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John F. Kennedy in der amerikanischen Literatur

Klaus Uellenberg

When power leads man toward arrogance, poetry reminds him of his limitations. When power narrows the areas of man’s concern, poetry reminds him of the richness and diversity of his existence. When power corrupts, poetry cleanses.
John F. Kennedy, Amherst College
Amherst, Mass., October 26 1963
Das Buch untersucht die Darstellung John Kennedys in der amerikanischen Literatur, schwerpunktmäßig in narrativen Langtexten von Anton Myrer, Vance Bourjaily, William F. Buckley Jr., Norman Mailer, Don DeLillo, Wright Morris, John Updike und William Manchester. Ergänzend werden Dramen von Barbara Garson und Wendy MacLeod sowie Lyrik von Robert Frost, John Berryman, W.H. Auden, Allen Ginsberg, Lou Reed und anderen herangezogen. Den theoretischen Bezugsrahmen bildet das Konstrukt des kollektiven Gedächtnisses. Die Ergebnisse der einzelnen Werkanalysen konvergieren in einem textübergreifenden literarischen Profil, das eine neue Perspektive auf Kennedy und Einblicke in seinen Sonderstatus im nationalen Bewusstsein eröffnet.

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Einleitung - 13

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13 Einleitung Unter den amerikanischen Präsidenten rangiert John F. Kennedy in der Wert- schätzung seiner Landsleute auf einem Spitzenplatz. Befragt, wen sie als “great- est president“ ansehen, entscheiden sich 1975 die meisten Amerikaner für ihn.1 Auch eine 1983 durchgeführte Umfrage zeigt: “Kennedy has become America’s favourite president.“2 Im Jahr 1996 wünschen sich die meisten Befragten ihn als Präsidenten.3 Und auf die Frage “of all the presidents America has ever had, who would you want most to be the next president?“ lautet 2008 die Antwort: John Kennedy.4 Es gibt indes auch andere Einschätzungen. In den Jahren 1982 und 2000 aufgerufen, Präsidenten nach den fünf Kategorien “great”, “near great”, “above average”, “below average” und “failure” zu bewerten, stufen Historiker, Polito- logen und Juristen Kennedy jeweils “above average” ein, in der Rangfolge der Amtsinhaber auf dem dreizehnten bzw. achtzehnten Platz;5 und 2009 sehen ihn Geschichtswissenschaftler an sechster Stelle.6 Zwar werden Unterscheidungsleis- tung und mit ihr die Aussagekraft solcher ratings allein durch die mangelnde Validität der ihnen zugrunde liegenden Vergleichbarkeitsannahmen relativiert; denn es erfolgt eine Gegenüberstellung von Ergebnissen aus Amtszeiten sehr unterschiedlicher Länge (Kennedy 1037 Tage, F.D. Roosevelt 12 Jahre) und sehr verschiedenartiger historisch-politischer Herausforderungen und Gestaltungs- möglichkeiten. Doch, dass Kennedy hier nicht die gleiche Spitzenposition ein- nimmt wie im Urteil der Bürger, ist unstrittig. 1 Michael O’Brien, John F. Kennedy: A Biography, New York: Thomas Dunne, 2005, XVII. 2 “Kennedy has Become America’s Favourite President“, Newsweek, November...

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