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Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)

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Irmtraud Behr and Zofia Berdychowska

Der Band vereinigt die Beiträge eines Reihen-Seminars zum Thema «Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)», das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Jagellonen-Universität Kraków und der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 getragen wurde. Die Autoren untersuchen die Begrifflichkeit, wie sie in verschiedenen Beschreibungsansätzen in der deutschen Grammatik zur Anwendung kommt. Daneben werden Problematiken zugänglich gemacht, mit denen sich die nationalen (germanistischen) Grammatiken auseinandersetzen. Die Grenzen eines engen Prädikatsbegriffs werden überschritten, wenn prädikative Relationen auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Den textuellen Verwendungen bestimmter prädikativer Muster kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

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Die Rolle der Präposition in dem deutschen am-Progressiv und in der jiddischen halt-in-(eyn)-Konstruktion

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1 Małgorzata Kozyra Abstract Der vorliegende Beitrag behandelt die Frage, auf welche Art und Weise die in den ausge- wählten progressiven Konstruktionen des Deutschen (sein + am + Infinitiv) und des Jiddisch- en (haltn + in (eyn) + Infinitiv) enthaltenen präpositionalen Elemente dt. am und jd. in zur aspektuellen Bedeutung der gesamten Konstruktion beitragen. In anderen Worten: welche aspektuelle Information vermitteln sie und wie kommt sie zustande? Das Ziel der Analyse ist es, aus der syntaktischen sowie aus der semantischen Perspektive zu zeigen, dass die besagten Elemente am und in als sog. Infinitivmarker analysiert werden können und, dass sie mithilfe der ihr innewohnenden Fokusfunktion zur Progressivierung des mit dem Infinitiv bezeichne- ten Ereignisses beitragen. Dieser progressivierende Beitrag der Infinitvmarker resultiert aus dem Wandel von der räumlichen zu der übertragenen, aspektuellen Lokalisierung. 1. Einführung Weder das Deutschen noch das Jiddische verfügt über eine mit den slawischen Sprachen vergleichbare grammatische Verbalkategorie des Aspekts (vgl. An- dersson 2004, Albert, Meijering 2001, Gold 1999). Beide Sprachen verfügen aber zweifelsohne über die Ausdrucksmittel der semantischen Kategorie der As- pektualität (definiert nach Czarnecki 1998), im Bereich derer die Progressivität verortet werden kann. Der deutsche am-Progressiv und die jiddische halt-in- (eyn)-Konstruktion, obwohl aus unterschiedlichem lexikalischem Material be- stehend, dienen zum Ausdruck eben der Progressivität und folgen, synchron ge- sehen, einem ähnlichen syntaktischen und semantischen Muster. Das zentrale Element dieses Konstruktionsmusters stellen die primären Präpositionen an (kontrahiert mit dem definiten Artikel dem zu am)...

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