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Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)

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Irmtraud Behr and Zofia Berdychowska

Der Band vereinigt die Beiträge eines Reihen-Seminars zum Thema «Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)», das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Jagellonen-Universität Kraków und der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 getragen wurde. Die Autoren untersuchen die Begrifflichkeit, wie sie in verschiedenen Beschreibungsansätzen in der deutschen Grammatik zur Anwendung kommt. Daneben werden Problematiken zugänglich gemacht, mit denen sich die nationalen (germanistischen) Grammatiken auseinandersetzen. Die Grenzen eines engen Prädikatsbegriffs werden überschritten, wenn prädikative Relationen auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Den textuellen Verwendungen bestimmter prädikativer Muster kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

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Predicate Frames: zu den philosophischen Grundlagen der funktionalen Grammatik

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Christian Ebeling Abstract In diesem Beitrag wird für die Ansicht argumentiert, dass die Grundlage funktionaler Gram- matiken die formale Struktur des predicate frame darstellt. Dass der predicate frame als diese Grundlage gelten kann, wird durch eine Erörterung der philosophischen Ausgangsannahmen der drei großen Forschungsparadigmen der funktionalen Grammatik nach Dik, Givón und Halliday gezeigt. Resultat dieser Argumentation ist die Einsicht, dass die theoretische Größe des predicate frame unter Bezug zu philosophischen Ansätzen zur Prädikation als Bewusstseinsphänomen zudem die grundlegende Einheit einer naturalistisch geprägten, subjektzentrierten Sprachbe- schreibung darstellt. Das funktionalistische Forschungsprogramm Wenn man nach den Grundannahmen der funktionalen Grammatik fragt, so ist dies keine Aufgabe, die ohne Weiteres und definitiv einer Beantwortung zuge- führt werden kann, da die funktionale Grammatik sich durchaus in ihren Haupt- argumentationssträngen stark diversifiziert. So haben wir unter anderem den systemisch-semiotischen Ansatz nach Halliday (1973, 1978, 1985), den menta- listischen Ansatz nach Dik (1997a, b) und den biolinguistischen Ansatz nach Givón (1995, 2002). Aufgabe dieses Aufsatzes soll es sein, abseits der Unterschiede dieser For- schungsprogramme, die gemeinsamen und gleichermaßen grundlegenden Aus- gangsannahmen und ihre jeweilige Verankerung in einem weit gefassten biolin- guistisch-philosophischen Bezugsrahmen zu prüfen und insbesondere die Theo- rie der predicate frames (Dik 1997a) in einem maximal allgemeinen Argumenta- tionskontext zu verorten. Ziel des Beitrages ist eine Befestigung der Grundan- nahme der funktionalen Grammatik nach Dik, dass die grammatische Kategori- sierung und Beschreibung bei den predicate frames und dem NLU, dem Natural Language...

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