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Theorie und Praxis des DaF- und DaZ-Unterrichts heute

20 Jahre Institut für Interkulturelle Kommunikation e.V.

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Edited By Martin Hahn and Gerhard Wazel

Dieser Sammelband entstand anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Instituts für Interkulturelle Kommunikation e.V. (www.iik.de). Er reflektiert die Grundlagen sowie die inhaltliche, sprachliche, interkulturelle und didaktische Gestaltung des modernen Zweit- und Fremdsprachenunterrichts auf den verschiedenen Niveaustufen des allgemeinsprachlichen DaF-/DaZ-Unterrichts und des berufsbezogenen bzw. fachsprachlichen Unterrichts gleichermaßen. In diesem Kontext spielen auch interkulturelle und mit ihnen eng verknüpfte translatorische sowie Fragen der Leistungsmessung, der Multilingualität und der Integration von Migranten in Deutschland eine wichtige Rolle. Die Beiträge offerieren eine Fülle von Anschauungs-, Lehr- und Lernmaterial für den Sprachunterricht und die interkulturelle Kommunikation.

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Biechele, Barbara: Bewegte Bilder sehen lernen heißt fremde Sprache und Kultur verstehen lernen 11

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11 Bewegte Bilder sehen lernen heißt fremde Sprache und Kultur verstehen lernen Barbara Biechele (Jena) 1. Situationsdarstellung Filmeinsatz und Filmbildung als Gegenstand schulischer Curricula werden in den letzten Jahren verstärkt gefordert und durch vielfältige Aktionen unterstützt (vgl. Niesyto 2006). Dabei gilt heute als gesichertes Wissen, dass Film nicht gleich Film ist, sondern dass verschiedene Filmtextsorten zu unterscheiden sind: Spielfilme, Dokumentarfilme, Werbefilme, Nachrichtensendungen und andere Medienformate des Fernsehens. „Es geht um Bewegtbilder, die in verschiedenen medialen Speicher- und Distributionskontexten verfügbar sind, die man im Ki- no, im Fernsehen, auf dem Computer/im Internet, aber auch auf Handydisplays und Leinwänden im öffentlichen Raum findet.“ (Niesyto 2006, 7f.) Christian Doelker veröffentlicht schon 1989 das Buch „Kulturtechnik Fernsehen – Analyse eines Mediums“. Zum einen versteht Doelker Fernsehen als eine Kultur- technik wie Lesen und Schreiben, als einen Könnensbereich, den man lernend erwerben muss. Zum anderen spricht er in Bezug auf das Fernsehen vom „Nim- bus der Primärerfahrung“ (Doelker 1989, 26), was bedeutet, dass ein großer Teil unseres Wissens nicht mehr aus eigener Erfahrung resultiert, sondern medial vermittelt ist. Eine Aussage, die heute durch das Internet vielfach potenziert wird, in dem auch Filmisches zur ganz normalen Kommunikationsform moder- ner Weltbürger geworden ist. In der Pressemitteilung „Internet ist längst Teil des Lebens“ der Thüringischen Landeszeitung (27.01.2011) wird besprochen und grafisch belegt, dass fast alle Kinder und Jugendlichen im Netz unterwegs sind, wobei „Filme und Videos anschauen“ nach „Informationssuche (Schu- le/Ausbildung)“ und „Communitys nutzen“ den dritten...

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