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Menschsein- On Being Human

Deutsche und koreanische Studien zu Epistemologie, Anthropologie, Ethik und Politischer Philosophie- German and Korean Studies in Epistemology, Anthropology, Ethics and Political Philosophy

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Edited By Hong-Bin Lim and Georg Mohr

Die Beiträge in diesem Buch sind in transkultureller Perspektive Problemen der Epistemologie, der Anthropologie, der Ethik und der politischen Philosophie gewidmet. Unter dem Titel Menschsein – On Being Human diskutieren koreanische und deutsche Philosophen Themen der einen Welt: Universale und lokale Diskurse über Kultur und Transkulturalität im Zeitalter der Globalisierung, die Rolle der Religionen, öffentliche Rationalität, transkulturelle Gerechtigkeit und Universalität von Menschenrechten.
The contributions in this book are from a transcultural perspective and devoted to problems in epistemology, anthropology, ethics and political philosophy. Under the title Menschsein – On Being Human, Korean and German philosophers discuss topics to do with one world: universal and local discourses about culture and transculturality in the age of globalization, the role of religion, public rationality, transcultural justice, and the universality of human rights.

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ERKENNTNIS UND WISSEN 9

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Erkenntnis und Wissen 11 Hong-Bin Lim Die Zirkelstruktur der menschlichen Selbstbestimmungsversuche 1. Menschsein als ein Geschehenszusammenhang Die Frage, wie wir Menschen als bewusste Wesen ein fundiertes Selbstverständ- nis erzielen können, begleitet vermutlich alle Kulturgemeinschaften in der Ge- schichte. Hier spielt die Philosophie neben Religion, Kunst und Mythos eine be- deutende Rolle. Es scheint mir daher keine Übertreibung zu sein, wenn man sagt, dass der Charakter der Philosophie im Wesentlichen im Verhältnis zu ihren nicht immer explizit thematisierten ‚anthropologischen’ Prämissen bestimmt werden kann. Das philosophische, mit einem universellen Anspruch gebundene Interesse an der Wesensbestimmung des Menschen findet sich im höchsten Grade im okzi- dentalen Kulturraum. In der ostasiatischen Geistesgeschichte zum Beispiel wur- den anthropologische Bestimmungen mit kosmologischen Deutungen in einem integrativen Zusammenhang gedacht. Was ich hervorheben möchte, ist der ge- schichtliche Sachverhalt, dass die metaphysische Grundintention des Abendlan- des mit ihrem analytisch-kategorialen System auf die Entwicklung der abendlän- dischen Zivilisation einen dauerhaften Einfluss hatte. Die ontologische Differenz von Unveränderlichem und Veränderlichem ist auch hinsichtlich der Entwick- lung der philosophischen Anthropologie von entscheidender Relevanz. Die Ten- denz des Rationalismus kulminiert in der Hegelschen Bestimmung des Logi- schen, die sich um Sein, Wesen und Begriff herum bildet. Interessanterweise ist der höchste Gedanke seiner Wissenschaft der Logik frei von der teleologischen Vorstellung der Vernunftkonzeption. Hegels Bestimmung des Menschen als den- kendes Wesen in der Wissenschaft der Logik1 ist nur scheinbar ein Nachspiel der Aristotelischen Wesensbestimmung des Menschen. Was mich interessiert, ist die Ansicht Hegels,...

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