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John F. Kennedy in der amerikanischen Literatur

Klaus Uellenberg

When power leads man toward arrogance, poetry reminds him of his limitations. When power narrows the areas of man’s concern, poetry reminds him of the richness and diversity of his existence. When power corrupts, poetry cleanses.
John F. Kennedy, Amherst College
Amherst, Mass., October 26 1963
Das Buch untersucht die Darstellung John Kennedys in der amerikanischen Literatur, schwerpunktmäßig in narrativen Langtexten von Anton Myrer, Vance Bourjaily, William F. Buckley Jr., Norman Mailer, Don DeLillo, Wright Morris, John Updike und William Manchester. Ergänzend werden Dramen von Barbara Garson und Wendy MacLeod sowie Lyrik von Robert Frost, John Berryman, W.H. Auden, Allen Ginsberg, Lou Reed und anderen herangezogen. Den theoretischen Bezugsrahmen bildet das Konstrukt des kollektiven Gedächtnisses. Die Ergebnisse der einzelnen Werkanalysen konvergieren in einem textübergreifenden literarischen Profil, das eine neue Perspektive auf Kennedy und Einblicke in seinen Sonderstatus im nationalen Bewusstsein eröffnet.

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Washington (Buckley, Mailer) - 45

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45 Washington He’d call Rusk. No, he wouldn’t call Rusk. Yes, he’d better call Rusk. No, dammit he wouldn’t call Rusk. Yes, he’d better call Rusk, even if the State Department couldn’t do anything right. But he’d better call Dillon.58 In diesen ersten Zeilen des Romans See You Later Alligator findet sich der Präsi- dent in einem Zwiespalt. Nach wiederholtem Zögern und unentschlossenem Wä- gen kann er sich doch nicht dazu verstehen, das zuständige Kabinettsmitglied, Außenminister Dean Rusk, zu informieren. Verbunden mit der Fokussierung auf John F. Kennedy stellt William F. Buckley gleich zu Beginn zwei charakteristische Elemente in den Vordergrund: das des Konflikts und des Beschreitens neuer Wege. Mit Blick auf Kennedy, über dessen äußeres Handeln hinaus auch seine Gedanken gezeigt werden, verdichtet sich die Darstellung über die Fiktion der Geschichtserfahrung hinaus zu Teilen eines Profilentwurfs. Sie setzt im ersten Jahr der Präsidentschaft ein und präsen- tiert Kennedy in der gefährlichsten Konfrontation der Geschichte. Krisenhafte Zuspitzungen, nicht ungewöhnlich im politischen Raum, sind in Anzahl und Ausmaß in besonderem Maße kennzeichnend für die Situation der Kennedy-Administration. Am Tag der Amtseinführung befindet James Reston in der New York Times, “the problems before the Kennedy Administration are much more difficult than the nation has yet come to believe.”59 In der Tat prägt eine dichte Folge innen- und außenpolitischer Auseinandersetzungen die Tagesordnung der neuen Regierung, so dass Kennedy bereits im ersten Amtsjahr öffentlich einräumt: When I...

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