Show Less

Mündliche Sprachkompetenzen deutschsprachiger Lerner des Englischen

Entwicklung eines Kompetenzmodells zur Leistungsheterogenität

Series:

Urska Grum

Die Arbeit wurde mit dem Tiburtius-Anerkennungspreis der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP) ausgezeichnet.
Wie lässt sich mündliche Sprachfähigkeit messen? Obwohl das Überprüfen und Evaluieren von Schule, Unterricht und Schülerleistungen seit PISA im Fokus des nationalen Interesses steht, gibt es bisher kaum empirische Untersuchungen zur Fähigkeit des spontanen freien Sprechens von Fremdsprachenlernern. Die Autorin ist in ihrer Forschungsarbeit der Frage nachgegangen, welches sprachproduktive Leistungsspektrum von Lernern der ausgehenden Sekundarstufe I erreicht werden kann. Aus ihren Erkenntnissen entwickelt sie heuristische, objektive, sachbezogene Vergleichsnormen ( benchmarks) und ein empirisch validiertes, kriteriales Bewertungsschema für die spontan-mündliche englische Sprachfähigkeit auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt auf der explorativen Entwicklung adäquater Methoden und Indikatoren zur objektiven Messung mündlicher Sprachkompetenzen von Fremdsprachenlernern.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

4. Methodenwahl und Forschungsdesign

Extract

Dieses Dissertationsprojekt beschreibt erstmalig empirisch, über welche spon- tan-mündlichen Sprachfähigkeiten Berliner Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe I verfügen können. Dies wird im Wesentlichen über deskrip- tiv-analytische Grundlagenforschung erreicht, die sich auf einen angewandt-spe- zifischen Forschungszusammenhang bezieht (nämlich die mündliche Sprachfä- higkeit Berliner Zehntklässler). Einerseits soll der empirisch fundierte Beweis erbracht werden, dass ‚bilingualer‘ Sachfachunterricht zu höherer mündlicher Sprachfähigkeit führt und andererseits eine empirisch validierte Charakterisie- rung der mündlichen Sprachfähigkeit von Gymnasial- und Realschülern am En- de der Sekundarstufe I vorgenommen werden. Auf Basis der gewonnenen Er- kenntnisse erfolgt eine explorative Folgeanalyse mit dem Ziel, genuin münd- liche bzw. schriftsprachliche Sprachkompetenzen durch Triangulation relevanter mündlicher und schriftlicher Daten zu erkennen und zu einem datenbasierten Bewertungsschema zu bündeln. Die freie mündliche kommunikative Sprachfähigkeit beruht auf dem Zusam- menspiel verschiedener Komplexe spontan aktivierbarer Fähigkeiten, Kompe- tenzen, Strategien, Wissensfelder und diverser individuell- persönlichkeitsbezo- gener Merkmale (vgl. Kap. 3). Im Rahmen dieser Arbeit wird aus dieser Viel- schichtigkeit eine Auswahl essentieller psycholinguistischer Indikatoren kom- munkativer mündlicher Sprachfähigkeit fokussiert. Es wird explorativ eruiert, welche Merkmale besonders trennscharf das mündliche Sprachfähigkeitsspek- trum der Probanden bemessen. Um dieser Komplexität auch analytisch ansatz- weise gerecht zu werden, wurde eine multiperspektivische Herangehensweise gewählt (siehe Kap. 4.1). Hinzu kommt, dass neben den sprachlich-kommunika- tiven auch kognitive, emotional-affektive und soziale Indikatoren betrachtet werden. Die Daten wurden in einer Momentaufnahme erhoben...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.