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Orthographieleistungsprofile von Lerngruppen der frühen Sekundarstufe I

Befunde – Kontexte – Folgerungen

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Ina Karg

In diesem Buch werden Orthographieleistungen in Diktaten und Aufsätzen von sechs Lerngruppen der 5. und 6. Jahrgangsstufe untersucht. Die Befunde aus den quantitativen und qualitativen Analysen werden vor dem Hintergrund von Orthographieerwerbsmodellen und fachdidaktischen Aussagen zum Rechtschreibunterricht diskutiert. Einen weiteren Kontext bietet die Darstellung der gegenwärtigen Situation der Orthographie in der Öffentlichkeit nach den Turbulenzen der neuen Reform. Schließlich wird aufgezeigt, welche konkreten Programme für bestimmte Erscheinungsbilder in einer Lerngruppe förderlich sein können. Dies bedeutet, dass auch Lehrkräfte dieses Buch als Instrument für entsprechende Analysen und Akzentuierungen im Unterricht mit ihren Lerngruppen einsetzen können.

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1 Einleitung: Ausgangslage und Grundsätze der Arbeit

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1. 1 Motivation: Orthographie in Unterricht und didaktischer Forschung Bislang werden sowohl in der Forschung wie in der unterrichtlichen Praxis Orthographieleistung und Textproduktionskompetenz von Schülerinnen und Schülern getrennt betrachtet und je nach Fachkonferenzbeschluss an Schulen bzw. je nach kultusministeriellen Vorgaben unterschiedlich beurteilt. In dieser Weise zu verfahren scheint Konsens und ist Praxis auf den unterschiedlichsten Ebenen: So heißt es etwa in der Vorstellung der so genannten DESI-Studie : "Die Rechtschreibleistungen werden über Diktattexte erhoben" und: "In DESI-Textproduktion geht es um die Erfassung der Schreibkompetenzen von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 9 mit Hilfe eines Aufsatzes". 1 Auf die unterrichtlichen Gepflogenheiten bezogen bedeutet dies eine ähnliche Trennung: Zuständig für die Überprüfung der Rechtschreibleistung ist das Dik­ tat, während Orthographieverstöße im Aufsatz für die Notenfindung nur bedingt eine Rolle spielen. Im Extremfall werden sie gar nicht einbezogen oder aber ge­ mäß den kultusministeriellen Vorgaben oder schulinternen Vereinbarungen nur zu einem bestimmten Anteil angerechnet.2 Auch in den schulübergreifenden Orientierungs- und Vergleichsarbeiten sowie den Jahrgangsstufentests, die die Bundesländer zum Teil schon seit geraumer Zeit, zum Teil aus Anlass des Be­ schlusses der Sitzung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland eingeführt haben und mit denen frühzeitig und regelmäßig der Lernerfolg der Kinder und Jugendlichen überprüft werden solP, sind Aufsätze und Diktate getrennte Testelernente. Je nach Jahrgangsstufe, für die der Test gestellt wird, setzt man die Orthographiekompetenz unterschiedlich an, d. h. man...

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