38 4. Schriftform ..................................................................................... 39 5. Ergebnis .......................................................................................... 39 II. Zulässiger Inhalt eines Tarifvertrags .................................................. 39 1. Standortgarantien ........................................................................... 40 10 a) Normativer Teil ......................................................................... 40 b) Schuldrechtlicher Teil ............................................................... 42 aa) Gegenstand der schuldrechtlichen Regelungsbefugnis ..... 42 (1) Meinungsstand ............................................................. 42 (2) Stellungnahme ............................................................. 43 (3) Zwischenergebnis ........................................................ 47 bb) Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen im Sinne von Art. 9 Abs. 3 GG als Schranke der schuldrechtlichen Regelungsbefugnis ............................................................. 47 (1) Unternehmerische Entscheidung der Standortfrage als Arbeits- und Wirtschaftsbedingung ...................... 48 (2) Stellungnahme ............................................................. 48 (3) Auslegung von Art. 9 Abs. 3 GG ................................ 52 (4) Zwischenergebnis ........................................................ 53 cc) Eingriff in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit ... 53 (1) Grundrechtsbindung der Tarifvertragsparteien .......... 54 (2) Eingriff in den Schutzbereich der Unternehmerfreiheit...

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