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Kooperation in der Schule

Eine Untersuchung der Orientierungs- und Handlungsmuster von Lehrern

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Sabine Schütt

«Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer!» – so lautet der bildungstheoretisch und bildungspolitisch formulierte Anspruch an die Lehrerschaft. Kooperation ist mittlerweile zu einem zentralen Element guter Schule erklärt. Die Praxis sieht jedoch vielerorts anders aus. Diese qualitative Untersuchung geht der Frage nach, welches Bedingungsgefüge vorhanden sein muss, damit Kooperation gelingen kann. Dazu wurden die Formen professioneller Handlungs- und Orientierungsmuster von Lehrern vor dem Hintergrund organisationsspezifischer Einflussparameter untersucht. Entstanden ist eine Typologie der Kooperationshabitus von Lehrern. Diese gibt Hinweise darauf, welch unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung und Steuerung des kooperativen Handelns von Lehrern notwendig sind.

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Einleitung

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„Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer“ – Kooperation rückt immer stärker in den Mittelpunkt bildungstheoretischer als auch bildungspolitischer Diskussionen. Schule braucht Partner und Schule braucht ein kooperatives Kollegium, wenn Schulentwick- lung möglich und Schule eine „Erfahrungsschule“ sein soll, die sich nicht abschottet vor der Lebenswelt, sondern sich mit dieser in Beziehung setzt; in der problemorien- tierter Unterricht über die Enge der Fachgrenzen hinweg die Kinder und Jugendlichen auf das Leben vorbereitet; die über den reinen Unterricht hinaus am Nachmittag für die Schüler einen Ort des Lernens und Lebens darstellt. Themen der Debatten sind u.a. Schulentwicklungsprozesse, fächerübergreifender Unterricht, Ganztagsschule, Über- gang vom Kindergarten in die Schule, Vorbereitung auf das Berufsleben, Kooperation mit dem Elternhaus. Auch die Professionalisierung der Lehrerschaft ist ein Aspekt, der bei den Debatten um die Bedeutung von Kooperation immer wieder hervorgehoben wird. Den Lehrerinnen und Lehrern werden sowohl seitens der Wissenschaft als auch der Öffentlichkeit Kataloge von wünschenswerten bzw. auch verbindlichen Koopera- tionsaufträgen angetragen: Sie sollen mit den Kollegen, mit der Schulleitung, mit den Eltern, mit den Schülern und schließlich mit außerschulischen Partnern zusammenar- beiten. Gleichzeitig müssen die Lehrer sich aber noch immer die Zuschreibung der „Einzelkämpfer“-Mentalität gefallen lassen. Diese wird zum einen der Eigenart der pädagogischen Profession zugeschrieben. Andererseits scheint sie der administrativen Organisation des Schulwesens geschuldet zu sein. Gegenbeispiele innovativer pädago- gischer Ansätze belegen sehr erfolgreiche Kooperationen, sowohl in interner als auch externer Ausrichtung. Die Spannbreite der verschiedenen Formen...

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